Aufwärmtraining beim Fußball – Weshalb und wie? (Teil 1)

Warum ist Aufwärmtraining wichtig?

Aufwärmtraining vor sportlicher Aktivität dient zuallererst der Einarbeitung des Körpers in den Anstrengungszustand. Er soll herangetastet werden, um erhöhter Belastung in einer vorbereiteten Verfassung begegnen zu können. Außerdem wird der Kreislauf durch Aufwärmtraining wie ein Computer hochgefahren, um den Stoffwechsel auf das Ende des Ruhezustands rechtzeitig aufmerksam zu machen.
Notwendig für ein gelungenes Aufwärmtraining ist das rechte Maß. Die Intensität der Einheiten sollte leicht bis mäßig sein und den Körper nicht zu sehr beanspruchen. Darüber hinaus ist auch die Länge des Trainings entscheidend. Eine zu lange Dauer des Aufwärmens ruft erste Erschöpfungssymptome hervor und beeinträchtigt die spätere Leistungsfähigkeit während des eigentlichen Haupttrainings.
Welche Trainingsmethoden zum Aufwärmen gibt es vor dem Fußball?

5 gegen 2

Die beliebteste Aufwärmübung beim Fußball ist 5 gegen 2 oder auch Eckchenspiel genannt. Das Spiel kann man als eine Abwandlung vom Kinderspiel „Schweinchen in der Mitte“ verstehen. Bei 5 gegen 2 stellen sich dementsprechend viele Spieler in einem durch Hütchen abgesteckten Quadrat auf und lassen den Ball zwischen sich hin und her laufen, während 2 Spieler in der Mitte versuchen, an den Ball zu kommen. Zumeist geht es darum, dass der Spieler den Ball letztlich auch unter Kontrolle bringt. Anschließend darf er für den Spieler, der den Ball verloren hat, in eine Ecke des Quadrats. Der andere Spieler hingegen muss in die Mitte. Das Spiel kann in mehreren Varianten ausgeführt werden. Wahlweise dürfen die passenden Spieler drei, zwei oder nur einen Kontakt anwenden, um den Ball weiterzuspielen. Bei Verstoß muss der Missetäter in die Mitte und derjenige von den Balljägern, der länger in der Mitte war, darf an die Linie. Das Spiel trainiert sowohl die Passfähigkeit und BallkoAufwärmen1ntrolle der passenden Akteure als auch die Reaktionsschnelligkeit und Antizipation der Balljäger.

Passspiele

Um die Koordination und das gegenseitige Spielverständnis zu trainieren, kann man vor dem eigentlichen Training ein Passspiel einfügen. Bei Aufwärmpassspielen geht es darum, in zwei Teams um Ballbesitz zu kämpfen. Es gibt keine Tore und folglich kein wirklich konzentriertes Ziel des Spiels. Im Vordergrund steht einzig und allein die Herrschaft über den Ballbesitz. Zumeist gelten Regeln wie beispielsweise, den Ball mit nur einem Kontakt weiterzupassen. Manche Trainer reizen ihre Spieler mit Wettbewerben, indem sie zehn Kontakte einer Mannschaft mit einem Punkt gleichsetzen und die Punkte der Mannschaften laut ansagen. Die Verlierermannschaft wird dabei im Anschluss gerne mit Liegestützen, Hocksprüngen oder Sit-Ups bestraft. Passspiele erfordern nicht unbedingt einen Fußball. Man kann sie auch mit Handbällen oder Footballs durchführen. Der taktischen Komponente des Aufwärmens tut dies keinen Abbruch. Um das tatsächliche Passspiel im Ernstfall zu trainieren, ist der Fußball letzten Endes natürlich doch unersetzlich. Passspiele fördern nicht nur Passsicherheit und taktische Finesse, sondern verkörpern gleichzeitig auch den Startschuss, der den Körper auf laufintensive Einheiten vorbereitet.

Teil 2 findet Ihr hier

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