30. November 2010
Felix Magath räumt im Kader von Schalke 04 auf: mit der Verbannung von gleich drei Spielern aus der Profiriege in die Amateurliga zieht der Coach Konsequenzen aus dem Fiasko vom Wochenende, wo die Schalker das Stadion nach einer 5:0-Niederlage gegen Kaiserslautern verlassen haben.
Unmittelbar nach dem Spiel hat Magath die Urlaubspläne der Spieler für Weihnachten zusammengestrichen: nur eine Woche bleibt den Profis zum Feiern mit ihrer Familie. Jermaine Jones, Hans Sarpei und Alexander Baumjohann wurden bis zum Saisonende aus dem Profikader verbannt und müssen die restliche Zeit in der Regional-Aufstellung der Schalker verbringen. Doch Felix Magath war nicht der einzige, der über die Leistung der Elf auf dem Betzenberg alles andere als glücklich war: Berichten zufolge soll auch Clemens Tönnies, der Aufsichtsratsvorsitzende des Clubs, Manager und Trainer Magath zu sich zitiert haben. Eigentlich hätte der Termin heute stattfinden sollen – doch offenbar platzte er. Der Grund: Magath wusste nichts davon. Nun soll der Termin wohl in den kommenden Tagen nachgeholt werden, doch Magaths Posten soll weiterhin gesichert sein.
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29. November 2010
Das erste Advents-Wochenende sorgte für einige Überraschungen: so schien sich Werder Bremen kurzzeitig auf alte Kräfte zurückbesonnen haben, als sie die Gäste vom FC St. Pauli mit einem klaren 3:0 in die Schranken verwiesen und sich so zwei wertvolle Punkte sicherten, dank derer sie in der Tabelle wenigstens wieder auf Platz 11 kletterten. Bayern München ging es ähnlich: mit einem 4:1 gegen Eintracht Frankfurt sahnten sie ab und starteten eine unerwartete Aufholjagd – sicher, Dortmund liegt mit 37 Punkten 14 Zähler vor dem Rekordmeister, aber immerhin reicht es so für den Qualifikationsplatz in der Europa-League. Schlechter steht es um Schalke: die Euphorie der Champions League wich Entsetzen, als sie in Kaiserslautern mit einem 0:5 vom Platz gingen.
Nach Medienberichten ist Aufsichtsrats-Vorsitzender Clemens Tönnies alles andere als begeistert über diesen neuerlichen Rückschlag und tobt: “Ich bin erschüttert! Die ganze Euphorie der Champions League von einem Aufsteiger zerschlagen, das ist der Hammer! Der Trainer und Manager Felix Magath muss uns jetzt erklären und darstellen, wie wir da wieder rauskommen!”. Angeblich soll am Dienstagmittag ein Krisengipfel stattfinden, bei dem Felix Magath sich wohl warm anziehen muss – um seinen Trainerposten muss er allerdings offenbar nicht fürchten. Für die Mannschaft dürfte die Winterpause allerdings von hartem Training und wenig Urlaub geprägt sein.
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26. November 2010
Arjen Robben gehört zu den Top-Spielern des FC Bayern München und gilt als großer Hoffnungsträger, um die sportlich schwache Situation des derzeit gebeutelten Rekordmeisters wieder aufzubessern und bis zum Saisonende noch wertvolle Punkte in der Bundesliga gutzumachen. Der fehlt den Bayern schon seit dem 11. Juli, als er sich beim WM-Finale für die holländische Elf einen Riss im Oberschenkelmuskel einhandelte. Nun trainiert er hart für sein Comeback.
Derzeit trainiert er täglich mit Gummibändern, den Power-Bungee-Gurten: so kann er gezieltes Sprint-Training durchführen und seinen Antritt effizienter gestalten – dieselbe Technik wird übrigens auch für das Training des Torwarts eingesetzt und ist eine sowohl im Profisport als auch bei kleineren Vereinen beliebte Technik, um mit kostengünstigen Mitteln effizientes Power-Training durchzuführen.
Eitel Sonnenschein ist bei Bayern indes freilich nicht: neben Arjen Robbens Ausfall dürften auch die Querelen innerhalb der Vereinsspitze für dicke Luft und mangelnde Motivation bei den Spielern sorgen. So legte sich zunächst Vereinspräsident Hoeneß mit Trainer van Gaal an, kaum war dieser Zwist beigelegt, rasselte van Gaal mit Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge zusammen, als es um den Verkauf von Bastian Schweinsteiger ging. Arjen Robben soll indes ab dem Januar wieder mit ins Mannschaftstraining aufgenommen werden: am 2. Januar fliegt er bereits mit dem Team ins Trainingscamp in Katar.
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25. November 2010
In der Bundesliga-Tabelle trennen sie nur wenige Punkte voneinander, in der Champions League könnten sie nach dem gestrigen Spieltag unterschiedlicher nicht sein: Schake 04, in der Bundesliga mit 13 Punkten auf dem fünfzehnten Rang, und Werder Bremen mit 15 Punkten auf Platz 12. Beide Vereine sind sich ihrer derzeitigen Krise bewusst, doch während Schalke den leichten Aufwärts-Trend gestern eindrucksvoll mit einem 3:0 gegen Olympique Lyon unter Beweis stellte, musste Werder Bremen eine bittere Pille schlucken: mit einem 0:3 gegen Tottenham Hotspur verließen sie nicht nur den Rasen, sondern nahmen gleichzeitig auch Abschied von Achtelfinale und vom Europapokal.
Während Felix Magath also nach langer Durststrecke und dem Bangen um den Klassenerhalt endlich aufatmen kann, ziehen düstere Wolken über dem Himmel des Nord-Clubs auf. Damit hat der Verein nicht nur massiv an Ansehen verloren, sondern musste auch gleichzeitig schwere finanzielle Einbußen hinnehmen. Zu allem Überfluss kostet auch noch die Renovierung des Weser-Stadions gleich 16 Millionen Euro mehr als ursprünglich einkalkuliert, wodurch klar wird: Bremen muss nun sparen. Für die nächste Zeit gilt es, sich auf die Bundesliga zu konzentrieren und dort mit vorhandenen Mitteln alles zu geben, damit nicht auch noch der Abstieg droht – auf Coach Schaaf und Präsident Aloffs kommen schwere Zeiten zu.
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24. November 2010
Dass sich der 1. FC Köln in den unteren Rängen der Tabelle bewegt, ist den leidgeprüften Fans nun freilich nichts Neues mehr. Inzwischen ist die Lage am Rhein aber so angespannt, dass es in der Führungsetage gewaltig brodelt: erst das 1:0 gegen den VfB Stuttgart konnte dem Verein vom letzten Tabellenplatz nach oben verhelfen, drei gewonnenen Spielen stehen ganze acht verlorene Begegnungen in der aktuellen Saison gegenüber.
Dass sich der Verein in der Krise befindet, dürfte mittlerweile auch dem letzten klargeworden sein. In Köln ging man auf die Suche nach Schuldigen, und als Wackelkandidat gilt derzeit Manager Michael Meier. Ursprünglich wurde angenommen, dass die Vereinsspitze heute bekannt gibt, dass man sich von dem Manager getrennt hat – doch in Anbetracht des letzten gewonnenen Spiels und der bevorstehenden Begegnung mit dem VfL Wolfsburg hat Präsident Wolfgang Overath eine definitive Entscheidung über die Zukunft des glücklosen Managers bis nach dem Match vertagt. Dabei handelt es sich allerdings letztlich mehr um psychologische Taktik als um eine weitere Chance für Meier – denn der Verein begründete die Entscheidung so: “Die ganzen Personaldiskussionen und Querelen helfen uns vor dem so wichtigen Spiel gegen Wolfsburg nicht weiter”. Das ist an für sich korrekt – doch letztlich scheint es, als wäre dies einzig ein Gnadenaufschub für Michael Meier, der weiter um seinen 2005 eingenommenen Posten bangen muss.
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23. November 2010
Dass in der Führung des FC Bayern München derzeit angesichts der wenig glücklich verlaufenden Saison Zwist herrscht, ist nichts Neues mehr. Louis van Gaal fährt einen immer einsameren Kurs und muss sich von vielen Seiten Kritik gefallen lassen: zunächst war es Bayern-Präsident Hoeneß, der für dicke Luft in der Allianz-Arena sorgt, nun scheint dieser Streit zumindest zu ruhen, da tauchen bereits die nächsten Wolken am sonst blau-weißen Himmel auf.
In die Diskussion um die Zukunft von Bastian Schweinsteiger hat sich nun der Chef selbst eingeschaltet: nachdem Louis van Gaal dem Vorstand geraten hatte, Schweinsteiger nach der Saison zu verkaufen. Das hat vorrangig monetäre Gründe: Schweinsteiger hat derzeit einen Marktwert von satten 35 Millionen Euro. Doch Geldsorgen plagen den FCB eigentlich nicht, umso unverständlicher kam dieser Rat offenbar auch für den Boss Karl-Heinz Rummenigge, der ein klares Machtwort sprach: “Ich habe immer gesagt, dass wir den Vertrag mit Bastian unbedingt verlängern wollen. Daran arbeiten wir. Aber wenn das nicht gelingt, dann bleibt er sicher bis zum 30. Juni 2012 beim FC Bayern.”
An Schweinsteigers Position beim FC Bayern München dürfte sich demnach nichts verändern: nach wie vor gehört er zu den wichtigsten Spielern des Rekordmeisters. Zudem sind derlei Debatten momentan ohnehin eher deplatziert: in der Bundesliga kämpfen die Bayern derzeit vergebens darum, verschenkte Punkte wieder gut zu machen und bemühen sich, ihre 14 Punkte Rückstand nach 13 Spieltagen an den BVB aufzuholen, zudem steht heute Abend das CL-Spiel gegen den AS Rom an. Schweinsteiger darf sich nach diesem Machtwort nun also entspannt auf das heutige Spiel vorbereiten.
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22. November 2010
Werder Bremen steckt in einer handfesten Krise – das war schon länger bekannt, das verheerende 4:0 am Wochenende im Spiel zwischen Schalke 04, die am unteren Ende der Tabelle rangieren und eigentlich keine große Hürde hätten darstellen dürfen, und dem Nordclub löste eine neue Gerüchtewelle um Trainer Thomas Schaaf aus. Der soll vor der Mannschaft Gedanken über seinen Rücktritt geäußert haben, hieß es im Anschluss um das Fiasko in Gelsenkirchen. Das aber wollte Sportchef Klaus Allofs nicht stehenlassen und dementierte umgehend. Dabei geht in Bremen bereits jetzt das Schreckgespenst des Abstieges herum: am 13. Spieltag der aktuellen Saison rutschte der Club auf Platz 12 der Tabelle. Das an sich ist zwar noch kein sicherer Abstiegsplatz, doch die Mitglieder des Nord-Clubs fühlen sich unangenehm an die Saison 2000/2001 erinnert, wo sie nach elf Spieltagen bereits auf Platz 17 rangierten und dem Abstieg ins Auge sahen.
Die Bilanz von Werder Bremen sieht nach 13 Spieltagen desaströs aus: vier Spiele gewonnen, drei unentschieden, sechs verloren. 19 Tore stehen 31 Gegentoren gegenüber, noch schlimmer sieht die Auswärtstabelle aus, in der Werder auf Platz 16 abgerutscht ist: nur acht Tore konnten sie erzielen, kassierten aber satte 21 Gegentore. Von sieben Partien konnten sie nur eine einzige für sich entscheiden.
Nichtsdestotrotz will Klaus Schaaf von einem Rücktritt von Allofs als Coach nichts wissen: seit Stuttgart habe es “keine Rücktrittsandrohung oder die Frage nach einem möglichen Rücktritt in irgendeiner Mannschaftsbesprechung gegeben.” Anschließend fügte er hinzu: “Ein Trainerwechsel wäre nicht die Lösung. Es gibt keinen Besseren für Werder als Thomas Schaaf.” Eine konkrete Lösung für das aktuelle Dilemma hatten aber weder er noch Thomas Schaaf parat. Die Winterpause dürfte für Werder damit sehr unruhig werden und von vielen Krisengesprächen unterbrochen werden.
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Es gibt viele Faktoren, die ein Spiel beeinflussen können. Die Bodenverhältnisse werden zwar häufig nach einem Spiel beklagt, aber nur wenige Trainer stellen ihre Mannschaft tatsächlich auf die vorhandenen Bedingungen ein. Dabei gibt es durchaus Potential, das in einem Spiel den entscheidenden Vorteil bringen kann.
Aschenplatz/Hartplatz
Auf einem Aschenplatz ist der Ball deutlich schneller als auf einem trockenen Rasenplatz. Zudem springt er höher ab. Dafür ist er aber in der Regel auch berechenbarer als auf einem Rasenplatz.
Taktik:
Pässe in den Fuß sind deutlich einfacher als in den Lauf. Auf einem Aschenplatz ist es deutlich schwieriger, eine gute Ballkontrolle auszuüben. Mannschaften, die schnell und kontrolliert nach vorne spielen, sind im Vorteil. Da Grätschen auf einem Aschenplatz schwieriger sind, sollten sich die Abwehrspieler hinter ihrem Gegenspieler postieren. Ein mitspielender Torwart hat es leichter, da viele Steilpässe zu schnell werden. In der Offensive empfiehlt sich ein Spiel über die Außenpositionen. Wenn kopfballstarke Spieler im Sturm spielen, bieten Flanken eine gute Möglichkeit, die schwierige Ballkontrolle auszuhebeln. Wenn der Ball in der Luft ist, spielt der Untergrund keine Rolle.
Kunstrasenplatz
Ein Kunstrasenplatz ist in vielerlei Hinsicht mit einem Aschenplatz vergleichbar. Ein großer Vorteil ist, dass die Platzbedingungen stets optimal sind. Es kann kaum vorkommen, dass ein Ball verspringt.
Taktik: siehe Aschenplatz
Rasenplatz (nass)
Ein nasser Rasen macht einen Ball enorm schnell. Sobald der Ball den Boden berührt, erfährt er meist eine enorme Beschleunigung. Ein tiefer Boden kann aber auch dafür sorgen, dass ein Pass „verhungert“ oder ein Ball viel niedriger aufspringt als vermutet. Eine besondere Schwierigkeit ist, dass die Bedingungen an jeder Stelle auf dem Platz unterschiedlich sein können.
Taktik:
Flache Pässe in den Fuß sind unter diesen Bedingungen wesentlich einfacher als halbhohe oder hohe Bälle. Auch bei Steilpässen, die nur selten genutzt werden sollten, sind unbedingt Flachpässe zu bevorzugen. Schließlich muss der Stürmer den Ball kontrollieren können. Ein sehr probates Mittel sind Fernschüsse. Die Nachteile, die es beim Passspiel gibt, werden beim Torschuss zu Vorteilen. Für einen Torhüter ist es oft enorm schwer, einen aufspringenden Ball zu halten. Die Stürmer sollten angewiesen werden, bei jedem Torschuss konsequent nachzugehen, um eventuell von einem Abpraller zu profitieren.
Rasenplatz (gefroren/Schneedecke)
Ein gefrorener Platz erschwert die Ballkontrolle enorm. Der Ball verspringt häufig und viele technische Fehler kommen vor. Wenn Schnee liegt, wird der Ball unberechenbar. Er kann plötzlich liegenbleiben oder beim Aufkommen Geschwindigkeit aufnehmen.
Taktik: Ein unkompliziertes Passspiel mit kurzen Pässen in den Fuß erleichtert die Kontrolle. Fernschüsse sind empfehlenswert, da der Torwart durch die Bedingungen benachteiligt wird. Flanken sind deutlich effektiver als Steilpässe. Halbhohe Pässe sollten komplett vermieden werden.
Mannschaftsaufstellung
In Deutschland herrscht allgemein die Lehrmeinung vor, dass kleine, leichtgewichtige Spieler auf einem nassen, tiefen Boden besser zurechtkommen. In Italien hingegen wird gelehrt, dass bei diesen Bedingungen große, schwere Spieler besser geeignet sind. Es ist also nicht ganz leicht, eine Präferenz zu entwickeln. Allerdings gibt es Spieler, die auf einem regendurchtränkten Boden weniger Probleme haben. Erinnert sei nur an das legendäre Fritz-Walter-Wetter. Der große Fritz lief regelmäßig zu Höchstform auf, wenn Regen die Platzbedingungen maßgeblich beeinflusste.
Schuhwerk
Jeder Trainer hat es schon erlebt, dass der einer oder andere Spieler plötzlich auf dem Hosenboden liegt, weil er die falschen Schuhe trägt. Das ist höchst ärgerlich. Auf einem tiefen Rasenplatz sollten Stollenschuhe Pflicht sein. Ansonsten ist günstig, verschiedene Schuhe und Stollen zu haben, so dass eine optimale Anpassung an den Untergrund stattfinden kann. Vor dem Spiel sollte das Schuhwerk ausgiebig getestet werden. Dazu kann es sinnvoll sein, die Aufwärmphase etwas zu verlängern.
19. November 2010
Auch beim Rekordmeister FC Bayern München läuft die Saison derzeit nicht so, wie Louis van Gaal sie sich vorstellt. Erst sorgten Auseinandersetzungen zwischen Uli Hoeneß und Louis van Gaal für dicke Luft am Spielfeldrand, nun ist Franck Ribéry in Ungnade gefallen. Nach mehrwöchiger Verletzungspause stand er am Sonntag erstmals erneut wieder auf dem Rasen, um im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg anzutreten. Dort zeigte er sich in guter Form und sorgte für Euphorie bei den Zuschauern – die Freude war aber nur von kurzer Dauer.
Wenige Tage nach dem glanzvollen 3:0 gegen Nürnberg stand ein kurzfristig angesetztes Testspiel gegen den Drittligisten SpVgg Unterhaching an, aus der die Bayern mit einem 2:1 als Sieger hervorgingen. Damit aber wollte sich Louis van Gaal nicht zufrieden geben und watschte Ribéry öffentlich ab. “Er hat sich nicht bemüht und keinen Einsatz gezeigt”, zeigte sich van Gaal verärgert über Ribérys Leistungen bei dem Spiel. Seine Chancen, bei dem Spiel gegen Bayer Leverkusen am Samstag eingesetzt zu werden, liegen demnach eher gering – hierzu befragt, setzte Louis van Gaal aber gleich nochmal nach: “Keiner hat sich bemüht, aber am wenigsten Ribery”, resümierte van Gaal das Testspiel, bei dem mehrere Verletzte, unter anderem Müller und auch Ribéry, wieder fit gemacht werden sollten. Einen Einsatz am Samstag schloss er zwar nicht aus, eine Garantie wollte er aber ebenso wenig abgeben. Der Franzose selbst zog ein ganz anderes Fazit und erklärte, die Spielzeit habe ihm gutgetan: “80 oder 90 Minuten gehen schon. Ich will zurück auf den Platz, das fehlt mir.”
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18. November 2010
Gerade erst hatte Joachim Löw kundgegeben, dass er auch weiterhin an seinem Prinzip “Jugend forsch” festhalten will – eine Strategie, die ihm bei der Weltmeisterschaft in Südafrika neben einem überraschenden Erfolg auch viel Anerkennung für seinen Mut einbrachte. Die gestrige Begegnung in Göteborg stellte die Generalprobe für gleich vier verheißungsvolle Nachwuchstalente dar: erstmals standen Mario Götze (18), der als heißester Favorit für die kommende Saison gehandelt wird, Lewis Holtby (20), Marcel Schmelzer (22) und André Schürrle (20) standen erstmals in der höchsten Auswahl des DFB, und auch mit Kevin Großkreutz (22) und Mats Hummels (21) hatte Joachim Löw frisches Blut in die Nationalelf gebracht – die beiden letzteren standen erst zum zweiten Mal von Anfang an auf dem Rasen.
Auch wenn das Spiel kaum Sensationen bot, weil sich die Schweden äußerst defensiv präsentierten und sowohl für Rene Adler als Keeper als auch den schwedischen Torwart bei Eiseskälte und Bewegungsmangel Langeweile aufkam, bot sich für den DFB eine gute Gelegenheit, das frische junge Team zu beobachten. Für die Zuschauer verlief das Spiel ohne ernsthafte Spannung, und auch die einzigen drei Stammspieler Bastian Schweinsteiger, Sami Khedira und Jérôme Boateng wurden offenbar nur wenig angespornt von dem angestrebten Konkurrenzkampf. So verlief das Match unterschiedlich: während die Debütanten freilich solide Arbeit leisteten, sich keine groben Fehler erlaubten und von ihnen nicht direkt zum Auftakt Spitzenleistungen erwartet werden können, kam bei den Zuschauern weniger Begeisterung auf. Joachim Löw fühlt sich hingegen in seinem Bestreben bestärkt – und so wird sich zeigen, wie die ersten Spiele im kommenden Jahr verlaufen werden.
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