26. Januar 2011
Der Blog von Hans-Dieter Schmidt
Zuerst sollte man sich Gedanken über die wichtigsten Kriterien des Sportspiels Fußball machen:
1. Talent
2. Ausdauer
3. Kraft
4. Schnelligkeit
5. Beweglichkeit
6. Gewandtheit
7. Koordination
8. Technik
9. Parteispiele
10. Taktisches Verständnis
11. Nervliche Stabilität
12. Kinetische Untersuchungen
13. Soziales Verhalten
14. Teamfähigkeit
15. Willen zum Erfolg
16. Gemeinsame Festlegung der Ziele
17. Ernährung
18. Schlaf
19. Persönliches Umfeld
20. Außendarstellung in den Medien
Die Vorbereitung auf die Rückserie der Saison ist im Winter sehr viel
schwieriger zu gestalten, als im Sommer. Das Wetter macht oftmals einen
Strich durch die Rechnung und setzt ein hohes Maß an Flexibilität und
Organisationstalent bei den verantwortlichen Trainern und Managern
voraus. Viele Vereine starten mit viel Aufwand in südliche Gefilde,
manche bleiben auf der heimischen “ Scholle “. Ich bin mit meinen
Mannschaften gern im Hotel Veronello in Bardolino/Gardasee in Italien
gewesen. 12 – 15 Grad, eine herrliche Anlage ( Trainingszentrum von
Chievo Verona ) italienische Küche und umgeben von Weinbergen .
Freundschaftsspiele gegen italienische Mannschaften im
Trainingszentrum sind immer möglich, Ausflüge in das nahe Verona oder
nach Mailand eine willkommene Abwechslung. Es besteht auch die
Möglichkeit, in diesen Städten mal ein Serie A Spiel live zu erleben. Ein
Erlebnis für die Spieler und zusätzlicher Ansporn zugleich.
Amateurvereine können zusätzlich Edelfans mitnehmen, um die
Gesamtkosten zu minimieren. Für die natürlich auch ein spezielles
Programm angeboten werden sollte.
Im Trainingslager könnte dreimal täglich gezielt trainiert werden.
Bis 08.30 Uhr Frühstück
Bis 09.45 Uhr Massagen und Verbände
10.00 Training mit Schwerpunkt nach Stand der Vorbereitung
12.30 Mittagessen
13.00 Mittagsruhe
14.30 Vorbereitung Spiel + Kaffee + Stück Kuchen
15.30 Freundschaftsspiel ( 3 Blöcke – 2 Blöcke spielen, einer pausiert )
18.15 Ausdauerbereich
Spieler Regeneration 40 Minuten 130 – 150 Puls
Pausierende Spieler 2 x 30 Minuten 2 x 30 140 – 170 Puls
20.00 Abendessen
Abendgestaltung:
Massagen, Taktikbesprechung, Freizeit
Möglichkeit:
3 x wöchentlich Sauna abends ( zwei Flaschen Bier sind erlaubt )
Begründung:
Öffnung der Blutgefäße, Der letzte Gang ohne Kälteeinwirkung ( damit bleiben
im Schlaf die Gefäße geöffnet und das Laktat ( Milchsäure ) wird leichter abgebaut.
Achtung: Achten Sie mit den medizinischen Mitarbeitern auf alle
Anzeichen von grippalen Infekten. Rausnehmen aus der Gruppe und ab
in ein Einzelzimmer.
Nun gehen wir einmal zurück in eine Vorbereitung zu Hause:
Diese Vorbereitung ist schwieriger zu organisieren als ein Trainingslager.
Witterung, Platzverhältnisse, freie Hallenzeiten,städtische Sportämter;
Unwägbarkeiten und Entscheidungen, die sich täglich ändern können.
Belastungen:
Ausdauer:
Die Energiebereitstellung geschieht durch das Verbrennen von Fetten (
120 – 150 Puls ), dem Entleeren der Kohlehydratspeicher ( ca. 150 – 180
Puls ) und dem kurzen Ausnutzen des im Körper vorhandenen Glykogen
( über 180 Puls ). Entscheidend ist es, durch Laktatuntersuchungen (
Bildung von Milchsäure ) die Schwelle festzustellen, wo die aerobe auf
die anaerobe Energiezufuhr umschaltet. Diese Schwelle ist bei fast allen
Spielern unterschiedlich und dürfte, um als gut bezeichnet zu werden,
über 4mm liegen. Genauso bedeutend ist es, die Erholungsfähigkeit der
Spieler festzustellen, davon hängt es ab, wie oft und wann er wieder
bereit ist, mit Energieeinsatz an der nächsten Aktion teilzunehmen. Die
Schwelle der einzelnen Akteure gezielt nach oben zu entwickeln
bedeutet, dass die Mannschaft mittelfristig in der Lage ist, von einem
höheren Ausgangsniveau in ein Spiel zu gehen und dieses auch im
gesamten Spiel nutzen zu können.
Torwarte klammern wir mal aus, Innenverteidiger kann man von der
vermuteten Schwelle mit Stürmern vergleichen, Außenverteidiger mit
Mittelfeldspielern. Hilfreich wäre hier eine Laktatuntersuchung vor der
Vorbereitung und 14 Tage in der Saison, danach können auch wirklich
hilfreiche Rückschlüsse auf die individuelle Trainingsarbeit gezogen
werden. Durch eine überschnittliche Ausdauerfähigkeit, als Grundlage
der körperlichen Fitness, ist es möglich, ein Spiel und natürlich eine
Saison ökonomischer durch zu stehen und vielleicht sogar die Karriere
zu verlängern. Geringere Verletzungsgefahr läuft durch eine gute
Grundlagenausdauer einher.
Manche Länder haben in Ihrer Trainingslehre unterschiedliche
Auffassungen: Holland und auch Norwegen verfolgen einen anderen
Weg: Alle Ausdauerarbeit wird mit Ball gemacht.
Vorteil:
1. Gleichzeitige Verbesserung der Technik mit Ball und Kombinationssicherheit.
2. Motivation für die Spieler ist höher
Nachteil:
1. Unsichere Steuerung der Trainingsbelastung
2. Den Spielern wird es zu leicht gemacht
3. Verletzungsgefahr erhöht sich
1. Steigen sie nicht zu hart ein, gehen sie gezielt vor:
1. Leichte Ausdauerarbeit in der ersten Woche
( bis 150 Puls, mit Pulsuhren überprüfen )
Zuzüglich Sprünge zur Kräftigung der Oberschenkelmuskulatur
2. Allgemeine Kräftigung ( Halle oder Studio )
3. Koordination ( Halle oder Klubhaus )
4. Beweglichkeit und Gewandtheit ( Halle )
5. Technik ( Halle )
Dies sind die Schwerpunkte für die erste Woche
Achten Sie auf grippale Infekte : Betroffene Akteure sofort rausnehmen
2. Woche
1. Ausdauerarbeit in der 2. Woche
( bis 170 Puls, mit Pulsuhren überprüfen )
Hürdensprünge zur Kräftigung der Oberschenkelmuskulatur
2. Punkte 2 – 5 der ersten Woche beibehalten
3. Je nach Platzverhältnissen große Spiele auf dem Platz 11:11, 13: 13,10:10 bis 5:5
Je nach Platzverhältnissen Spielformen Feld 60m – 40 m
1 Torwart – 4er Kette – 3 MF – 1 Stürmer – 1 Torwart – 2er Kette – 4 MF – 2 ST – 2 Kontakte
Torschüsse, Flanken, Hinterlaufen, Passformen
Erstes Freundschaftsspiel bestreiten ( Halbzeit komplett wechseln )
3. Woche
1. Ausdauerarbeit in der 3. Woche bis kurze Spitzen
( 180 und höher, mit Pulsuhren überprüfen)
Diese Form bis 2 x wöchentlich, sonst bis 150 Puls oder 180 Puls
zuzüglich Hürdensprünge zur Kräftigung der Oberschenkelmuskulatur
Je nach Platzverhältnissen 8 -8 2 x 20 Minuten – 2 Kontakte – Strafraum – Strafraum
Spielformen mit taktische Schwerpunkten
Pressing, Zustellen
2 x wöchentlich kleine Parteispiele in der Halle oder Soccerhalle.
4:4 Belastung 2 Minuten Wechsel gleiche Zeit aktive Pause -
3:3 Belastung 1 ½ Minuten Wechsel “
2:2 Belastung 1 Minute “ “
1:1 Belastung 30 sek “ “
2 Freundschaftsspiele
4. Woche
Schwerpunkt:
1. Ausdauerbereich 3 8er Teams -Strafraum – Strafraum
8 – 8 Spiel 10 Minuten 2 Kontakte, 1 8er Team läuft
( 4 x spielen, 2 x laufen )
Laufen 2 x 30 Minuten, Hürdensprünge zur Stärkung der Oberschenkelmuskulatur
2. 1 x Parteispiele
3. 2 Freundschaftsspiele ( Halbzeit komplett wechseln )
4. 3 + 4 der ersten Woche
5. Dynamische Sprints mit und ohne Ball mit Ruhepausen ( Halle oder Platz )
Sind aufgrund von Spielabsagen 6 Wochen Vorbereitung möglich,
strecken Sie das Programm jeweils auf 1 !/2 Wochen.
Nehmen Sie die älteren A Jugendspieler ab der Rückrunde in den Kader
auf. Setzen sie sie auch in den Spielen ein. So wissen Sie frühzeitig, wer
es zu Ihnen schafft. Das jeweilige Aufwärmen wird durch den Ort und
die Platzverhältnisse bestimmt. Reichen Sie während der
Trainingseinheiten heißen Tee oder Mineraldrinks. Legen Sie mal einen
Sauna + Massagetag + ein oder besuchen sie gemeinsam ein
Thermalbad.Versuchen Sie in den Freundschaftsspielen auch mal
taktische Schwerpunkte einzustreuen (Pressing, verschieben, zustellen,
direktes Spiel in die Spitze, Standards defensiv wie offensiv – ).
Sollten Einladungen zu Hallenturnieren vorliegen, würde ich bei 2
Turnieren zusagen. Druck durch Zuschauer, schnelles Passspiel, schnelle
Defensiv+Offensivaktionen helfen jungen Spielern bei der Entwicklung.
Antrittsgagen bekommt der Klub, gewonnene Prämien die Mannschaftskasse.
Vorschlag: 2 Gruppen bilden
1. Gruppe trainiert normal auf dem Platz
2. Gruppe für das Turnier
2 Torleute, 2 x 4 Spieler ( pro Position 2 Spieler ) + 2
Auswechselspieler mit Teileinsätzen ( z. B. bei Verletzungen )
Gewechselt wird jeweils komplett nach 2 Minuten.
Beim nächsten Turnier werden die Gruppen gewechselt.
Bei Freundschaftsspielen würde ich nicht nur die angebliche
Stammmannschaft einsetzen, weil die gibt es im Fußball nicht.
Verletzungen ( Adler, Neuer WM 2010 ), gelb – rote Karten, rote Karten,
Formschwankungen können schnell zu Veränderungen führen. Deshalb
macht es Sinn, den Spielern das Gefühl in der Vorbereitung zu
vermitteln, dass Veränderungen in der Aufstellung positiv sein können
und nicht automatisch zu Leistungseinbrüchen führen müssen. Man muss
sich nur darauf einstellen.
Sehen Sie die Trainingsschwerpunkte als Bausteine, wo unterschiedliche
Übungen zum gleichen Effekt führen ( Koordinationsleiter). Suchen Sie
aus vielen Übungen immer wieder andere aus. Fachliteratur,
Internet,Fachzeitschrift Fußballtraining, DFB sind Möglichkeiten, um
individuell für Profis, Amateure oder ältere Jugendmannschaften die
unterschiedlichen Bausteine mit kreativen Trainingsaufgaben zu füllen.
Gerade die Vorbereitung gibt dem Trainer auch mal die Möglichkeit, an
Standards defensiv und offensiv zu arbeiten.
Defensiv: Weg vom Festhalten im Strafraum, die kopfballstarken Spieler
gehen zum Flankenball
Offensiv: Von der Seite wird ein hoher Flankenball zum Tor ( lange
Ecke ) über die gesamte Abwehr gespielt. 6 – 7 eigene Spieler
laufen in den Raum ein und versuchen zu vollstrecken. Durch
das Einlaufen wird der Torwart irritiert und der Ball geht
manchmal sogar direkt ins Tor ( schwer zu verteidigen )

Ein Fußballspieler ist ein Mensch mit Stärken und Schwächen. Zudem hat ein Fußballspieler ein Leben jenseits des Fußballplatzes, das sich auf die Leistungen erheblich auswirken kann. Private Schwierigkeiten können dazu führen, dass die Formkurve eines Spielers nach unten geht. Deswegen ist es für einen Trainer unumgänglich, auch diesen Aspekt bei der Mannschaftsführung zu berücksichtigen.
Zunächst einmal muss aber geklärt werden, ob überhaupt private Probleme vorliegen. Das kann am besten in einem Vieraugengespräch geklärt werden. Die Voraussetzung ist allerdings, dass der Spieler dem Trainer vertraut. Wenn es einen Co-Trainer gibt, ist dieser für die Rolle als Ansprechpartner und Mittler prädestiniert. Der Trainer muss dem Spieler vermitteln, dass er an seiner Situation interessiert ist und ihm, falls dies möglich ist, auch Hilfe zukommen lässt.
Es sind viele Ursachen für private Probleme denkbar. Eine Scheidung, eine eigene Krankheit oder die Krankheit eines nahen Angehörigen und Arbeitslosigkeit sind Beispiele, die in der Praxis häufig vorkommen. Es gibt Spieler, die sehr offen mit solchen Schwierigkeiten umgehen. Andere wiederum versuchen alles, um ihre Probleme zu verbergen. Aus der Sicht des Trainers muss spätestens dann eingegriffen werden, wenn die Mannschaft unter den Problemen des einzelnen Spielers leidet.
Wenn klar ist, dass tatsächlich private Schwierigkeiten einen Leistungsabfall verursacht haben, ist der Trainer gefordert. Kurzfristig geht es vor allem darum, die Auswirkungen auf die Mannschaft gering zu halten. Das kann bedeuten, dass der Spieler aus der Mannschaft genommen wird und eine Auszeit bekommt, um seine Probleme zu regeln. Bei manchen Spielern kann dies aber die Situation noch verschärfen. Wenn sich abzeichnet, dass die private Krise überwunden wird, kann es deswegen sinnvoller sein, einen Spieler im Team zu lassen. Ein Trainer muss nach einer sorgsamen Abwägung entscheiden, was mittel- und langfristig für die Mannschaft besser ist.
Bei privaten Problemen ist es oft nicht möglich zu helfen. Das kann daran liegen, dass der Spieler Hilfe ablehnt oder aber dass das Problem derart ist, dass ein Außenstehender nichts tun kann. Aber es gibt durchaus private Schwierigkeiten, bei denen ein Trainer zusammen mit der Mannschaft eine positive Rolle spielen kann. Wenn z.B. ein Spieler einen Schaden am Dach hat nach einem Sturm, die Versicherung aber nicht zahlt, dann könnte ein Trainer die Mannschaft bitten, dieses Problem gemeinsam zu lösen. An einem spielfreien Samstag könnte die Mannschaft z.B. als Arbeitskolonne fungieren und den Schaden beheben. Solche Aktionen schaffen einen besonderen Zusammenhalt, der sich auch auf dem Platz später bemerkbar macht.
In einer guten Mannschaft werden alle Spieler integriert. Das heißt nicht, dass ihre Anwesenheit nur akzeptiert wird. Das sollte ohnehin selbstverständlich sein. Vielmehr interessieren sich die Spieler füreinander und haben auch jenseits des Platzes Kontakt. Dies kann durch einen Trainer befördert werden. Ein Trainer kann z.B. durch regelmäßige Mannschaftsabende, Mannschaftsfahrten und gemeinsame Aktionen (vielleicht sogar für einen guten Zweck) das Gefüge im Team entscheidend prägen. Dazu gehört auch, dass Neulinge offen willkommen geheißen werden. Der Trainer sollte sich von Anfang an für neue Spieler interessieren. Nach einer Weile weiß ein Trainer sehr viel über seine Spieler, wenn er sich denn Mühe gibt.
Die Fokussierung auf den sportlichen Bereich wird oft übertrieben. Selbst in Profimannschaften lässt sich beobachten, dass Trainer, die sich auch für den Menschen und nicht nur für den Fußballer interessieren, sehr erfolgreich arbeiten können. Im Amateurbereich sollte die menschliche Seite noch eine wichtigere Rolle spielen, da der Fußball für die Spieler eine Freizeitbeschäftigung ist.
Ein engagierter Trainer kann viel bewegen. Allerdings sollten private Grenzen respektiert werden. Wenn ein Spieler keine Hilfe möchte, kann ein Trainer nur auf sportliche Weise reagieren, d.h. er kann ihn aus der ersten Elf nehmen. Ebenso sind Rückschläge und Enttäuschungen unvermeidlich für jeden, der sich intensiv mit Menschen befasst. Damit muss ein Trainer umgehen können.
24. Januar 2011
Das Debakel um Matthias Sammer und den verpatzten Wechsel vom DFB zum Hamburger Sportverein geht in die nächste Runde. Nachdem HSV-Aufsichtsratsvorsitzender Rieckhoff öffentlich seine “Enttäuschung” über den geplatzten Deal kundtat, setzt sich der amtierende DFB-Sportdirektor Sammer zur Wehr und weist jegliche Schuld von sich. (weiterlesen …)
Diese Übung wurde uns von Marco Paulo Boucinha vom SV Sissach zur Verfügung gestellt.
erstellt für: E-Jugend
Ziel:
- Ballbeherrschung durch Dribbling
- schnelle Richtungswechsel
- schnelles Handeln und Umschalten
- Orientierung
Organisation:
- genügend großes Feld einplanen
- je nach Spieleranzahl Feldgröße variieren
- mindestens so viele Hütchentore wie Spielerpaare auf dem Feld
- 2 große Hütchen und 20 kleine Hütchen
-Fussballtraining.de-Tipp: Hier gibt es günstige Trainingshilfen.
Varianten:
- auch als Intervaltraining geeignet
Ablauf:
Der spieler dribbelt mit dem Ball kreuz und quer durch das Feld.
Immer auf der suche nach einem Hütchentor, durch das er dribbeln kann.
Gleichzeitig hat er immer einen Verteidiger hinter sich der versucht
ihn am Tore schießen zu hindern.
Der Stürmer muss versuchen mit schnellen Richtungswechseln und
schnellen Antritten den Verteidiger fern zu halten.
Der Stürmer ist im Vorteil. Der Ball darf ihm nicht abgenommen werden.
Der Verteidiger muss lediglich versuchen, die Tore zu blockieren,
sodass der Stürmer sich ein anderes Tor suchen muss.
Wegen hoher Intensität muss man mehrere Pausen einbeziehen.
Z.B. 3 min Spiel , 1,5 min Pause.
Immer nach einer Pause die Rollen wechseln.

Download dieser Trainingsübung als A4-Blatt:
22. Januar 2011
Auch bei den Kindern und Jugendlichen steht im Training der Spaß im Vordergrund. Jetzt haben Trainer des DFB bei der SG Kaarst in einer Übungseinheit mit den Kids viel neues gemacht. Im Rahmen der Kindertrainer-Ausbildung im Fußball machte das DFB-Mobil jetzt in Holzbüttgen halt. In der Sporthalle der ISA-Sportarena leiteten die DFB-Trainer Andreas Röchert und Thorsten Aberfeld eine Trainingseinheit für die E-Jugend der SG Kaarst. (weiterlesen …)
19. Januar 2011
Ein Team besteht in der Regel aus sehr unterschiedlichen Menschen. Die Aufgabe des Trainers besteht darin, jeden Einzelnen so zu fördern, dass er für die Mannschaft die beste Leistung bringt. Das ist besonders schwierig bei Spielern, die sich nur schwer in ein Mannschaftsgefüge einordnen können. Beispiele auf höchstem Niveau sind bzw. waren Mario Basler, Stefan Effenberg, Bernd Schuster, Antonio Cassano oder auch Roy Keane.
Die entscheidende Frage, die sich ein Trainer stellen muss, ist, ob ein schwieriger Spieler die Mühe wert ist. Bei einem Ausnahmekönner wie Mario Basler war dies z.B. lange der Fall. Aber ein durchschnittlicher Spieler, der regelmäßig Ärger macht, sollte im Zweifel besser die Mannschaft verlassen. Etwas anderes ist es vielleicht, wenn es sich um Eskapaden handelt, die einen unmittelbaren Grund haben. Wenn ein Spieler z.B. private Probleme hat und deswegen vom Weg abkommt, mag die Bewertung etwas günstiger ausfallen. Langfristig sind die Gründe aber zweitrangig, wenn dadurch der Erfolg des Teams gefährdet wird.
Heutzutage wird schnell von einem „schwierigen“ Spieler gesprochen, wenn jemand eine eigene Meinung hat und diese auch vertritt. Das ist problematisch, denn auf dem Platz sind Spieler gefragt, die sich behaupten können. Höfliche und zurückhaltende Menschen sind in vielen Lebensbereichen im Vorteil, aber auf dem Fußballfeld ist Durchsetzungskraft gefordert.
Klare Regeln und Grenzen sind in einem Team wichtig. Ein Trainer muss konsequent sein, aber er muss auch wissen, wann es besser ist, ein wenig Nachsicht zu üben. Über allem steht immer der Erfolg der Mannschaft. Dabei müssen aber auch langfristige Effekte berücksichtigt werden. Wenn ein Trainer seine Autorität verliert, mag dies kurzfristig nicht unbedingt zu Problemen führen, langfristig wird dies aber negative Folgen haben.
Otto Rehagel hat Mario Basler bei Werder Bremen viele Freiheiten gelassen. Dieser hat es ihm oft mit Leistung gedankt. Das ist ein gefährliches Spiel, denn in einer Mannschaft kommt es dadurch leicht zu Eifersüchteleien. Wenn die Leistung einmal nicht stimmt, wird sofort gefragt, warum ein Spieler vielleicht nicht so hart trainieren muss wie der Rest des Teams. Diese Ungleichbehandlung muss ein Trainer tragen und rechtfertigen können, damit die Hierarchie in der Mannschaft erhalten bleibt.
Auch ein schwieriger Charakter muss in ein Team eingebunden werden. Es mag eine Weile lang funktionieren, einen Solisten in der Mannschaft zu haben. Aber auf Dauer kann dies nicht zum Erfolg führen. Ein Ansatzpunkt kann die Integration in die Gruppe abseits des Platzes sein. Ein Kapitän ist für diese Aufgabe z.B. prädestiniert. In vielen Mannschaften gibt es auch mehr oder weniger lächerliche Rituale, mit denen einen neuer Spieler aufgenommen wird. Michael Ballack musste in Chelsea z.B. in der Kabine alleine ein Lied singen. Das ist peinlich, sorgt aber für Heiterkeit und verbindet.
Die Akzeptanz innerhalb der Mannschaft ist letztlich das entscheidende Kriterium. Auf Dauer ist es nicht möglich, einen Spieler im Team zu haben, der ständig für Unruhe und Schwierigkeiten sorgt. Wenn der Erfolg des Teams in Gefahr gerät, muss ein Trainer reagieren. Harte Sanktionen sind dann oft die einzige Möglichkeit, um dem Spieler und dem restlichen Team ein klares Zeichen zu geben.
17. Januar 2011
Fußballer und trainingsfaul? Das kann es nicht geben! Viele Leute und auch Insider sind der Meinung, dass Fußball-Profis einfach viel zu wenig trainieren. Zwei Mal pro Tag marschieren die meisten Bundesliga-Profis auf den Platz zum gemeinsamen Mannschaftstraining – für viele viel zu wenig. (weiterlesen …)
Diese Übung wurde uns von Marco Paulo Boucinha vom SV Sissach zur Verfügung gestellt.
erstellt für: E-Jugend
Ziel:
- die Schnelligkeit mit dem Ball verbessern
- unter Gegnerdruck konzentrieren
- sofortiges Umschalten
- Reaktion und Antritt mit Ball
Organisation:
- 2 Teams ohne Torhüter
- jeder Spieler hat einen Ball (Trainingsbälle kaufen)
- 2 Minitore (Minitore günstig kaufen)
- 4 gelbe und 4 rote Hütchen (Hütchen im Sparset)
- rechteckiges Spielfeld (Viertel eines 7er-Fußballfeldes)
Ablauf:
Spieler A dribbelt den Ball auf sein gegenübsterstehendes Tor und muss vor der Abschlusslinie auf das Tor schießen. Der Schuss von Spieler A ist zugleich der Start für Spieler B. Sofort muss der Spieler A umschalten und den Spieler B versuchen einzuholen und verhindern, dass Spieler B zum freien Abschluss kommt.
Sofort muss auch der Spieler B den kürzlich gestarteten Spieler A einholen um ihm den Ball abzulaufen.
Der nachlaufende Spieler muss jeweils den Ball des Gegners holen und sich seinem Team anschließen.

Download dieser Trainingsübung als A4-Blatt:
14. Januar 2011
Noch immer ist im Wettskandal im deutschen Fußball kein Ende in Sicht! Denn nach den jüngsten Aussagen hat jetzt der ehemalige Zweitligaspieler Marcel Schuon seine Schuld zugegeben und ausgesagt, mehrere Spiele des VFL Osnabrück manipuliert zu haben. Mit dem aber noch nicht genug – denn er belastet in seiner Zeugenaussage auch noch seinen ehemaligen Mitspieler Thomas Cichon, spielt derzeit in Südafrika, schwer. (weiterlesen …)
13. Januar 2011
Der Blog von Hans-Dieter Schmidt
Um im Fußballsport als Trainer erfolgreich arbeiten zu können,
ist es wichtig, sich gedanklich unabhängig zu machen.
Dies ist nicht so einfach, weil materielle Abhängigkeiten vom
Verein, seinen handelnden Personen, dem Druck der Anhänger,
dem Druck der Medien, den anders gelagerten Interessen von
Spieleragenten und Beratern, sowie den Eigeninteressen der
Spieler dem entgegenstehen.
Um einer neuen Mannschaft einen passenden, taktischen
Maßanzug zu verpassen, bedarf es einiger, planbarer
Komponenten.
1. Spielphilosophie des Vereins und des Trainers in Einklang zu bringen
Blicken wir mal kurz auf Arsenal London und den FC Bayern
München. Beides seriöse und erstklassige Klubs. Mit völlig
unterschiedlichen Trainern und Philosophien. Hier der
Franzose Arsen Wenger, dort der Holländer Louis van Gaal.
Bei Arsenal kreativer Offensivfußball mit Schwerpunkt
druckvollem Kurzpassspiel, unter Risikonahme einer
geschwächten Abwehrarbeit. Manchmal sogar schöner
Fußball, als Selbstzweck ; ohne immer erfolgreich zu sein.
Beim FC Bayern Konzeptfußball, Ballsicherung mit hohen
Prozentzahlen für Statistiker. Ohne dieser Kreativität, die man
dem holländischen Fußball so gern nachsagt, allerdings
ausgesprochen erfolgsorientiert. Das Ergebnis rechtfertigt Vieles.
2. Nicht jeder Trainer oder Spieler passt zu jedem Verein
Der VfL Bochum oder der TSV 1860 München suchen andere
Trainer und Spieler wie Bayer Leverkusen oder der FC
Bayern. Kampf wird geschätzt und nicht immer Filigranarbeit.
Das hat auch etwas mit speziellen Regionen zu tun und ihrer
Historie . Die Vereine des “ Ruhrpotts “ und der
Arbeiterverein aus München sind eben nicht mit der Werkself
oder dem Weltklub von der Säbener Strasse zu vergleichen.
Trainer und Spieler können bei einem Verein die Stars sein und
versagen unter anderen Bedingungen vollständig.
Auch ist es eine Tatsache, dass oftmals erstklassige Trainer oder
Spieler gerade überraschend scheitern, wenn sie den Sprung zu
einem ausländischen Klub wagen. Eine neue Kultur, fehlende
Sprachkenntnisse und eine entsprechende Eingewöhnungszeit
lassen die Leistungsfähigkeit manchmal um 30% sinken; genug,
um nicht an die 100% Hoffnungen der Vertragspartner zu kommen.
3. Meine Philosophie:
In den letzten Jahren wurde den Fußballanhängern suggeriert,
dass der Fußball mit 3 Spitzen das Nonplusultra der Offensive
sei. Ein Trainer, der mit 2 Spitzen oder sogar nur einer Spitze
agieren ließ, stand oft unberechtigt in der Kritik. Entscheidend
meiner Ansicht nach ist es nicht, mit wie viel vermeintlichen
Spitzen eine Mannschaft spielt, sondern wie ein Team als
kompakte Einheit mit Kreativität und individueller Klasse auftritt.
1. Im 1+4+2+3+1 System:
1. Torwart – Stabilisator und Libero -
2. Innenverteidiger – Groß, schnell, beweglich und
gewandt, Kopf-und zweikampfstark
ohne Foul zu spielen, gute
Spieleröffnung und gefährlich bei
eigenen Standards, taktische Führung -
3. Außenverteidiger – Meist kleinere Spieler, schnell und
ausdauernd, sehr gute Technik,
sauberes Passspiel, Einschalten in den
Angriff mit Dribblings und
torgefährlichen Flanken, bei
Ballbesitz der eigenen Mannschaft
Einrücken in die 2er Defensive, um
im Mittelfeld Überzahl zu schaffen,
taktisches Verschieben in der Kette,
Kombinationsspieler.
4. Zentrale Mittelfeldspieler: Der defensive Part könnte von
einem Vario gespielt werden ( vielseitig,lauf- und
zweikampfstark ), Ablaufen, keine Fouls, kopfballstark,
taktischer Leader, torgefährlich bei eigenen Standards, großer Spieler.
Der offensive Part würde vom ersten Spielmacher ausgefüllt
werden. Spielstark, beweglich und gewandt, sicheres
Passspiel, verdeckte Pässe in die Spitze, Einrücken in die
Räume zur Unterstützung der Offensive, Freistöße und
Eckbälle, Zustellen der Räume
5. Dreierreihe hinter der Spitze:
Halb – rechts ( nicht Außen ): Schnell, kann Räume aufreißen,
Dribbelstark, Flanken, torgefährlich, laufstark, läuft
Ballbesitzer an, kombinationssicher, defensiv abdeckend
6. halb-links: genau wie halb-rechts
7. Zentraler Spielmacher wie Spielmacher auf der zentralen
Mittelfeldposition.
8. Spitze:
groß, schnell, kopfballstark, beweglich, kann den Ball
halten, kommt aus dem Rücken des Abwehrspielers,
schafft Räume für die nachstoßenden
Mittelfeldspieler, lauert auf Quer-und Rückpässe, legt auf.
| Fussballtraining.de-Tipp:Praktische und moderne Trainingsgestaltung mit Kartotheken. |
Eingebettet in ein funktionierendes Team soll sich ein jeder
Spieler, nach Erfüllung seiner mannschaftstaktischen Vorgaben,
individuell kreativ zu einer Spielerpersönlichkeit entwickeln.
Die Erkenntnis aus den letzten Weltmeisterschaften war in erster
Linie, dass 2006 Italien und Frankreich mit einer Spitze
erfolgreich waren und 2010 die deutsche Mannschaft meist
ähnlich auftrat.
Im 1+4+1+3+2 System spielen die äußeren Mittelfeldspieler am
jeweiligen Flügel.
In beiden Systemen wird in einem bestimmten Raum
ergebnisorientiert agiert und ballorientiert verschoben, gepresst,
Zweikämpfe gewonnen und mit schnellem Tempofußball in die
Spitze gespielt und nachgerückt. Dies geschieht ohne Foulspiel,
um dem Gegner keine Pausen oder Standardsituationen zu
gestatten. Besonders dann, wenn die eigene Elf im Rückstand
ist. Ist man in Führung, kann durch ballsicheres
Kombinationsspiel die Grundlage für ein erfolgreiches Spiel
gelegt werden.
Ich würde mich freuen, wenn sie einen Kommentar schreiben.
Hans – Dieter Schmidt
