31. März 2011
Bayern Training: 30.03.2011, Säbener Straße
- Gruppen-Training -
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Hintergrund:
Die Nationalspieler kehrten nach ihren Länderspielen zum restlichen Mannschaftskader zurück. In der vergangenen Woche fand aufgrund der Länderspielwoche nur ein erweitertes Amateurtraining im Kreise der 2. Mannschaft des FC Bayern statt. Am Mittwoch waren alle Nationalspieler wieder an Bord. Das nächste Spiel der Bayern ist am Samstag dem 2.April 2011 zu Hause gegen Borussia Mönchengladbach. Hauptbestandteil des Trainings war eine Spiel 6 gegen 6, wobei grob die Offensivabteilung gegen die Defensive antrat.
Folgende Bayern-Spieler nahmen an der Spielform teil:
Team A: Butt, Badstuber, Gustavo, Robben, Ribery und Klose
Team B: Sattelmeier, Breno, Lahm, Contento, Ottl und Kroos
Die Offensive um Ribery und Robben entschied das Trainingsspiel 6:4 für sich. Im Vorfeld wurde ein kurzes Aufwärmtraining absolviert, dem eine intensive Sprinteinheit folgte. Einen Auszug des Sprint- und Kräftigungstrainings findet Ihr unten.
Anmerkungen:
Schweinsteiger, Müller, Altintop und Gomez liefen im Ausdauerschritt nur Runden. Van Buyten befand sich zwar auf dem Gelände, absolvierte aber kein Training.
Impressionen vom Bayern-Training:
Sprinttraining mit einfließenden Kräftigungs- und Dehnungsübungen
Übung 1 – geradliniger Hütchensprint
Der Spieler läuft auf das erste Hüttchen langsam zu, um an diesem explosionsartig zur letzten Markierung zu sprinten. Zwischen dem ersten und letzten Hütchen liegen in etwa 10 – 15 Meter. Nach dem Sprint joggt der Spieler im lockeren Tempo zur Ausgangsposition zurück. Mehrere Wiederholungen wurden absolviert. Im Besonderen wird dadurch die Schnellkraft trainiert. Das plötzliche Umschalten vom lockeren Laufen zum maximalen Sprint ist typisch für die Bewegungsabläufe im Fußball. Der Spieler sollte darauf achten, dass der Wechsel von langsam auf schnell explosionsartig umgesetzt wird. Auch müssen die Markierungen exakt eingehalten werden – viele Spieler laufen nicht bis zum Ende voll durch oder auch zu weit. Eine Abwandlung der Sprintübung stellt der Überkreuz-Schritt zur ersten Markierung dar. Hier fließt mit der Koordination eine zusätzliche Komponente mit ein. Die Schwierigkeit besteht darin, aus einem sauberen Überkreuzen reibungslos in den geraden Sprint zu starten. Andere Koordinationsübungen können den Schwierigkeitsgrad weiter erhöhen. Die Übung ist sehr spielnah, weil viele Sprints im Spiel aus dem geraden Lauf heraus erfolgen. Noch effektiver wird die Übung, wenn Spieler beim abrupten Tempowechsel auf akustische oder optische Signale des Trainers reagieren müssen, die unvorbereitet kommen. In der dargestellten Ausgangsübung wissen die Spieler angesichts der sichtbaren Markierung, wann der Sprint beginnt und können sich entsprechend darauf einstellen.
Übung 2 – Hütchensprint plus Slalomlauf
Der Spieler startet am ersten Hütchen und läuft mit hohem Tempo auf die Stangen zu. Mit dem Passieren des letzten Hütchens beschleunigt er noch mal und läuft im maximalen Tempo durch die Stangen. Wichtig ist hierbei, dass die Spieler das hohe Ausgangstempo beim Slalom noch mal steigern können. Auch diese Form des Sprinttrainings lehnt an die spezifische Laufwege im Spiel an. Aus einem geradlinigen Lauf kann kurzzeitig aufgrund einer wechselnden Spielsituation ein Slalomlauf entstehen. Auch bei dieser Übung sollten die Spieler auf eine exakte Ausführung achten. Die Stangen sollten mit einem möglichst geringen Abstand passiert werden. Der Lauf durch die Stangen stimuliert vor allem die seitliche Beinmuskulatur, die besonders bei Umkehr- oder Ausweichbewegungen im Spiel gefragt ist. Auch diese Übung wurde mehrmals wiederholt. Eine Steigerung in Sachen Komplexität könnten „lebende“ Stangen in Form von Spielern und Trainern darstellen, die während der Übung in einem abgesteckten Feld ihre Position ändern und ständig in Bewegung sind. Diese Bewegungen muss der Spieler in seinem Sprint zusätzlich berücksichtigen und entsprechend reagieren.
Übung 3 – Kräftigungsübungen
Zwischen den Sprintübungen absolvierten die Spieler einzelne Dehnungs- und Kräftigungssequenzen. Eine interessante Form war die „Eiskunstläufer-Figur“. Diese verlangt neben einer guten Ausprägung der hinteren Oberschenkelmuskulatur und der gesamten Rückenmuskulatur eine bestimmte Beweglichkeit und Koordination. Insbesondere das Gleichgewicht wird dadurch geschult. Wichtig ist es, diese Übung exakt und in Ruhe auszuführen. Der Spieler steckt je einen Arm und ein Bein aus und verharrt kurz in dieser Position. Dann macht er einen Schritt und wiederholt das ganze spiegelverkehrt. Der andere Arm bleibt dabei am Körper. Die Beine sollten einen rechten Winkel bilden. Bein, Körper und Arm müssen auf einer horizontalen Achse liegen. Auch diese Übungen wurden in verschiedenen Varianten abgehalten. So machten die Spieler beispielsweise auch Ausfallschritte nach links und rechts oder spreizten in aufrechter Körperstellung abwechselnd ein Bein nach vorne. Der Trainingseffekt dieser Übung, bei der Kraft und Koordination im Vordergrund steht, ist von der Güte der Ausführung abhängig. Auch wenn es Fußballern aufgrund der verkürzten Muskulatur mitunter sehr schwer fällt, sollte auf gerade Körperachsen geachtet werden. Die Kräftigungsübungen wurden auf der gesamten Länge des Hütchen-Parcours absolviert.
Großveranstaltungen wie Bundesliga-Topspiele unterliegen immer einem gewissen Risiko – dessen sind sich die Einsatzleitungen von Polizei und Sicherheitsdiensten durchaus bewusst. Nun wurde bekannt, dass das BKA schon am 29. März in Köln einen 25jährigen festgenommen hat, der im Verdacht steht, Sprengstoffanschläge unter anderem auf das Dortmunder Stadion geplant zu haben. Er informierte die Behörden per Mail über mögliche Anschläge, und in seiner Wohnung und nahe des Stadions wurden anschließend offenbar Sprengsätze sichergestellt. (weiterlesen …)
30. März 2011
Christoph Daum, der eben erst sein Amt bei der Eintracht Frankfurt angetreten hat, geht nun extreme Schritte, um den abstiegsgefährdeten Club aus dem gefährlichen unteren Teil der Tabelle wegzubewegen: die gestrige Trainingseinheit beendete der zurückgekehrte Coach erst nach satten 130 Minuten. Eine Zeit, die von vielen als utopisch empfunden wird, doch Daum ist sich seiner Sache sicher. (weiterlesen …)
Wenn eine Mannschaft viele Spiele gewinnt, dann wird ihr meist eine tolle Taktik beschieden. Bei Niederlagenserien wird hingegen schnell der Einsatzwille in Frage gestellt. Das ist in der Bundesliga nicht anders als in einem unterklassigen Verein. Doch ganz so einfach ist es natürlich nicht.
Die Grenzen der Taktik
Der Begriff Taktik kann unterschiedliche Bedeutungen haben. Er kann sich auf das Verhalten eines einzigen Spielers oder auf das Verhalten der ganzen Mannschaft beziehen. Die Umsetzung einer Taktik ist abhängig von vielen Faktoren. Dazu gehört sicher auch die innere Bereitschaft der Beteiligten, also der Wille. Doch auch Disziplin und Teamgeist sind wichtig. Entscheidend ist aber, dass im Training die Taktik einstudiert worden ist. Erst wenn Automatismen vorhanden sind, funktioniert eine Taktik auch bei widrigen Bedingungen.
Nicht unterschätzt werden darf auch der Einfluss des Gegners. Ein Kreisliga-Team, das gegen einen Bundesligisten antritt, wird mit einer Offensivtaktik scheitern. Der Trainer muss eine Taktik wählen, die umsetzbar ist. Andernfalls hilft auch die größte Einsatzbereitschaft nicht weiter.
Die Grenzen des Willens
Die spielerische und athletische Qualität eines Kaders kann durch eine Willensleistung ausgereizt, aber nicht überschritten werden. Die Aufgabe des Trainers ist es, die Spieler und das gesamte Team an seine Leistungsgrenzen zu bringen. Die Aktivierung des Willens ist vor allem eine psychologische Aufgabe, aber auch der körperliche Aspekt darf nicht übersehen werden. Nur ein fitter Spieler kann sein eigenes Limit erreichen.
Es gibt Trainer, die glauben, dass sie Spiele alleine durch Willenskraft gewinnen können. Sicher kann kurzfristig die eine oder Schwäche auf diese Weise überwunden werden. Langfristig reicht es aber nicht aus, nur an den Willen zu appellieren. Große Mannschaften zeichnen sich auch dadurch aus, dass sie mit gedrosseltem Einsatzwillen ein Spiel durch Taktik und Disziplin gewinnen können.
Wenn ein Spieler will, aber nicht kann
Die Psyche eines Menschen ist komplex. Es zeigt sich häufig, dass der reine Wille nicht ausreicht, um eine gute Leistung zu bringen. Gerade in negativen Phasen passiert es, dass Spieler blockieren und viel schlechter spielen als üblich. Dann liegt es am Trainer, dieses Problem zu lösen. Meist ist zusätzlicher Druck nicht hilfreich, denn zu großer Druck ist oft der Grund, warum ein Spieler keine Leistung bringt. Es gibt aber auch Spieler, die nur dann Leistung bringen, wenn sie massiven Druck spüren.
Viele Trainer stellen in schlechten Phasen den Charakter einzelner Spieler in Frage. Das ist ein gefährliches Spiel, durch welches das Team auseinanderbrechen kann. Wenn erst einmal Sündenböcke ausgemacht werden, ist das oft der Anfang vom Ende. Ein Trainer sollte immer nach dem Grundsatz handeln, dass alle Spieler Teil des Teams sind und Respekt verdienen. Wenn ein Spieler tatsächlich nicht mehr in das Kollektiv passt, sollte er entlassen werden. Interne Spielereien sind hingegen kontraproduktiv.
Tolle Taktik und trotzdem kein Erfolg
Eine Taktik, die am Reißbrett wunderbar funktioniert, muss auf dem Spielfeld umgesetzt werden. Dazu ist die Bereitschaft der Spieler erforderlich. Der Trainer muss als Anführer des Teams mitreißen und überzeugen können. Wenn eine Mannschaft ein taktisches Konzept ablehnt, ist es kaum möglich, damit erfolgreich zu sein.
29. März 2011
St. Pauli-Trainer Stanislavski greift durch: nachdem sich nun auch noch Fabian Boll einen Bänderanriss im Training zugezogen hat, ist die aktuelle Personalsituation desaströs. Die Abwehr ist inzwischen nahezu komplett gefallen – Stanislavski will nun in der Mannschaft das leidige Thema Schienbeinschoner aufgreifen, nachdem mehrere Verletzungen damit möglicherweise vermieden worden wären. (weiterlesen …)
28. März 2011
Trainer Bruno Labbadia setzt ein Grundlagentraining an, um den krisengebeutelten VfB Stuttgart wieder auf Kurs Richtung Klassenerhalt zu bringen. In der vergangenen Woche setzte er auf ein umfassendes Powertraining und verpackte seine VfB-Profis kurzerhand in Gewichtswesten. (weiterlesen …)
24. März 2011
Vorgestern wurde die Sensation des derzeitigen Trainer-Roulettes in der Bundesliga perfekt: der arbeitslose Coach Christoph Daum trat seinen Dienst bei Eintracht Frankfurt an, nachdem der Vorstand um Heribert Bruchhagen tags zuvor völlig unerwartet Michael Skibbe gefeuert hat. Dass damit zu rechnen war, ist wohl unbestritten – für Eintracht Frankfurt geht es momentan nur noch um den Klassenerhalte. Doch Daum hat offenbar ehrgeizigere Ziele. (weiterlesen …)
23. März 2011
Die Bundesliga ist bereits seit Hinrundenbeginn in dieser Saison nur noch schwer zu verstehen: frühere Meister, die um Klassenerhalt kämpfen, geschasste Trainer, hitzige Wortgefechte – der Sport rückt bisweilen ein wenig in den Hintergrund. Nachdem sich Schalke von Magath getrennt und stattdessen Rangnick ins Boot geholt hat, während Magath die schwer angeschlagenen Wölfe wieder fit machen soll, fliegen die Fetzen. (weiterlesen …)
Ein Fußballplatz muss nach den FIFA-Regeln eine Breite zwischen 45 und 90 Metern und eine Länge von 90 bis 120 Metern haben. Das führt in der Praxis dazu, dass Fußballplätze sehr unterschiedliche Dimensionen haben. Zwar sind Extreme selten, aber es gibt durchaus Plätze, die nur 90 Meter lang oder gerade einmal 60 Meter breit sind. Ein Trainer kann die Größe des Platzes in seine Taktik einbeziehen und damit seinem Team einen Vorteil geben.
Es gibt Vereine, die Plätze in unterschiedlichen Größen zur Verfügung haben. Dieser Umstand kann sollte genutzt werden. Im Folgenden finden Sie einige grundsätzliche Überlegungen:
Breiter und langer Platz
Ein großer Platz kommt Mannschaften zugute, die eine hohe Spielkultur haben. Ein schnelles Passspiel zwingt den Gegner zu einem hohen Laufpensum. Die Spieler sollten die ganze Breite des Platzes nutzen. Der Abwehr kommt eine wichtige Bedeutung im Offensivspiel zu, da sie das eigentliche Spielfeld durch schnelles Aufrücken klein halten muss. Ansonsten kann der Gegner bei einer Balleroberung den Raum für einen Gegenangriff nutzen.
Unterlegene Mannschaften haben es auf einem großen Platz besonders schwer. Sie müssen versuchen, die Laufarbeit gering zu halten. Das geht nur, indem der Gegner spät angegriffen wird. Das ist aber gefährlich, da es eigentlich bei der Abwehrarbeit darum geht, den Gegner weit weg vom Tor zu halten. Deswegen ist es wichtig, immer wieder Konter zu setzen und den eigenen Erfolg zu suchen.
Breiter und kurzer Platz
Auf einem solchen Platz ist das Spiel über die Außenposition der beste Weg zum Erfolg. Kopfballstarke Stürmer und Mittelfeldspieler sollten bei jeder Flanke den Weg in den Strafraum suchen.
Ein unterlegenes Team muss sich geschickt verschieben, um die gerade bespielte Seite abzudecken. Je weniger Flanken zugelassen werden, desto größer ist die Chance auf ein gutes Ergebnis. Der Weg zum gegnerischen Tor ist nicht weit, so dass ein schneller Konter mit wenigen Stationen Erfolg bringen kann.
Schmaler und langer Platz
Eine geringe Breite begünstigt ein verteidigendes Team, das sich in die eigene Hälfte zurückzieht. Der Weg zum gegnerischen Tor ist weit, so dass Konter schwierig sind. Deswegen ist es sinnvoller, einen konsequenten Spielaufbau zu forcieren. Das Spiel über die Außenpositionen ist zwar nicht optimal, aber es ist notwendig, um die ganze Breite zu nutzen. In der Mitte gibt es in der Regel wenige Lücken. Durch schnelles Umschalten kann die Länge des Platzes besonders gut genutzt werden.
Schmaler und kurzer Platz
Ein solches Spielfeld begünstigt technisch starke Akteure. Schnelle Spieler können ihre Stärken kaum ausspielen, da der Raum sehr eng ist. Gegen einen starken Gegner ist ein kleiner Platz ein großer Vorteil, da die Wege sehr kurz sind. Wenn sich das Team zwischen Strafraum und Mittellinie aufbaut, hat auch eine deutlich stärkere Mannschaft große Probleme, einen sinnvollen Spielaufbau zu vollziehen. Auf der anderen Seite ist der Weg zum gegnerischen Tor nicht weit. Ein Stürmer, der stets auf Höhe des letzten Mannes lauert, kann durch einen einzigen Pass zu einer hervorragenden Chance kommen.
Gegen einen schwächeren Gegner ist konsequentes Forechecking ein probates Mittel. Dadurch kann der Ball in günstiger Position erobert werden. Die Angreifer können zudem die kurzfristige Unordnung bei einem erzwungenen Ballverlust ausnutzen. Oft ist in solchen Spielen Geduld gefragt, denn die Rahmenbedingungen kommen dem Gegner zugute.
Eine Idee für Mutige:
Es gibt keinen Grund, einen Platz ganz auszunutzen. Durch die Markierungslinien ist es möglich, das Spielfeld schmaler zu machen. Wenn bewegliche Tore vorhanden sind, ist auch eine Verkürzung problemlos möglich. Auf diese Weise wird die Platzgröße zu einem wertvollen taktischen Mittel.
22. März 2011
Dass sich beim VfL Wolfsburg mit der spektakulären Verpflichtung von Meistercoach Felix Magath wieder einiges im Training ändern würde, war Beobachtern sofort klar. Denn schließlich wird der vom FC Schalke 04 zurück nach Wolfsburg gewechselte Fußballlehrer nicht umsonst stets mit Medizinbällen in Verbindung gebracht. Magath ist bekannt für sein hartes Grundlagentraining und genau an den Grundlagen scheint es auch beim Deutschen Meister von 2009 zu fehlen. (weiterlesen …)