Ein Hindernis namens Baumann

Gegen Hoffenheim macht Hamburg über weite Strecken das Spiel und kommt in Halbzeit zwei zu mehreren Chancen, verzweifelt aber an Gästetorwart Baumann. Unter dem Strich ist der Auswärtspunkt für die noch ungeschlagenen Badener dennoch verdient.

Beide Trainer schickten ihre Tams jeweils im 4-2-3-1 auf den Rasen, etwas überraschend bot HSV-Trainer Zinnbauer van der Vaart auf der Zehn auf, er sollte Stürmer Lasogga bedienen. Auf der Gegenseite stürmte Modeste für Szalai und wurde für die Hamburger schnell zu einer Bedrohung. Denn so offen das Spiel begann, vor allem schien der HSV am Drücker, so naiv war das Abwehrverhalten bei einem Konter zum 0:1. Modeste wurde von Schwegler geschickt, tunnelte den herauseilenden Drobny und schon stand waren die Gäste in Front gegangen. Nur zwei Minuten später das gleiche Bild: Modeste allein vor Drobny, doch dieses Mal verließ den Hoffenheimer der Mut, er vertändelte, statt einen klaren Abschluss zu suchen. Wiederum nur vier Minuten später war es erneut der Hamburger Torhüter, der das 0:2 verhinderte, als er einen Kopfball von Süle parierte. Es war vor allem diese Phase, die zeigte, dass die Defensive der Hausherren noch lange nicht sattelfest ist.

Es waren jene ersten 30 Minuten, in denen sich die Gäste den Punkt beim HSV verdienten – denn anschließend sollte von Hoffenheim wenig kommen. Die TSG zog sich auf einmal zurück und ließ den HSV kommen, der die Räume dankbar annahm und schon nach 34 Minuten zum Ausgleich kam. Lasogga vollendete einen gelungenen Spielzug mit einem Tor – nicht unverdient aufgrund der Spielanteile, auch wenn Hoffenheim bis dahin die besseren Chancen hatte. Der HSV kam nun besser ins Spiel und setzte die Gäste unter Druck, kurz vor der Pause vergab Westermann die Möglichkeit zur Führung. Dass das Spiel aber immer offen blieb, zeigte sich in der Nachspielzeit, als Hoffenheim fast wieder in Führung gegangen wäre, Elyounussi allerdings den Ball nicht im Tor des HSV unterbringen konnte.

Ein wichtiger Zähler für Hamburg

Auch in den zweiten 45 Minuten blieb die Partie offen, es war ein attraktives Fußballspiel. Firminho traf nach 54 Minuten den Pfosten des Hamburger Tors, was wiederum die Gastgeber wachrüttelte. Hoffenheims Taktik, über den schnellen Modeste für Entlastung zu sorgen, war das bereits Geschichte, weil der Stürmer seinem Konkurrenten Szalai gewichen war. Der allerdings fand keine Bindung zum Spiel, auch, wenn die Gäste versuchten, den Ungarn in Szene zu setzen. Zwischen der 64. und der 80. Minute nahm der HSV das Heft des Handelns dann fest in die Hand und suchte die Entscheidung. Dreimal Lasogga und einmal Stieber hatten das 2:1 auf dem Fuß, doch scheiterten sie am überragenden Baumann oder am letzten Quäntchen Präzision. Allerdings hatte Lasogga mit einem Lattenschuss auch Pech.

Gegen Ende hin besannen sich die Hoffenheimer dann wieder mehr auf die Offensive, mit etwas Glück hätte die TSG sechs Minuten vor dem Ende alle drei Zähler mitnehmen können, was wohl nicht gänzlich verdient gewesen wäre. Die TSG kann sich vor allem bei Baumann bedanken, der HSV wiederum sollte den Zähler als wichtigen Punkt im Abstiegskampf verbuchen.

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