Medizinbälle in der Praxis

Beim Fußballtraining geht´s heiß her, da werfen auch keine unförmigen und wuchtigen Medizinbälle die Elf aus der Bahn. Die effektivste Vorbereitung für das hochgradig konzentrierte Spiel ist gleichzeitig die einfachste: Beherrschung der Spielregeln, ausdauerndes Training und Teamgeist. Für die hohe Anerkennung des Publikums gilt anschließend nur noch eins: Gewinnen!

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Talente zur Schau: Medizinballtraining der Fußballelf

In der Schule von jedermann gehasst, erhöhen Medizinbälle beim professionellen Fußballtraining die Frustrationstoleranz, beugen auch einseitigen Belastungsschäden vor und der psychologische Effekt des überdimensionierten Spielballes hat Methode. Mit Blick auf all diese Kriterien gehen Profisportler dem Nachwuchs vorbildlich voran, somit haben sich die Medizinbälle auch im Leistungssport einen fast unverrückbaren Stellenwert erkämpft.

Spiel, Schuss und Sieg: Warum Medizinballtraining im Aufwärmprogramm riskant ist

Muskel- und Sehnenrisse sollten durch unvorsichtiges Agieren mit schweren Sportgeräten vermieden werden. Erst wenn der ganze Körper mit leichtem Jogging und öden Gymnastikübungen langsam auf Temperatur gebracht wurde, kann der Medizinball die Funktion übernehmen, die gesunde, wenn auch leicht vernachlässigte Muskulatur zu stärken. Vorher wäre die Gefahr, durch einen zu großen, schnellen Rückkoppelungseffekt der körperlichen Maschinerie Schaden zu nehmen, zu hoch. Fußballspieler können weder gebrochene Hände noch ein gerissenes Kreuzband gebrauchen.

Mentale Konzentration: Was die Medizinbälle so anziehend macht

Die einst radiale Form des schwerfälligen Medizinballes erinnert durch seine feste Verarbeitung vertrauensvoll an unseren Ursprung und unsere Heimat. Wie die Erde ist der Medizinball nicht mit Luft, sondern mit Sand gefüllt und ergo von nicht unwesentlichem Gewicht. Er ruft bildliche Darstellungen von Atlas, Chronos oder Titan hervor. Mit Füßen auf dem Boden hebt dieser Gott das unsagbare Gewicht der Welt kraftvoll und siegesbewusst wie einen Pokal hoch empor in die Lüfte. Der robuste Medizinball aus festem Leder unterstützt dabei die Suggestion, dass bei dieser Zielvorstellung gar nichts schiefgehen kann.

Hochstimmung im Team: Medizinbälle als Wunderpille

Im Eifer des Gefechts wissen die Rowdys auf dem Fußballfeld manchmal gar nicht mehr, wo sie eigentlich sind, und welchen wahnwitzigen Kräften sie beim Fußball ausgesetzt sind und durch ihre Schüsse verursachen. Der Torwart trägt Handschuh und Füße und Beine sind hinreichend trainiert. Fürs Halten und Sprinten ist also gesorgt. Doch wo ist die Abwehr? Zum ganzheitlichen Körpertraining gehören auch die Hände. Es wäre jedoch unklug, mit Rücksicht auf die weniger trainierten Spieler beim Training die Schusskraft zu reduzieren, um deren Hände-, Arm- und Rückenmuskulatur zu stärken. Um der Verletzungsgefahr vorzubeugen, wird daher für das Training dieser leicht vernachlässigten Körperregionen die etwas langsamere und sanftere Methode mit dem Medizinball gewählt. Sein massives Gewicht unterstützt dabei den schnellen Muskelaufbau.

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Damit wirklich nichts schiefgeht: Rückentraining mit Medizinbällen

Auch wenn sie scheinbar oft nur auf dem Spielfeld rumstehen, müssen Fußballer jedoch immer für einen kurzen oder langen Sprint gewappnet sein. Die hohe Lauftätigkeit erfolgt meist leicht nach vorn geneigt, und somit kann es beim Leistungssport zu einseitigen Belastungen kommen. Ausgleichend wird dann der Medizinball in aufrechter Haltung oft kilometerweise am ausgestreckten Arm getragen, und zwar so, dass die hintere Rückenmuskulatur gestärkt wird.

Quäl dich: Noch mehr Rückentraining mit Medizinbällen

Also in die Knie gebeugt mit geradem Rücken und Medizinball in vorgenannter Position am ausgestreckten Arm. Und wieder hoch. Und wieder runter. Und wieder hoch … . Danach noch hundert „rush and twist“, sitzend, mit nach hinten geneigtem Oberkörper und vom Boden abgehobenen Füßen. Der Ball wird immer von links nach rechts und wieder zurück gehoben, ohne dabei abzusetzen. Die Arme dürfen ausnahmsweise auch etwas angewinkelt sein.

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Tempo jetzt: Konditionstraining mit noch mehr Medizinbällen

Aufstellen im Kreis. Jeder legt seinen Medizinball stets dem Nachbarn schnell aber vorsichtig vor die Füße. Aber nicht einfach bücken, sondern für das aufrechte Hochheben des Balles die Knie beugen. Um sich zu qualifizieren wird hart trainiert. Auch die hintere untere und seitliche Rückenmuskulatur, wenn die Kraft von Oberschenkel und Po, beim Hinlegen und nicht aus dem Rücken kommt. Achtung! Der Langsamste verliert. Es darf nicht zum Stau der vielen Medizinbälle kommen.

Blitzschnelle Reaktion: Erste Hilfe beim Medizinballstau

Jetzt wird schnell in die Runde geschaut. Wer hat sich bei dem rasanten Tempo schon freigeschaufelt und verfügt über freie Kapazitäten? Wie auf dem Spielfeld wird die Position jedes Spielers im Auge behalten. Anspiel! Der Ball wird dann zu diesem Spieler rüber geworfen. Reaktionsfähigkeit, Vorsicht und Teamgeist bestimmen dieses Training. Jeder ist für den anderen da und hilft ihm aus der Klemme. Dennoch steht der gleichmäßige kreisrunde Fluss der Bälle im Vordergrund.

Pause, Blutzirkulation und Kreistraining: Einmal kurz sortieren

Wenn alles aus dem Ruder läuft und die Nützlichkeit assoziierter Begrifflichkeiten durcheinandergerät, ist im Zusammenhang mit dem Medizinball häufig nicht nur von Dribbeln, sondern auch von Zirkeltraining die Rede. Zirkeltraining jedoch bezeichnet verschiedene zeitlich begrenzte Trainingseinheiten mit oder an mehreren unterschiedlichen Sportgeräten, und kann auch alleine durchgeführt werden. Der Medizinball kann dabei auch ein Element des gesamten Trainingskreislaufes sein. Der Fokus richtet sich jedoch auf die vorformulierte Ansprache der unterschiedlichen Muskelgruppen vom Kopf bis zu den Zehen. Zirkeltraining beim Schulsport beeindruckt eher durch die Vielfalt der Sportgeräte. Doch auch im Fitnesscenter wird das individuell auf die Problemzonen ausgerichtete Zirkeltraining an den unterschiedlichen Fitnessgeräten angeboten.

Besinnung auf das Wesentliche: Medizinbälle haben eigene Spielregeln

Nahezu unbedacht dürfte das Faktum sein, dass durch das Training mit dem Medizinball keine Verwechslungsgefahr zum richtigen Spiel auf dem Fußballfeld entsteht, bei dem nur die Hand des Torwartes den Ball berühren darf. Für jeden ist es schwierig, einen erst mal eingeübten Reflex zu unterdrücken. Damit beim Siegeszug den Spielern keine unnötigen Konzentrationskapazitäten abgefordert werden, wird das Training der beim Fußballspiel vernachlässigten Hände, Arme, Rücken- und Brustmuskeln mit dem optisch eindeutig differenzierbaren Medizinball bevorzugt.

Anpfiff: Medizinbälle im Staffeltraining

Es wird als klares Foul gewertet, wenn nicht die Staffel, sondern die Medizinbälle genutzt werden. Als deutlich sichtbares Utensil haben Medizinbälle beim Staffeltraining nur die Funktion, den Zielpunkt deutlich hervorzuheben.

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Schnelligkeit ist das Privileg der Jugend: Wellnesstraining mit Medizinbällen

Damit die Spieler richtig aufdrehen können, wenn´s drauf ankommt, ist das regelmäßige Sprinten mit dem Medizinball eine noch härtere Trainingsherausforderung. In Zweiergruppen längsseits mit wehenden Haaren über das sonnige Spielfeld gejagt kann der Ball immer wieder im schnellen Takt dem anderen zugeworfen werden. Die Überlegung, dass man ihn nicht fangen könnte, wird dabei gar nicht erst aufgestellt. Den Optimisten gehört die Welt, und die Arme werden so trainiert, dass jede Konkurrenz vor Neid erblassen wird.

Austausch: Was Medizinbälle auf der Bank verloren haben

Ein solcher Gefühlswandel macht klar, dass unterschiedliche Trainer auch unterschiedliche Trainingsmethoden favorisieren. „Sit-ups“ an der umgedrehten Bank mit Oberkörpergewichtsbelastung durch Medizinbälle gehören bei einigen Trainern genauso zum festen Programm wie etwa das mit auf der Bank aufliegenden Beinen in der Liegestützposition vollzogene „um den Ball rumlaufen“ mit den Händen. Als Legitimation für derartige Qualen wird dann gerne die Beweglichkeit am Oberkörper angeführt.

Indoor-Krafttraining: Wie Medizinbälle sich dekorativ an der Wand machen

Verwurzelt ist der Ursprung von Medizinbällen in einer Zeit, in der Fitnesscenter noch nicht an jeder Straßenecke gesät waren. Meist bekannt aus dem Schulsport jüngerer Jahre, haben Medizinbälle Tradition und erinnern an die Glanzzeit unseres Lebens, in der wir noch jung und kraftvoll waren und Türen aus den Angeln hoben. Deshalb wird auch noch häufig das als etwas stupide empfundene Werfen der Medizinbälle gegen die Wand und das anschließende Auffangen beim Training in der Sporthalle durchgeführt. Im aufgewärmten Körperzustand kräftigt dieses Training Rückenmuskulatur und Arme.

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Gab´s Verletzte? Gefahren beim Medizinballtraining

Muskel- oder Bänderriss wurde durch ausreichendes Aufwärmtraining bereits ausgeschlossen. Natürlich ist es extrem unschön, einen so riesigen Medizinball an den Kopf geschmissen zu bekommen. Als geringfügig schmerzfreier dürfte sich dieses Szenario in der Bauchgegend gestalten, jedenfalls mildert die Größe des Medizinballes die unbeschreibliche Wucht, die mit einem kleineren Ball erzielt werden könnte. Das Faszinosum verstauchter Handgelenke vollzieht sich jedoch beim Fußballtraining, insbesondere mit Medizinbällen, doch noch recht häufig. Wie so oft wird dann die Wurfkraft unterschätzt und beim schnellen Auffangen werden dann nicht, wie eigentlich vorgesehen, die gespreizten Arme geschlossen, sondern der Ball wird mit den Fingerspitzen oder den Handflächen gefangen und klappt so die Gelenke nach hinten.

Sanitäter! Zeitreise mit Medizinbällen

Einst hatten die schnell transportierbaren multifunktionalen Medizinbälle auch die Funktion, als Erste Hilfe verletzten Fußgelenken durch Hochlagern die Belastung zu nehmen. Vermutlich haben sie auch deshalb ihren Namen, und nicht, weil sie den Arztpraxen Patienten vermitteln sollten. Gleiche Position mit beiden hochgelegten Füßen wird auch bei Schwindel oder Ohnmacht hergestellt, um den Blutfluss ins Gehirn wieder schnell zu aktivieren. Der angeschlagene Spieler muss dafür dann erst mal nicht am Kopf bewegt werden. Die Sanitäter, die in der Regel sekundenschnell beim Patienten sind, können dann einschätzen, ob eine Gehirnerschütterung vorliegt. Der Medizinball kann dann schnell wieder weggebracht werden.

Alle wieder fit? Cool down mit Medizinbällen

Nach schweißtreibendem Fußballtraining hat sich auch das Runterfahren von Puls und Körpertemperatur mit den Medizinbällen etabliert. Rekapitulierend seien noch einmal die vier wesentlichen Vorteile von Medizinbällen zusammengefasst:

  • Sie besitzen eine enorme psychologisch motivierende Wirkkraft und stärken das Teamgefühl.
  • Sie sind schnell transportabel.
  • Das Training bedarf keiner anderen Geräte. Ohne Einbußen durch zu leichtes Gewicht verzeichnen zu müssen, kann dennoch mit dem Ball trainiert werden.
  • Sie stärken die beim Fußball weniger beanspruchten Muskelgruppen von Rücken, Händen und Armen.

Je nach Intensität des Trainings können dann liegend beide Füße auf den Ball aufgesetzt, und entweder noch ein paar abschließende Liegestütze gemacht werden, oder aber es wird mit aufgestützten Armen und angespanntem Po einfach nur in dieser Position verharrt.

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Beim Cool down wird es auch als besonders angenehm empfunden, den Kopf auf den anpassungsfähigen und weichen Medizinball zu legen, der nicht wegrollt. Durch Abheben des Rückens von der Erde wird dieser in entspannter Position nochmals gestärkt. Je nachdem, wie weit die Beine dabei angewinkelt oder gerade gestreckt sind, erhöht sich der Widerstandsgrad und damit auch die Kräftigung. Die Beine können auch in die Luft gestreckt werden. Ein nach oben pushen des in die Luft gestreckten Beines stärkt dann nochmals die noch nicht ganz abgekühlten Kreuzbänder am unteren Rücken.

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