Schalker arbeiten die Derbyniederlage mit schnellem Passspiel auf

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Schalker arbeiten die Derbyniederlage mit schnellem Passspiel auf

Auch vier Tage nach der bitteren Niederlage beim Lokalrivalen Borussia Dortmund war die Stimmung unter den Fans immernoch stark bedrückt. Roberto Di Matteo schickte daher seine Jungs schon um 10:30h auf den Trainingsplatz im alten Parkstadion, um mit dem gesamten Team an den Fehlern vom letzten Spieltag zu arbeiten.

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Schalke Training nach dem Derbysieg gegen den BVB

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Bei spätsommerlichen 16 Grad begrüßte Trainer Jens Keller seine 9 Reservisten vom Vortag zum Training im Parkstadion. Die übrigen Derbyhelden blieben im Fitnessraum und strampelten auf dem Fahrrad.

Lockeres Aufwärmen nach dem Derbysieg

Zu Beginn zogen die Feldspieler (u.a. Julian Draxler und Kaan Ayhan) ihre Runden um den Platz und auch die Torhüter liefen sich separat warm.





Die Feldspieler waren es auch, die mit der ersten Übung begannen. Vier Trainingshütchen in Form eines Y aufgestellt (siehe spätere Grafik) mussten von den Spieler in verschiedenen Übungsformen umkreist werden.
Zu erst ohne Ball mit klassischen Inhalten der Laufschule (Sidesteps, Hopserlauf, Rückwärtslauf, etc.) und anschließend mit dem Ball am Fuß. Hierbei wieß Co-Trainer Peter Hermann auf verschiedene Formen, wie z.B. das seitliche Führen des Balles, hin.

Für die Torhüter standen Abwürfe und Rückpässe auf dem Plan

In der Zwischenzeit arbeiteten die beiden Torhüter Christian Wetklo und Timon Wellenreuther mit Torwarttrainer Holger Gehrke an Abwürfen und Rückpässen. Dazu schoss der Trainer den Ball auf jeweils einen Torhüter, nachdem dieser den Ball gefangen hatte, musste er den Ball erst in eines der rechts und links aufgestellten kleinen Tore abwerfen und später mit dem Fuß dort hineinschießen.






Kurzpassspiel stand im Mittelpunkt

Die Feldspieler sind unterdessen zu einem kurzen Dehnprogramm übergegangen. Anschließend benutzen sie die Hütchen der vorherigen Übung dazu kurze Doppelpässe, Kopfbälle und direkte Pässe nach hohem Anspiel zu spielen.


Im Anschluss war die Einheit auf dem Platz für den Torhüter Timon Wellenreuther bereits beendet und Christian Wetklo schloss sich den 7 Feldspielern an. Die nun verbliebenen 8 Spieler spielten auf einem ca. 6m x 6m großen Feld ein klassisches 5 gg. 3, welches auch als „Schweinchen“ bekannt sein dürfte.

Pass – Flanke – Tor ! So einfach kann Fußball sein

Nach einer kleinen Erfrischungspause erklärte Co-Trainer Peter Hermann die anschließende Übung: Zu erst musste ein von Athletiktrainer Henrik Kuchno aufgebauter Parcours mit Slalomstangen überwunden werden, bevor es dann über 3 weitere Station über mehrere Doppelpässe zu einer Flanke über die rechte Seite kam, welche von einem Spieler im 16m-Raum gegen Christian Wetklo verwertet werden musste. Die Spieler rotierten durch die Doppelpässe immer zur nächsten Station weiter.






Der Abschluss

Nach einem kurzen 3 gg. 3 auf einem 20m x 10m großen Feld, wo besonders das Pressing der 3 Offensivspieler im Vordergrund stand, konnten die Spieler zum Abschluss nochmal ihre Schussqualitäten unter Beweis stellen. Peter Hermann warf den Ball an der 16m-Linie hoch und die Spieler hatten die Aufgaben, den Ball direkt aus der Luft mit dem Kopf oder der Brust anzunehmen und ihn anschließend ohne Bodenberührung volley auf das Tor zu schießen.

Um 11:30h beendete Cheftrainer Jens Keller gutgelaunt die Trainingseinheit nach dem 2:1-Derbysieg am Vortag.

Autor: Tristan Lücke

Nach Kaiserslautern ist vor Madrid

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15 Grad und hellblauer Himmel, noch dazu sind Osterferien und der FC Bayern hat am Vorabend seine Pflichtaufgabe im DFB-Pokal gegen 1 FC Kaiserslautern mehr oder weniger souverän gemeistert. Die perfekten Voraussetzungen also für ein gemütliches Auslaufen/Training vor den Spielen gegen Braunschweig und natürlich Madrid. Vor den Augen der ca. 1000 anwesenden Fans betraten die Spieler den Trainingsplatz etwas verspätet und wurden zuerst einmal zu einer kleinen Ansprache von Trainer Pep Guardiola gebeten.

Die Mannschaft kommt zusammen

Zu Beginn der Trainingseinheit fiel auf, dass Jerome Boateng, sowie David Alaba krankheitsbedingt fehlten. Manuel Neuer absolvierte mit Fitnesscoach Thomas Wilhelmi eine lockere Laufeinheit unter den gespannten Blicken der Zuschauer, ob er denn auch rechtzeitig fit sein würde für das Champions League Hinspiel im Bernabéu in Madrid.

Die restlichen Spieler verteilten sich auf 2 Gruppen und begannen mit lockeren Sprints und Dehnübungen. Während alle ihre Übungen durchzogen, nahm Guardiola Mario Götze auf die Seite und redete gestenreich minutenlang auf ihn ein.

Spieler absolvieren Dehn- & Sprintübungen

Nach dem Dehnen fanden sich jeweils 8 Spieler zum 6 gegen 2 im Kreis zusammen. Der Sinn der Übung ist es, mit einem Ballkontakt den Ball zum Mitspieler zu passen, ohne, dass die beiden Spieler in der Mitte den Ball erwischen.

Diese Übung ist eine gute Vorbereitung auf Spiele, denn wenn zum Beispiel eine Mannschaft wie Dortmund, die es vor ein paar Tagen gegen die Bayern gezeigt hat, die Verteidiger extrem anpresst, ist schnelles und genaues Passspiel auf engem Raum gefragt, um sich aus solchen Situationen zu befreien.

Pep Guardiola beobachtet das Spielchen seiner Spieler und unterbrach hier und dann um etwas anzumerken. Die Spieler, die am Vortag gegen Kaiserslautern in der Startelf standen, absolvierten gesondert ein lockeres Auslaufen und verschwanden nach 45 Minuten wieder in der Kabine.

6 gegen 2 – Spiel im Kreis unter Beobachtung von Guardiola

In der Zwischenzeit hatten die Assistenten von Guardiola eine Übung aufgebaut (siehe Grafik), in der sowohl Schnelligkeit, Präzision und Torabschluss gefordert waren. Zuerst mussten die Spieler zwei kleine Hindernisse überspringen, dann einen kleinen Schlangenslalom laufen, gefolgt von einem Kopfball und danach einem Doppelpass und schlussendlich dem Torabschluss.

Pep Guardiola beobachtete das Ganze und feuerte die Spieler, insbesondere Mitchell Weiser und Javi Martinez (auf spanisch) an, noch schneller und konzentrierter die Übung durchzuziehen, mit dem Ergebnis, dass die Spieler mitunter schwer am schnaufen waren.







(Grafik 1) (Video 1)

Pass-, Schnelligkeits- und Torschussübung

Zum Abschluss des Trainings gab es dann noch ein lockeres Spiel 4 gegen 4 auf zwei Tore, mit der Besonderheit, dass Mario Götze ein neutraler Spieler war, d. h., dass er von der jeweils ballbesitzenden Mannschaft angespielt werden konnte. Guardiola ließ das Spiel ca. 10 Minuten laufen, unterbrach ab und zu und korrigierte und beendete dann das Training.

Mario Götze als neutraler Spieler im 4 gegen 4

Mit Blick auf die kommenden entscheidenden Wochen wird Pep Guardiola der Mannschaft sicherlich mehr einheizen als heute, allerdings war dieser Umstand auch dem Spiel gegen Kaiserslautern am Vortag geschuldet.

Man hat aber auch heute sehen können, auf was der Spanier Wert legt, nämlich schnelle und gute Lösungen in brenzligen Situationen zu finden und immer hoch konzentriert zu sein. Beherzigen die Spieler dies, stehen dem FC Bayern erfolgreiche Wochen bevor.

Autor: Michael Klein

Interview Frank Specht – U9 FC Viktoria 1922 Mömlingen

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Heute im Interview: Der U9-Trainer von FC Viktoria 1922 Mömlingen, Frank Specht.

fussballtraining.de: Für welchen Verein bist Du aktuell tätig sind und welche Mannschaft betreust Du?

Frank Specht: FC Viktoria 1922 Mömlingen e.V. als Schülerleiter bis einschließlich E-Jugend und ich trainiere gemeinsam mit 3 weiteren Trainerkollegen die F-Jugend (U9) des FC Viktoria.

fussballtraining.de: Wie zufrieden bist Du mit dem Verlauf der aktuellen Saison?

Frank Specht: Unsere F1 hat seit über einem Jahr mal wieder ein Spiel gewonnen, man kann sich gar nicht vorstellen in welch glückliche Kinderaugen man blickt, nach so einem Ereignis. Deshalb ist es eine sehr gute Saison mit motivierten Kindern für die Rückrunde.
Bei unserer F2 sieht es recht gut aus, es gibt zwei Mannschaften bei denen müssen wir uns mächtig strecken für ein gutes Ergebnis, mal schauen vielleich geht da mal was.

fussballtraining.de: Was ist in dieser Saison für Euch noch möglich?

Frank Specht: Bei der F1 weiter die Motivation und Freude am Training und Spiel hochhalten, dass geht bestimmt mit einem weiteren Sieg am Anfang der Rückrunde. Bei der F2 ist das Ziel, viele Doppelpässe und präzisses Zusammenspiel, dass Ergebnis kommt von alleine.

fussballtraining.de: Welche Philosophie verfolgst Du als Trainer? Was ist Dir besonders wichtig?

Frank Specht: Wichtig ist der Spaß am Spiel und ich will sehen wie sich jedes einzelne Kind weiterentwickelt. Deshalb ist es super, dass wir 4 Trainer sind. Kleine Gruppen mit individueller Betreuung. Für mich ist noch wichtig, dass Kinder auf gleichen Niveau im Training oft zusammenspielen, dann verlassen sie sich nicht auf die Besseren, sondern sie müssen selbst ran und sich ins Spiel einbringen. Auch mit anderen Trainern haben wir hier ein super Verhältnis und sprechen uns bzgl. der Mannschaftsstärke ab.

fussballtraining.de: Wer ist Dein Vorbild als Trainer und warum?

Frank Specht: Es gibt viele gute Trainer, bei denen mann sich etwas abschauen kann. Geprägt haben mich Armin Alexander und mein Vater Manfred Specht. Armin mit seiner Professionalität, die akribische Vorbereitung und sein variables Training. Mein Vater mit seiner offenen Art. Es muß super gewesen sein was er damals mit unserer Mannschaft (über mehrere Jahre) gemacht hat, denn noch heute (wir sind alle um die 40) ist er “unser” Trainer. Vielleicht schaffe ich das auch mit meinen Kids!

fussballtraining.de: Welche Schwerpunkte setzt Du in Deinem Training?

Frank Specht: Spiel und Spaß, wir sind noch in der F-Jugend. Wichtig ist für mich spielerisch weiterzukommen. Kindern die gerne Grätschen wird vermittelt, wie und dass man die Situation auch anders lösen kann. Schwerpunkt ist die Koordination, viele Kinder kommen zu uns, um sich zu bewegen und wir wollen diese Bewegungsabläufe verbessern. Sei es mit Auge-Hand Koordiation, da wir nicht nur Fußball spielen, auch bei Handball, Hockey oder Badminton braucht man diese Koordination und das hilft unwarscheinlich. Natürlich versuchen auch wir in der F-Jungend präzision in das Passspiel und in den Schuß der Kinder zu bekommen, aber auch das geht spielerisch.

fussballtraining.de: Welche Utensilien dürfen in Deinen Trainingseinheiten nie Fehlen?

Frank Specht: Das wichtigste sind Bälle und Tore. Jedes Kind freut sich, wenn es zu Hause erzählen kann ich habe ein Tor geschossen.
Anonsten wird alles verwendet, was wir finden können, Hütchen, Stangen, großer Ball, Rubgy Ei, Handball, Seil usw.

fussballtraining.de: Wie bildest Du Dich als Trainer weiter?

Frank Specht: Mit meinem Trainerkollegen Thorsten B. habe ich vor 3 Jahren die C-Lizenz gemacht, diese steht zur Verlängerung an, dass machen wir in Oberhaching beim BFV. Ansonsten hole ich mir ab und an Inspiration auf den Seiten des DFB oder auch bei Fußballtraining online.

fussballtraining.de: Was lauten Deine persönlichen Ziele als Trainer?

Frank Specht: Meine Ziele als Trainer sind, die Mädels und Jungs beim Fußball zu halten und auch Schwächere nicht auf der Strecke zurückzulassen, den eine Mannschaft besteht später aus 11 und nicht nur aus 7 wie im Kleinfeldbereich.

Sind Sie auch Jugendtrainer und würden sich gerne hier bei uns auf fussballtraining.de vorstellen? Dann schreiben Sie uns noch heute eine Mail an: fussballinterviews@gmail.com

SpoWi-Ecke: Sportwissenschaftler Roland Loy analysierte über 3.000 Fußballspiele

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Der Münchener Roland Loy prägt hinter den Kulissen die Fußballlandschaft in Deutschland wie kaum ein anderer. Bei der Weltmeisterschaft 1990 war der Sportwissenschaftler bereits mit 28 Jahren sportlicher Berater von Teamchef Franz Beckenbauer, später baute er die ran-Datenbank mit auf, analysierte für die UEFA und internationale Spitzenklubs Spiele und arbeitet als Berater bei ZDF-Fußballübertragungen.

2010 veröffentlichte Loy im Goldmann Verlag „Das Lexikon der Fußballirrtümer) und listete darin verschiedene landläufige Überzeugungen zum Fußballsport auf, die nicht der Realität entsprechen. Bereits zuvor erschien seine über eintausendseitige Dissertation „Taktik und Analyse im Fußball“. Denn Loy analysierte über 3 000 Fußballspiele, über 100 000 Zweikämpfe und 1 000 Elfmeter und kann daher viele vermeintliche Fußballweisheiten statistisch widerlegen.

You have to win Zweikampf

Die vermeintliche Erkenntnis, dass das Team mit der besseren Zweikampfbilanz den Sieg davon trägt, zählt laut Loy in die Fabelwelt. Denn laut seinen Untersuchungen gewann nur in rund 40 Prozent aller Spiele die Mannschaft, welches mehr Zweikämpfe gewann.

Ballbesitz, Ballbesitz, Ballbesitz

Der zunehmend populäre Meinung von Trainern wie Pep Guardiola oder Louis van Gaal, die ein ballbesitzorientiertes Spiel propagieren, hält der A-Lizenz-Inhaber Loy dagegen, dass in all seinen untersuchten Partien das Team, welches mehr Ballbesitz erreichte, nur in einem Drittel der Partien auch als Gewinner vom Platz ging.

”Zum Tor hin?”

Sollen Eckbälle nun so angeschnitten werden, dass sie zum Tor hin drehen, um ein Abfälschen zu erleichtern, oder sollen sie vom Tor weg angeschnitten werden, um dem Offensivabnehmer mehr Druck auf den Ball zu ermöglichen? Laut Loy führen sowieso nur 2,1 Prozent aller Ecken zu einem Treffer; dabei ist es auch noch egal, wie die Bälle bei der Hereingabe angeschnitten wurden! Übrigens fielen in den untersuchten Matches 8,5 Prozent aller Tore nach Eckstößen. Ecken die auf den kurzen Pfosten gespielt wurden zogen übrigens deutlich mehr Tore nach sich als solche, die auch den langen Pfosten kamen.

Doppel-Pass: Ein doppelter Pass

Nur etwa einem Prozent aller Tore (Loy untersuchte alle 16 730 BundesligaTreffer zwischen 1989/90 und 2007/08) ging übrigens ein Doppelpass voraus!

Oh! Der Gefoulte schießt selber

Auch die Behauptung „der gefoulte Spieler sollte einen Elfmeter nicht selber schießen“ konnte Loy widerlegen. Egal ob dieser oder ein anderer Spieler den Strafstoß ausführt, die Erfolgsquote einer direkten Verwertung liegt bei 77 Prozent. Ebenso ist es nebenbei auch irrelevant, ob der Spieler in eine Ecke oder in die Mitte schießt.

Fazit:

„Wir sind Lichtjahre davon entfernt zu verstehen, wie der Fußball funktioniert, und es trennen uns sogar ganze Galaxien davon zu wissen, wie Erfolg im Fußball zustande kommt“, fasst Loy seine Erkenntnisse aus all den Untersuchungen zusammen.

Viele Trainer hängen sich an den altbekannten Weisheiten auf und laufen diesen auf Gedeih und Verderben hinterher. Ehrlicherweise muss aber jeder Fußballtrainer schon einmal erlebt haben, dass man einen Sieg / ein Remis / eine Niederlage schlichtweg nicht erklären kann. Glück und situativ angepasste Verhaltensweisen entscheiden so viel mehr als die aufgewärmten Platituden, die oftmals auf Fußballplätzen zu hören sind.

Selbstverständlich muss der Trainer eine Meinung haben, um seine Spieler anweisen zu können. Zu dieser Meinung muss er selbst gelangen, durch eigene Erfahrungen und Beobachten. Loy will allen Trainern dabei helfen und sie davor schütze, einfach die langläufige Meinung nachzureden und ohne Sinn und Verstand Vorgaben zu tätigen.

Von Dominik Langenegger

Schlagwörter: Sportwissenschaft, Fußball, Sport, Irtümer, Roland Loy, Dominik Langenegger, Weisheiten, Elfmeter

SC Training nach der Europa League

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Am Morgen nach dem dürftigen Europa League Auftritt gegen den portugiesischen Erstligisten Estoril bekamen die eingesetzten Spieler trainingsfrei. Die zwölf Spieler aus dem erweiterten Kader und die beiden Ersatzkeeper durften allerdings um 10 Uhr den Trainingsplatz hinter dem MAGE SOLAR Stadion betreten.

Die Torhüter wurden von Torwarttrainer Andreas Kronenberg die erste Stunde der Einheit bis zur Erschöpfung bearbeitet und durften sich anschließend noch die Bälle von der Mannschaft um die Ohren schießen lassen.

Kurze, selbstständige Erwärmung

Die 75-minütige Einheit begann wie üblich mit einer kurzen Erwärmung, die die Spieler selber vornahmen. Daraufhin schickte Christian Streich die Mannschaft in Begleitung seines Co-Trainer Iraklis Metaxas in ein quadratisches Feld.
An jeder Seite wurde ein Minitor postiert und die Spieler traten im 6-gegen-6 gegeneinander an. Nach Torerzielung blieb die erfolgreiche Mannschaft in Ballbesitz und durfte sofort auf die drei anderen Minitore angreifen.

Die ersten fünf Minuten gefielen dem Trainergespann gar nicht, nach einer ausführlichen, lauten Ansprache war dies aber vergessen und die Spieler gingen beherzter zur Sache. Die beiden Routiniers Pavel Krmas und Mike Hanke gaben immer wieder laute Kommandos um vor allem die jungen Spieler aufzumuntern und anzuspornen.

Spieleröffnung im Hauptteil

Die Spieleröffnung war Thema des Hauptteils. Dazu wurde Ersatzkeeper Daniel Batz zur Mannschaft beordert um die angreifende Mannschaft zu unterstützen, ebenso wie Assistenztrainer Patrick Baier auf der anderen Seite. Aus einer Viererkette mit zwei Sechsern wurde das Spiel eröffnet und das Ziel war es, in den Raum hinter einer mit Stangen dargestellten Viererkette zu gelangen.

Die Taktik stand bei dieser Spielform besonders im Vordergrund, weshalb Christian Streich kaum drei, vier Minuten verstreichen ließ, ohne das Spiel zu unterbrechen und lautstarke Kommandos und Hinweise zu geben.

Die abwehrende Mannschaft um Mike Hanke und Sebastian Freis hatte das Pressing und ballorientierte Verschieben bei gegnerischem Ballbesitz als Hauptaufgabe und konnte die breitstehende Innenverteidigung immer wieder zu Abspielfehlern zwingen.

Torschuss als Abschluss

Das Training wurde mit einer Torschussform abgeschlossen. Der Ball wurde aus der Tiefe auf den entgegenkommenden Stürmer gespielt, der sich anschließend mit dem Ball am Fuß drehen und einen Doppelpass mit seinem Stürmerkollegen spielen sollte. Nach dem Torabschluss brachten die Außenverteidiger um Oliver Sorg den zweiten Ball per Flanke in den Strafraum, welcher ebenfalls verwertet werden sollte.

Autor: Lars Petersson

So trainieren die Knappen in der Länderspielpause

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Auch ohne sämtliche Nationalspieler rollte der Ball auf Schalke. Jens Keller rief seine daheim geblieben und einige Spieler aus den U-23 Kader zum Platz zu einer 60 minütigen Einheit, bei der das läuferische Trainiert wurde.

Aufwärmen mit Athletik-Trainer Ruwen Faller

Zunächst liefen sich die Spieler mit dem Athletik-Trainer mehrere Runden um den Platz warm ehe sie sich um den Mittelkreis versammelten um dort Dehn- und Stabilisierungsübungen durchzuführen.

Konditionseinheit mit verschiedenen Übungen

Jens Keller baute in einer Hälfte einer Spielfeldhälfte ein Parcours mit Übungen auf. Um genau zu seine waren es vier verschiedene Stationen an denen die Übungen aber noch variierten nach dem jeder Spieler 3mal die Übung durchlaufen hat.

Station 1: Zunächst mussten die Spieler nur durch die Stangen Slalom laufen und dann einen Kopfball machen. Die zweite Übung bei der Station fing auch mit einen Slalomlauf an, anschließend musst der Spieler zu einen der Hütchen spurten und dann einen Ball köpfen.

Station 2:Hier mussten die Spieler im ersten Durchgang die Athletikleiter mit Vorwärtsskippings durchlaufen und im zweiten Durchgang mit Seitwärtsskippings.

Station 3: Bei der Station blieb die Übung währende der gesamten Zeit gleich. Den Spieler wurde einmal abwechselnd rechts und links vom Dummy ein Ball, halbhoch zugeworfen, den sie mit der Innenseite Zurückpassen sollten.

Station 4: Die vierte Station sah so aus das die Spieler über verschiedene Hürden springen sollten. Die Höhe der Hürden wurde nach jedem Durchgang geändert.


Anschließend nach der 45 Minütigen Übung lobte Jens Keller seine Spieler lautstark wie gut sie heute mitgezogen haben.

Kombinationsspiel mit abschließendem Torschuss

Spieler 1 spielt mit Spieler 2 einen Doppelpass. Anschließend folgt ein Diagonalpass von Spieler 1 zu Spieler 3, der den Ball auf Spieler 2 klatschen lässt. Spieler 2 spielt dann wieder den Ball Spieler 3 in den Lauf, der mit den Ball noch einmal um das letzte Hütchen läuft um dann den Torabschluss zu suchen.

Die Spieler wechselten im Uhrzeigersinn die Positionen.


Nach der anstrengenden ersten Übung wurde es bei dieser wieder etwas launischer. Jedes Tor wurde von dem Mitspieler lautstark umjubelt. Als dann der ins Mannschaftstraining zurückgekehrte Grieche Papadopulus ein wunderbares Tor schoss, stürmten einige seiner Mitspieler auf ihn drauf.

SC Freiburg Training in der Länderspielpause

Passspiel

Bei kühlem Herbstwetter versammelte Christian Streich 18 Spieler um sich. Die Nationalspieler Admir Mehmedi, Gelson Fenandes, Karim Guédé, Matthias Ginter und Christian Günter fehlten ebenso, wie die Verletzten Mike Hanke, Mensur Mujdza, Vladimir Darida und Marco Terrazzino. Letztere trainierten aber parallel leicht mit Ball und werden wohl in den kommenden Wochen wieder zur Mannschaft stoßen.

Selbstständiges Erwärmen und Dehnen

Die 75 minütige Trainingseinheit begann mit einer selbstständigen Erwärmung der Spieler. Nach einer lockeren Dehnung wurde die Mannschaft von Co-Trainer Iraklis Metaxas in zwei gleichgroße Gruppen eingeteilt. Die eine Gruppe war mit einer Passform beschäftigt, die andere mit einer Mischung aus Passspiel, Koordination und Torabschluss.

Viel Feuer drin im Passspiel

In der Passform ging es hauptsächlich um den Spielaufbau über die Außen. Dabei wurde der zentrale Mittelfelspieler vom Innenverteidiger angespielt und ließ den Ball leicht versetzt nach außen zurück prallen. Der Innenverteidiger öffnete das Spiel auf den Außenverteidiger, welcher sofort ins Dribbling ging und nun den Doppelpass erneut mit dem zentralen Mittelfeldspieler suchte. Der Ball wurde daraufhin nach vorne zum Angreifer gespielt, welcher die Passform mit einem langen Flugball zurück auf den Innenverteidiger abschloss.

Nach 5 Minuten wurde die Übung spiegelverkehrt über die linke Seite gespielt, außerdem wurde noch eine Variation eingebaut, bei der sicher der zentrale Mittelfeldspieler mit dem Ball am Fuß schnell drehte und sofort das Anspiel in die Spitze suchte. Diese beiden Varianten werden im nachstehenden Video deutlich.

Die andere Gruppe beschäftigte sich unterdessen mit einer Übung, bei der die Elemente Passspiel, Koordination und Torabschluss im Mittelpunkt standen. Die aus 8 Spielern bestehende Gruppe wurde dafür nochmal in zwei Mannschaften geteilt. Die beiden Mannschaften stellten sich hinter ihrem jeweiligen Stangentor auf und passten den Ball scharf, präzise zum Spieler auf der anderen Seite.


Auf Kommando des Trainers musste jeweils ein Spieler pro Mannschaft durch den Hürdenwald rennen. Dabei wurden verschiedene koordinative Variationen eingebaut, wie zum Beispiel 2 Bodenkontakte pro Zwischenraum oder eine 360° Drehung. Wenn die Spieler diesen Parcour gemeistert hatte wurde ihnen vom Trainer ein Ball zugeworfen, der ins Tor geköpft werden sollte.

Doppelter 16er zum Abschluss

Zum Abschluss wurde ein kleines Turnier gespielt. Dazu wurden vier Teams eingeteilt, die im Modus Jeder-gegen-Jeden gegeneinander antraten. Die Spielzeit betrug 2×2 Minuten. Es dauerte bis zum fünften Spiel, ehe ein Tor fiel.

Besonders herausstechen konnten die gerade wiedergenesenen Vaclav Pilar und Vegar Eggen Hedenstad. Christian Streich unterbrach immer wieder und mahnte zu passives Verhalten bei Ballbesitz und die wenigen Torabschlüsse an.

FC Schalke gegen Bayern München, Abschlusstraining

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Wie bereitet man sich gegen die aktuell wahrscheinlichste stärkste Vereinsmannschaft der Welt vor? Die Kanppen haben es so gemacht:

Jens Keller hatte für das letzte Training gegen den FC Bayern mit seinen Assistenten ein knackiges Programm ausgearbeitet. Aber der Reihe nach.

5 gegen 2

Ohne warmlaufen schnappten sich die Kicker die Kugel und spielten 5 gegen 2.

Auch Jens Keller mischte mit und machte gar keine schlechte Figur, immer wieder setzte er zur Grätsche an und nahm dabei keine Rücksicht auf Verluste.

Training der Antrittsschnelligkeit

Anschließend nahm der ernst Einzug ins Training. Zunächst stand eine Übung für die Antrittsschnelligkeit auf dem Programm. Zwischen einigen Spieler entwickelte sich ein Wettbewerb, wer öfters den Sprint für sich entscheiden kann.

Die Profis täuschten einen Zweikampf vor und auf Kommando sprinteten sie 10 Meter.

Das Umschalttraining im Fokus

Als nächstes ging es in die spielerische Form. Jens Keller teilte seine Mannschaft in drei Mannschaften( blau, gelb und rot ) ein und baute ein Feld von 20 mal 10 Meter auf. Bei der Übung spielten immer zwei Mannschaften ( blau und gelb ) zusammen gegen eine ( rot ). Eroberte aber die rote Mannschaft den Ball, musste die Mannschaft von den der Spieler den Ball verloren hat sich den Ball zurückerobern. Damit sollte das Umschalten trainiert werden. Nach jeden Ballverlust forderte der Co-Trainer auf das die Spieler schneller auf Defensive umschalten sollen und das Spiel eng machen.

Abschließendes Flankentraining

Bei der letzten Übung des Tages ging es um Flanken.


Spieler eins und zwei spielen einen Doppelpass, anschließend flankte Spieler eins. In der Mitte kreuzten Spieler drei und vier sich, um anschließend die Flanke zu verarbeiten.

Länderspielpause, Schweinsteiger absolviert Extraeinheit

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Länderspielpause – 16 Spieler begrüßte Pep Guardiola am Dienstagmorgen in München zur Trainingseinheit, viele Nationalspieler waren bekanntlich abwesend. Neben vielen Nachwuchskräften und Spielern der zweiten Mannschaft standen auch Bastian Schweinsteiger, Daniel van Buyten, Arjen Robben und Mario Mandzukic auf dem Platz.

Ob Schweinsteiger im Bundesliga-Heimspiel am Samstag gegen Hannover 96 wieder auflaufen kann, steht zwar noch nicht definitiv fest. Jedoch kehrte der Mittelfeldmotor am Dienstag endlich wieder auf den Rasen zurück – die letzte Einheit hatte Schweinsteiger vor etwa zehn Tagen bestritten.

Bayerns Mittelfeldchef absolvierte rund 30 Minuten des Mannschaftstrainings, daraufhin wechselte er den Trainingsplatz und arbeitete weitere 45 Minuten gemeinsam mit Fitnesstrainer Andreas Kornmayer – Tempoläufe, Sprints und Koordinationsübungen mussten hierbei bewältigt werden.

Laufschule mit statischen und dynamischen Dehnübungen

Die Nationalspieler Robben, van Buyten und Mandzukic kehrten aus verschiedenen Gründen (früher) von ihren Auswahlmannschaften zurück und trainierten mit dem Team.

Für alle Spieler stand nämlich eine sehr athletisch geprägte Einheit auf dem Programm, es wurde viel im Bereich Stabilisation, Stretching und Kräftigung gearbeitet.
Wie gewohnt starteten die Profis mit einer Laufschule, wobei auch hier explizit statische und dynamische Dehnübungen mit integriert wurden. Den vollständigen Ablauf mit Auszügen aus der Torhüter-Erwärmung mit Toni Tapalovic können Sie im beigefügten Video verfolgen.

Direktes Kreisspiel

Nach diesem etwa fünfminütigem Auftakt ging es direkt über in das bekannte Kreisspiel, für welches die Keeper gleich wieder zu den Feldspielern geholt wurden. In zwei Gruppen mit je acht Aktiven wurde diese altbewährte Spielform durchgeführt. Sechs Spieler außen mussten den Ball direkt spielen, zwei innen postierte Akteure diesen jagen und berühren, um dadurch aus der Mitte herauszukommen. Der äußere Spieler, der die Kugel verloren hat oder einen Fehler beging, muss dafür nun den jagenden Part übernehmen.

Anschließend markierte das Trainerteam eine schlichte Hütchen-Linie und teilte die Spieler in Zweier-Gruppen ein. Ein Partner jeder Gruppe sollte auf einer Seite stehen und schlichte Flugbälle auf seinen Mitspieler auf dem anderen Flügel spielen. Diese Übungsform wurde nach wenigen Minuten ergänzt durch eine direkte Mitnahme in die Bewegung und immer wieder unterbrochen durch einige kurze, flach gespielte, Passkombinationen, mit welchen die Spieler gemächlich die Seite wechselten und dadurch mit ihrem Partner die Position tauschten.

Weiter ging es mit einem individuellen Stabilisations- und Kräftigungsprogramm, bei welchem die Bayern in Kreisaufstellung starteten und verschiedene läuferische Elemente mit plyometrischen Aspekten und gleichgewichtfördernden Bestandteilen kombinierten.

Koordination und Athletik

Daraufhin ging es direkt in ein einen Parcours über, der mit einigen Reifen, Minihürden, Stangen und Dummys vordergründig wieder die athletischen Voraussetzungen schulte. Bei den Dummys wurde dann nach Trainer-Pass der Ball hinzugenommen, in ein kleines Dribbling überführt mit anschließendem Doppelpass und abschließendem Torschuss.
Im Anschluss wurde auf die andere Spielfeldseite gewechselt, um auch gegenseitige Antritte anzusprechen (siehe Videos).

Um die Trainingseinheit abzurunden wurde noch auf einem kleinen Spielfeld (doppelter Strafraum) ein kurzes Spiel durchgeführt.

Von Dominik Langenegger

Alle Grafiken erstellt mit www.easy2coach.net