Übung: Spielform 8 gegen 4 mit 3 Teams

Aufgabe: Spielform 8 gegen 4 plus mit 3 Teams

Organisation:

  • 12 Feldspieler in drei Teams zu je 4 Spielern
  • Spielfeld von ca. 25 x 25 Metern

Ablauf:

  • je 4 Spieler bilden ein Team
  • es spielen immer 2 Teams zusammen in Überzahl gegen ein drittes Team, also immer 8 gegen 4
  • innerhalb des Spielfeldes muss das Team in Unterzahl versuchen den Ball zu erobern
  • ist dies geschehen, wechselt das Team, das den Fehlpass gespielt hat in Unterzahl. Das Team, das den Ball erobert hat, wird Teil des Überzahl-Teams
  • bei einer zuvor festgelegten Zahl von Ballkontakten (bspw. 20 oder 25) ohne Balleroberung, muss das Unterzahl-Team z. B. 20 Liegestütze machen

Ziele:

  • Verbesserung der Handlungsreaktion aller Spieler durch ständig neue Spielsituationen
  • Schnelles Umschalten von Defensive auf Offensive und umgekehrt
  • Schulung von Unterzahl- und Überzahl-Situationen
  • Verschieben und Räume eng machen in Unterzahl
  • schnelles Gegenpressing direkt nach dem Ballverlust

Zeit:

  • ein Durchgang á ca. 6-10 Minuten
  • zwei bis drei Durchgänge (mit unterschiedlichen Vorgaben wie z.B. nur Direktspiel oder höchstens 2 Kontakte etc.)

Weitere Links zum Thema “Spielformen auf engem Raum”:

1. Artikel “Spielformen auf engem Raum
2. Übung: “Spielform 4 gegen 4 mit 3 Teams
3. Übung: “Spielform 4+4 gegen 4+4
4. Übung: “Spielform 5 gegen 5 plus 1 neutraler Spieler
5. Artikel “Spielform “Das Eckchen”
6. Übung: “Spielform 4 gegen 4 plus 2

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Spielform: Das „Eckchen“

Eckchen1

Aktuell haben wir uns dem Thema „Spielformen auf engem Raum” verschrieben. Ein unterschätztes Spielchen in diese Zusammenhang soll nun näher beleuchtet werden. Vermutlich jeder, der schon einmal eine Trainingseinheit in einem Fußballverein mitgemacht hat, kennt es: das Eckchen. Je nachdem wo man es spielt auch „5 gegen 2“, „Gammel-Eck“ oder „Schweinchen“ genannt, im englischen “round the rondo”. Sicher gibt es noch Unmengen weiterer Namen, auf diese soll hier aber nicht näher eingegangen werden – sicher weiß ein jeder auch so welches beliebte Spielchen hier gemeint ist. In den allermeisten Vereinen und Mannschaften ist es ein fester Ablauf vor jedem Training bzw. zum Warmmachen.

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Interview Michaela Schulz – 1. FC Schöneiche U11

interview

Heute im Interview: Michaela Schulz vom 1. FC Schöneiche.

fussballtraining.de: Für welchen Verein bist Du aktuell tätig sind und welche Mannschaft betreust Du?

Michaela Schulz: Im März diesen Jahres hat sich in unserer Gemeinde ein neuer Fußballverein gegründet, der 1. FC Schöneiche.
Nach 12 jähriger Tätigkeit in meinem alten Verein habe ich dorthin gewechselt und trainiere seither eine E-Jugend-Mannschaft, die aus Kindern besteht, welche ich bereits zuvor in dem alten Verein trainiert hatte.

fussballtraining.de: Wie zufrieden bist Du mit dem Verlauf der aktuellen Saison?

Michaela Schulz: Da wir uns noch in der Aufbauphase befinden, ist es momentan nur ein illustrer kleiner Kreis von Kindern, den ich trainiere. Genauer besteht die Mannschaft aktuell aus 11 Kindern im E-Juniorenalter.
Als derzeitiger Trainingsplatz dient uns vorübergehend ein erdverbundener Bolzplatz, quasi “back to the basics”. Die Platzverhältnisse sind natürlich entsprechend eingeschränkt, aber auch unter solchen Bedingungen lässt sich ein anspruchsvolles Trainingsprogramm gestalten, welches die Kinder fördert und ihnen eine vielseitige Ausbildung garantiert.
Unsere erste Turnierteilnahme als neuer Verein bestätigte dies, da die Kinder trotz der nun ungewohnten Dimensionen des Spielfeldes sich problemlos darauf einstellen konnten und  gut zu präsentieren wussten.
Das bestätigt mich darin, dass ein anspruchsvolles Training nicht von Örtlichkeiten abhängig ist.
Unsere Premiere hat mich zuversichtlich gestimmt für die Zukunft.

fussballtraining.de: Was ist in dieser Saison für Euch noch möglich?

Michaela Schulz: Da wir erst ab der nächsten Saison am Spielbetrieb teilnehmen können, stehen nur Turniere und Freundschaftsspiele auf dem Programm. Wir wollen uns in der verbleibenden Zeit gut auf die kommende Saison vorbereiten und haben daher zahlreiche Begegnungen geplant. Hier wollen wir uns natürlich gut präsentieren und hoffen darauf, dass wir unsere derzeitigen Trainingsinhalte auch entsprechend in das Spiel integrieren können und die momentan gute Entwicklung anhält.

fussballtraining.de: Welche Philosophie verfolgst Du als Trainer? Was ist Dir besonders wichtig?

Michaela Schulz: Ich habe mir ein kindgerechtes Training auf die Fahnen geschrieben.
“Fußball beginnt im Kopf und endet in den Füßen”, dieser Satz von Horst Wein, einem weltweit anerkannten Experten in Sachen Kinderfußball, enthält vieles, worauf es imTraining , gerade bei den Kindern, ankommt.
Die Entwicklung der Spielintelligenz erscheint mir als einer der wichtigsten Trainingsschwerpunkte in dieser Altersgruppe. Stereotypes isoliertes Training einiger herausgelöster Elemente macht den Kindern keinen Spaß und bildet sie nicht als selbstständig denkende Fußballer, die antizipieren können und ihr Handeln darauf abstimmen, heraus. Im Training stelle ich den Kindern Fragen und lasse sie selbst die Lösungen durch Ausprobieren finden. Dadurch fühlen sie sich eingebundener und der Lernprozess ist wesentlich ausgeprägter, als wenn ich ihnen von außen etwas vorgebe.
Gleichzeitig spielen  wir oft im 3:3 , weil so alle Kinder ins Spiel eingebunden werden und ausreichend Ballkontakte garantiert sind, auch und gerade bei den schwächeren oder auch passiveren Kindern. Zusätzliche Aufgaben erhöhen dann noch die Anforderungen , so dass man das Spiel individuell auf das Niveau der Kinder abstimmen kann.
Verstecken kann sich bei dieser Spielform niemand. Auch das Spiel auf 4 Tore fördert die Intelligenz und das räumliche Sehen.
Als weiteren wichtigen Aspekt sehe ich noch die soziale Intelligenz an. Ich lege darauf Wert, dass sich die Kinder als Team erfahren und einer für den anderen einsteht. Es gibt Verhaltenskotexe, die jedes Kind einhalten muss. Das beginnt nicht erst auf dem Spielfeld.

fussballtraining.de: Wer ist Dein Vorbild als Trainer und warum?

Michaela Schulz: Da fallen mir gleich mehrere ein: Pep Guardiola, weil er den Fußball ganzheitlich betrachtet und der Meinung ist, nur wer das Große und Ganze sieht, weiß auch, wie Fußball funktioniert. Er ist nicht nur Fußballer, sondern auch Denker. Es nötigt mir großen Respekt ab, wenn er öffentlich, wie in Barcelona geschehen, Lyrik präsentiert und sich als Feingeist outet.
Joachim Löw, weil er die alten, vorherrschenden Strukturen aufbrechen konnte, auch gegen Widerstände, und frischen Wind in den deutschen Fußball gebracht hat. Ich werde ihm ewig dankbar sein für die Entwicklung, die der Fußball mit ihm genommen hat, weg von dem ewig gestrigen Bauchgefühl, hin zu einer Systematik, die nachhaltig wirkt, egal, wie die deutsche Nationalmannschaft letzten Endes die WM abschließen wird.
Wiel Coerver, ein leider mittlerweile verstorbener niederländischer Jugendtrainer, der den Kinder- und Jugendfußball revolutioniert hat, indem er ein systematisches, auf 6 Stufen aufbauendes Trainingsprogramm schuf, welches sich an den besten Fußballern der Welt orientierte und ihnen regelrecht auf die Füße geschaut und deren Geheimnisse entlockt hat.
Mit dieser Methode (Coerver-Methode) gelingt es, die Kinder zu ballsicheren und technisch beschlagenen Fußballern reifen zu lassen. Dieses Techniktraining ist ein weiterer wichtiger Bestandteil meiner Trainingsinhalte.
Peter Schreiner, der diese Methode weiterentwickelt hat und Möglichkeiten für Vereine schuf, diese besser ins Training integrieren zu können.
Und letztendlich Horst Wein, dem ich viel zu verdanken habe und auch persönlichen Kontakt zu ihm pflege. Ohne seine Philosophie von der Entwicklung der Spielintelligenz sollte heute kein Jugendtrainer mehr auskommen. Ich kann nur jedem raten, sich darüber zu informieren und seine Methode kennenzulernen.

fussballtraining.de: Welche Schwerpunkte setzt Du in Deinem Training?

Michaela Schulz: Mein Training setzt sich aus verschiedenen Elementen zusammen.
An oberster Stelle steht, wie ich bereits mehrfach erwähnte, die Entwicklung der Spielintelligenz.
Ich beginne jedes Training mit einem kleinen Spielchen, meist im 3:3, mit unterschiedlichen Schwerpunkten, die sich dann durch das gesamte Training ziehen.
Techniktraining ist auch meist enthalten, oft im Zusammenhang mit koordinativen und /oder kognitiven Übungen.
Dann eventuell eine Übung, die die Kinder durch Ausprobieren selbst lösen müssen oder auch andere Elemente wie das TannerSpeedSystem.
Wettkämpfe und Zweikampfübungen in unterschiedlichster Form runden das Training ab. Zum Schluss gibt es dann meist noch ein Abschlussspiel.

fussballtraining.de: Welche Utensilien dürfen in Deinen Trainingseinheiten nie Fehlen?

Michaela Schulz: Für jedes Kind steht ein Ball zur Verfügung, weil wir fast alle Übungen mit dem Ball verbinden, um rund 1000 Ballkontakte zu ermöglichen.
Mindestens 4 bewegliche Tore, Leibchen, Markierungsteller, Hütchen, Hürden oder eine Koordinationsleiter, gern auch Koordinationsringe. Manchmal nutze ich ein dehnbares Band, um die Tore in Zonen zu unterteilen.

fussballtraining.de: Wie bildest Du Dich als Trainer weiter?

Michaela Schulz: Ich bin im Besitz der C-Lizenz, bilde mich aber vielseitig weiter. Wenn Horst Wein eines seiner raren Seminare bietet, bin ich in jedem Fall zugegen, aber ich nutze auch gern jede sich bietende Gelegenheit, mich allumfassend über neue Trainingsmethoden zu informieren, fahre zu Weiterbildungen, bin auch angemeldet, um an angebotenen Onlineseminaren teilzuhaben.  Ein von mir damals anvisierter Jugendtrainerkongress wurde leider abgesagt, so dass eine Teilnahme nicht möglich war, was ich sehr bedauert habe.
Gleichzeitig besitze ich hunderte Bücher, DVD`s, die ich alle inhaltlich kenne. Mein Fundus vermehrt sich ständig, mein Anspruch ist es, immer vielseitig informiert zu sein, um neue Entwicklungen nicht zu verschlafen. Ich sehe das Aktuelle nie als Status quo an, um flexibel zu bleiben und nicht im Alten zu verharren.

fussballtraining.de: Wie lauten Deine persönlichen Ziele als Trainer?

Michaela Schulz: Mein Ziel ist es, die mir anvertrauten Kinder zu vielseitigen, kreativen und ballgewandten Fußballern auszubilden, die selbstsständig Entscheidungen treffen können, in der Lage sind, zu antizipieren und daraus die richtigen Handlungen abzuleiten.
Ihre soziale Kompetenz sowie die Teamfähigkeit sollten ebenfalls gefördert werden. Nichts ist isoliert zu betrachten.
Ich möchte nichts weniger, als den Kinderfußball in Deutschland auf eine neue Stufe zu heben und dabei mitzuwirken, dass sich eine neue Qualität und ein verändertes Denken bezüglich des Trainings durchsetzt, welches die Kinder in ihrer Entwicklung fördert und nicht hemmt. Das Training sollte auf die Kinder und ihre Bedürfnisse sowie Entwicklungsstufen zugeschnitten sein und nicht die Kinder auf den Erwachsenenfußball.
Zu großes Leistungsdenken behindert das freie kreative Spiel der Kinder und sollte immer weniger Platz einnehmen. Langfristiges, systematisches und methodisches Training bringt letzten Endes den größeren Erfolg, erfordert aber auch mehr Geduld und den Mut zu Niederlagen und Widerständen gerade von sehr ergeizigen Erwachsenen im Umfeld.

Sind Sie auch Jugendtrainer und würden sich gerne hier bei uns auf fussballtraining.de vorstellen? Dann schreiben Sie uns noch heute eine Mail an: fussballinterviews@gmail.com

Schalke Training nach der Niederlage gegen Stuttgart

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Dienstag, das erste Training nach der 3:1 Niederlage gegen den VfB Stuttgart. In den Medien wird die Frage aufgeworfen, ob der junge Schalker-Kader jetzt im Endspurt um die Champions League Plätze nervös wird.

Beim Training jedenfalls war es den Spielern nicht anzumerken. Stattdessen lieferten sie eine konzentrierte Einheit ab.

Aufwärmen in zwei Gruppen

Zum Aufwärmen, wurden die Knappen in zwei Gruppen eingeteilt. Doch zunächst liefen beide sich warm, allerdings in gegengesetzte Richtungen. Dabei durchliefen sie verschiedene Stationen, sowohl Übungen zum Dehnen, zur Koordination und Stabilisation.






Die Übungen abslovierten sie gleich mehrfach und so umfasste das Aufwärmen letztendlich eine knappe halbe Stunde. Anschließen wurden die Bälle ausgepackt und endlich lief die Kugel.

Passübungen fürs Ballgefühl

Zunächst taten sich die Spieler zu zweit zusammen und spielten sich den Ball gegenseitig zu. Auf Kommando gingen die Spieler weiter auseinander und spielten sich Flugbälle gegenseitig zu oder sie gingen wieder näher zusammen und spielten sich den Ball mit hoher Frequenz gegenseitig zu.

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Spiel auf sechs Tore

Jetzt ging es in die spielerische Form. Jens Keller teilte die Mannschaft in zwei Mannschaft auf. Das Spielfeld hatte eine Größe von ca. 20 mal 20 Meter. Auf beiden Grundlinien standen jeweils 3 kleine Tore verteilt. Die Mannschaften spielten zunächst ohne Vorgaben und hatten die Möglichkeit, in jedes der drei gegnerischen Tore ein Tor zu erzielen.

Nach 15 Minuten unterbrach Jens Keller die Übung, um eine weitere Koordinationsübung durchzuführen.






Danach ging es in die zweite Runde des Spiels, allerdings diesmal mit der Vorgabe, dass jeder Spieler nur 3 Kontakte hatte und nach zehn Minuten wurde sogar auf zwei Kontakte reduziert.

Abschlussspiel

Nachdem auch zehn Minuten mit zwei Kontakten gespielt wurde, wurden die drei kleinen Tore auf der Grundlinie jeweils durch ein Großes ersetzt und es fand noch ein Abschlussspiel statt, ohne weiter Vorgaben des Trainerteams. Es spielte die voraussichtlich erste Elf gegen die Reservespieler.

Ein Spieler, der auf Schalke beinahe vergessen geraten ist, Annan, machte in den Spiel auf sich aufmerksam. Nicht nur seine Defensivaufgaben erfüllte er mit einer Klasse und Souveränität, auch ein Tor nach dem andern schoss er in der Offensive.

Individualtraining

Während die die Einheit der Profis auf dem Hauttrainingsplatz stattfand, trainierte Benni Höwedes auf dem Nebenplatz nach seiner Verletzung wieder an seiner Fitness.

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Er lief gemeinsam mit dem Athletiktrainer diesen Parcours ab und bekam vor jedem Durchgang eine andere Zeitvorgabe, die er erreichen sollte.

Länderspielpause im Breisgau

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    Das Frühlingswetter am Rande zum Schwarzwald lockte, trotz der Länderspielpause und der damit verbundenen Abwesenheit einiger Nationalspieler, rund 70 Fans zum Training des SC Freiburg. Auf dem Platz fanden sich 16 Spieler ein, später sollten noch die beiden Torhüter Oliver Baumann und Alexander Schwolow zur Mannschaft stoßen.

    Sprints und Koordinationsübungen in der Erwärmung

    Das Training begann, wie es immer beginnt. Die Spieler liefen sich 5 Minuten lang warm und machten selbstständig Übungen aus dem Lauf-ABC. Im Anschluss daran standen 15 Minuten voller Sprints, Sprüngen und Koordinationsübungen bevor. Um in den Rhythmus zu kommen wurde es am Anfang locker angegangen. Verschiedene Sprungformen (Einbeinig, beidbeinig) über 5 kleine Hürden dienten zur Gewöhnung.


    Die Sprunghöhe wurde nun immer weiter erhöht. Dafür stellte Athletiktrainer Simon Ickert zwei Kästen in sich steigender Höhe und als drittes Element eine kniehohe Hürde auf. Diese wurden mit Zweibeinsprüngen überwunden. Diese Abfolge wurde in der Folge immer wieder erweitert. Im nächsten Schritt wurden im Anschluss an die Sprünge die kleinen Hürden mit zwei Kontakten in den Zwischenräumen durchlaufen





    Zu guter Letzt folgten die Sprints mit eingebauten Unterbrechungen in Form von kleinen Hürden und Ringen. Die große Hürde und die beiden Kästen wurden nun in entgegengesetzter Richtung übersprungen, damit es nach dem Letzten Kasten eine schnelle Richtungsänderung gab.

    Jetzt wurden die kleinen Hürden im Sprint mit einem Kontakt im Zwischenraum und die Ringe mit einem einbeinigen Zwischensprung und drei großen Schritten überwunden. Die Sprintdistanz betrug so ungefähr 30 Meter.





    6-gegen-2 in unterschiedlichen Feldern.

    Christian Streich und Lars Voßler übernahmen nun die Mannschaft und teilten sie in vier Teams ein. Handlungsschnelligkeit war nun gefragt, denn es wurde 6-gegen-2 in sehr kleinen Feldern unterschiedlicher Form und Größe gespielt. Jeweils zwei Spieler pro Mannschaft waren also in einem der beiden Felder, die erste Form war ein Achteck. Es durfte mit maximal zwei Kontakten gespielt werden und erst wenn die verteidigenden Spieler den Ball klar geklärt hatten, wurde gewechselt.

    Wenn ein Spieler den Ball verlor, so musste er zusammen mit seinem Mitspieler in die Mitte wechseln. Wenn die ballbesitzenden Spieler auf den Außen nicht mehr als drei Pässe am Stück schafften, so mussten sie fünf Liegestütze machen.

    Nach rund zehn Minuten wurde das Feld gewechselt. Die gleiche Aufgabenstellung wurde nun in einem Viereck umgesetzt. Wiederum nach zehn Minuten wechselten die Spieler in ein Fünfeck. Die Kontaktbegrenzung wurde aufgehoben, was den Spielfluss deutlich verbesserte und den Zuschauern einige sehenswerte Kombinationen bescherte.






    1-gegen-1 mit Torhüter

    Nachdem nun die Hälfte des Trainings absolviert war kamen die Torhüter zur Mannschaft. Es wurden jetzt zwei Mannschaften eingeteilt. Im Feld wurde 1-gegen-1 gespielt. Das Spiel ging 30 Sekunden lang und die Torhüter durften nicht angegriffen werden.

    Die Trainer spielten den Ball wahllos von außen ins Spielfeld. Das hatte zur Folge, dass die Spieler gezwungen waren, ins Dribbling zu gehen und einen Zug zum Tor zu entwickeln.





    Zum Abschluss des Trainings wurde das Feld etwas vergrößert. Im Feld wurde nun 2-gegen-2 gespielt, wobei die Spieler sich immer als Innen- und Außenverteidiger aufstellten. Der erste Ball wurde vom Torhüter auf den Außenverteidiger gespielt, sodass dieser gleich unter Gegnerdruck stand.





    Autor: Lars Petersson

Interview Rolf Müller – SG Oppenau U15/U16

interview

Heute im Interview: Rolf Müller vom SG Oppenau U15/U16.

fussballtraining.de: Für welchen Verein bist Du aktuell tätig sind und welche Mannschaft betreust Du?

Rolf Müller: Ich bin Jugendtrainer der SG Oppenau, einer Spielgemeinschaft aus 5 Vereinen. Da betreue ich die U15/U16 die sich aus den Jahrgängen 1997/1998 zusammensetzt.

fussballtraining.de: Wie zufrieden bist Du mit dem Verlauf der aktuellen Saison?

Rolf Müller: Wir spielen in der Bezirksliga Offenburg, wo wir einen guten Mittelfeldplatz belegen. Wir spielen überwiegend mit dem jungen Jahrgang, daher sind unsere Leistungen doch sehr schwankend. Aktuell befinden wir uns in der Rückrundenvorbereitung, die doch einiges erhoffen lässt.

fussballtraining.de: Was ist in dieser Saison für Euch noch möglich?

Rolf Müller: Da sich der junge Jahrgang weiter entwickelt hat, bin ich zuversichtlich, dass wir in der Bezirksliga noch einige Plätze gut machen werden. Außerdem stehen wir im Pokalviertelfinale mit der Perspektive auf das Halbfinale und dann ist vieles möglich.

fussballtraining.de: Welche Philosophie verfolgst Du als Trainer? Was ist Dir besonders wichtig?

Rolf Müller: Da ich als aktiver Fußballer von der ersten bis zur letzten Minute immer alles gegeben habe und jetzt als Trainer bei den Trainingsspielchen, wenn ich mitmache, immer noch so agiere erhoffe ich dadurch auch eine gewisse Vorbildfunktion für ständigen Einsatz zu sein.
Mir ist wichtig das die Jungs Pünktlichkeit an den Tag legen und die Vorgaben im spielerischen und taktischen Bereich umsetzen. Das Allerwichtigste ist aber Spaß am Fußball und als Gemeinschaft aufzutreten.

fussballtraining.de: Wer ist Dein Vorbild als Trainer und warum?

Rolf Müller: Es gibt viele gute Trainer, einen hervorzuheben ist schwierig. Einer der mich heute noch beeindruckt ist Jürgen Klinsmann, der als Spieler und später auch als Trainer immer alles gegeben hat und als Motivationskünstler alle mitgerissen hat.

fussballtraining.de: Welche Schwerpunkte setzt Du in Deinem Training?

Rolf Müller: Meine Schwerpunkte sind das Passspiel als reine Übungs- und Spielformen. In den Spielformen werden unter Gegner und Zeitdruck die Passgenauigkeit gefördert und man kann auch taktische Elemente einfließen lassen wie z.B. das Pressing.
Das Athletiktraining ist für uns im Trainerteam auch wichtig, wir versuchen die Spieler weiter zu bringen. Die Spieler sollten bei allen Leistungsgedanken auch Spaß haben im Training, ansonsten werden sie sich ein anderes Hobby suchen und das wäre für uns als kleiner Verein im Hinblick auf den Seniorenbereich dann sehr schade.

fussballtraining.de: Welche Utensilien dürfen in Deinen Trainingseinheiten nie Fehlen?

Rolf Müller: Das wichtigste ist immer noch der Ball, Hütchen, Leiter, Stangen, Ringe gehören natürlich auch dazu.

fussballtraining.de: Wie bildest Du Dich als Trainer weiter?

Rolf Müller: Vor 4 Jahren habe ich die Ausbildung für die C-Lizenz gemacht, dadurch finden dann wieder Lehrgänge zur Weiterbildung statt. Ich arbeite auch viel mit dem Training Online des DFB und habe ein Abo für die Zeitschrift Fussballtraining.
Am meisten geprägt hat mich das Jahr als Co-Trainer unserer 1. Mannschaft. Dort habe ich sehr viel im taktischen Bereich gelernt.

fussballtraining.de: Was lauten Deine persönlichen Ziele als Trainer?

Rolf Müller: Ich versuche mich als Trainer weiter zu verbessern und aus Fehlern zu lernen, die Mannschaft weiter zu entwickeln, Spaß am Fußball zu vermitteln und den einen oder anderen Erfolg einzufahren.

Sind Sie auch Jugendtrainer und würden sich gerne hier bei uns auf fussballtraining.de vorstellen? Dann schreiben Sie uns noch heute eine Mail an: fussballinterviews@gmail.com

Interview René Wegs – SV Heide Paderborn U19

René Wegs

Heute im Interview: Der U19 Trainer der SV Heide Paderborn, René Wegs.

fussballtraining.de: Für welchen Verein bist Du aktuell tätig sind und welche Mannschaft betreust Du?

René Wegs: Ich bin selber noch aktiver Spieler und trainiere gleichzeitig die A- Jugendmannschaft vom SV Heide Paderborn in der Bezirksliga.

fussballtraining.de: Wie zufrieden bist Du mit dem Verlauf der aktuellen Saison?

René Wegs: Ich habe die Mannschaft leider erst unmittelbar vor dem 1. Spieltag übernommen, was zu einem sehr schwachen Saisonstart führte. Im Laufe der Saison haben wir uns deutlich gesteigert und einige zufriedenstellende Spiele absolviert, sodass ich mich mit der Mannschaft auf dem richtigen Weg befinde. Gemessen an der Punkteausbeute kann man aber sicher nicht zufrieden sein. Die Saison ist jedoch noch lange nicht zu Ende. Wenn wir am Ende unser Ziel erreichen werden, sind alle zufrieden.

fussballtraining.de: Was ist in dieser Saison für Euch noch möglich?

René Wegs: Momentan stehen wir auf einem Abstiegsplatz. Das Ziel ist der Klassenerhalt, was sich aus meiner Sicht noch im Rahmen des Möglichen befindet.

fussballtraining.de: Welche Philosophie verfolgst Du als Trainer? Was ist Dir besonders wichtig?

René Wegs: Ich verlange von meinen Spielern Disziplin und Fairness untereinander. Solange ich sehe, dass meine Mannschaft die taktischen Vorgaben versucht, umzusetzen und den unbedingten Willen ausstrahlt, das Spiel zu gewinnen, kann ich mit Niederlagen ganz gut umgehen. Wenn ich jedoch merke, dass einige Spieler aufgrund von Egoismus und Disziplinlosigkeiten auffallen und somit das Team als Gesamteinheit schwächen, werden auch Konsequenzen gezogen.

Fußballerisch favorisiere ich einige Spielsysteme mehr und andere weniger, jedoch versuche ich, mich nicht auf ein System und eine Art, Fußball zu spielen, zu beschränken. Jeder Trainer muss sehen, welche Spielertypen ihm zur Verfügung stehen, um die Stärken einer Mannschaft optimal zur Geltung zu bringen und den maximalen Erfolg zu erreichen.
Natürlich möchte ich mit meiner Mannschaft dominant spielen, viel Ballbesitz haben und ein gutes Umschaltspiel voraussetzen, aber welcher Trainer möchte das nicht?
Mein Ziel ist es, jedem einzelnen Spieler seine Perspektiven aufzuzeigen, damit er die Chance hat, sich zu verbessern und gleichzeitig das Team als Gesamtbild optimal auf den kommenden Gegner einzustellen.

fussballtraining.de: Wer ist Dein Vorbild als Trainer und warum?

René Wegs: Ein konkretes Vorbild habe ich nicht, da die Arbeit eines Profitrainers für mich nicht transparent ist. Die Motivationskunst von Jürgen Klopp und die taktischen Feinheiten von Pep Guardiola sind schon beeindruckend. Im Endeffekt weiß man aber nicht, welche Verantwortlichen entscheidende Hinweise geben. Ein Großteil der Arbeit wird schließlich von Analysten oder Co- Trainern erledigt.
Ich habe in den letzten Jahren verschiedenste Trainertypen in meiner aktiven Laufbahn erlebt und mir dabei angewöhnt, die Trainingsformen und taktischen Vorgaben zu reflektieren und kritisch zu hinterfragen. So kann ich versuchen, auf der Basis meines Verständnisses von Fußball die positiven Aspekte zu berücksichtigen und im eigenen Training anzuwenden und die negativen Apekte auszulassen.

fussballtraining.de: Welche Schwerpunkte setzt Du in Deinem Training?

René Wegs: Wir spielen in der A- Jugend Bezirksliga. Die Oberste Priorität ist da der Spaß am Fußball.
Spaß kann man allerdings aus meiner Sicht nur dann haben, wenn man einigermaßen erfolgreich ist und dafür muss man hart trainieren. Das bedeutet aber nicht, dass wir viel Laufen oder uns nur auf den konditionellen Bereich beschränken, wenngleich dieser selbstverständlich sehr wichtig ist.
Ich bin ein großer Fan von Spielformen und versuche, sowohl Individualtaktische als auch Mannschaftstaktische Vorgaben in diversen Spielformen einzubringen, um mit speziellen Vorgaben zielführende Verbesserungen vornehmen zu können. Auch Ausdauertraining kann man immer spielerisch gestalten.
Ich hatte bereits erwähnt, dass jeder einzelne Spieler in einem Team wichtig ist und ich auch möglichst individuell trainieren möchte, daher ist ein geeigneter Torwarttrainer und ein qualifizierter Co- Trainer für mich von enormer Bedeutung. So kann man die Trainingsgestaltung aufteilen und verschiedene Trainingsgruppen erstellen, um letztendlich die Stärken weiter zu fördern und die Schwächen eines jeden Spielers zu minimieren.

fussballtraining.de: Welche Utensilien dürfen in Deinen Trainingseinheiten nie Fehlen?

René Wegs: Hütchen und Leibchen in mindestens drei verschiedenen Farben sind in jedem Training im Einsatz. Absolute Grundlage des Trainings sind aber Fußbälle und Tore. Ich lege großen Wert auf Disziplin, daher ist bei mir in jedem Training auch die Qualität der Bälle wichtig, mit zehn platten Bällen brauche ich schließlich keine Spielform machen.
Zu einzelnen Trainingseinheiten kommen auch weitere Hilfsmittel wie Koordinationsleiter, Stangen, Ringe, Pylonen, Hürden etc. zum Einsatz.

fussballtraining.de: Wie bildest Du Dich als Trainer weiter?

René Wegs: Ich bin mit 24 Jahren noch in den Startlöchern meiner „Trainerlaufbahn“. Durch den C- Breitensportleiterschein und einigen Erfahrungen im Jugendbereich bin ich auf die Arbeit mit Jugendlichen aufmerksam geworden. Ich habe mich in meinem Sportstudium bereits Fußballspezifisch vertiefen können und einige Erfahrungen als Übungsleiter in einer Fußballschule gemacht (http://die-runde-fussballschule.de/Startseite.html).
Ganz konkret werde ich in wenigen Wochen mit der C- Lizenz Leistungsfußball mit dem Schwerpunkt Jugendarbeit beginnen.
Weiterbildung bedeutet für mich aber nicht, sich nur über eine Lizenz zu definieren. Ich hatte einige Trainer, die den Fußballlehrerschein besaßen, aber keine Sozialkompetenz, sodass sie als Trainer absolut ungeeignet waren. Andere Trainer, die keine Lizenz hatten waren hingegen sehr kompetent und konnten mir einige Dinge beibringen. Wie bereits erwähnt versuche ich daher für mich Trainingsinhalte- und methoden zu reflektieren, um ein optimales Trainingsprogramm zu erstellen.

fussballtraining.de: Was lauten Deine persönlichen Ziele als Trainer?

René Wegs: Aktuell bewege ich mich als Trainer im Jugendbereich und fühle mich dort sehr wohl. Mir ist es ein großes Anliegen, dass Zufriedenheit und Harmonie innerhalb des Mannschaftsgefüges herrscht. Die Spieler befinden sich als junge Erwachsene nicht immer in einem einfachen Alter. Ich sehe mich in dieser Hinsicht sowohl als Trainer, aber auch als Berater und Ansprechpartner bei Problemen.
Über den Sport, besonders über den Fußball gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, die Jungs auf den richtigen Weg zu bringen. Hier möchte ich den Jugendlichen ein Vorbild sein und ihnen sowohl im sozialen als natürlich auch im fußballerischen Bereich die Chance gebe, sich kompetent weiter zu entwickeln
Wenn ich irgendwann meine aktive Zeit beenden werde, kann ich mir einen Trainerjob im leistungsorientierten Seniorenbereich sehr gut vorstellen.

Sind Sie auch Jugendtrainer und würden sich gerne hier bei uns auf fussballtraining.de vorstellen? Dann schreiben Sie uns noch heute eine Mail an: fussballinterviews@gmail.com

Die SpoWi-Ecke: Aufwärmen und Sprintleistung?

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Wie wirkt sich bestimmtes Aufwärmverhalten auf die schnellkräftigen Leistungsaspekte im späteren Spiel aus? Das obligatorische Einlaufen mit Lauf-Schule gehört wohl für viele Akteure fest dazu. Während sich dann viele Spieler vor Spielbeginn jedoch ausgiebig dehnen setzt die neuere sportmedizinische Schule vermehrt auf Schwunggymnastik oder setzt Dehnung komplett auf die schwarze Liste.

Argumentiert wird hier oftmals mit dem Muskeltonus, also der Spannkraft der Muskulatur – diese wird laut der Sportwissenschaft durch Dehnung gesenkt, weshalb schnellkräftige Bewegungen im Anschluss nicht mehr so schnell ablaufen können.

Die Untersuchung „The Effect of a Short Pracitcal Warm-up Protocol on Repeated Sprint Performance“ von Jonathan Taylot, Matthew Weston und Matthew Portas untersucht genau diese gegenseitige Einstellung und liefert Ergebnisse, welche zumindest eine Tendenz aufzeigen.

Das Untersuchungsdesign der 40m-Sprints

Elf männliche ambitionierte Amateurfußballer wurden durch die Untersuchung geführt, die Athleten mussten zur besseren Vergleichbarkeit je beide Aufwärm-Varianten anwenden. Es wurde also für alle elf Spieler ein kurzes Aufwärmen ohne Dehnen angeboten – danach wurde die Zeit in sechs 40m-Sprints gemessen, dazwischen lagen jeweils 20 Sekunden Pause. Nach frühestens 48 Stunden absolvierte die Gruppe dann gemeinsam einen vergleichbaren Termin, dann aber mit einem längeren Aufwärmen inkl. Dehnung und anschließender Zeitmessung wie beim kurzen Aufwärmen. Durch den Vergleich der genommenen Zeiten konnten die Wissenschaftler Ergebnisse festhalten.

“2-Phase Warm-up“

In der ersten Form, der kürzeren Erwärmung, wurde mit lediglich zwei Phasen gearbeitet. Diese bestanden aus einem fünfminütigem Einlaufen bei etwa 65% der maximalen Herzfreuenz und einer anschließenden hochintensiven Spielform, welche jedoch leider nicht genauer definiert oder geschildert wird. Dazwischen und danach wurde kein Stretching, dynamische oder passive Dehnung angewandt.

“3-Phase Warm-up“

Die andere Form der etwas längeren Erwärmung fand mit drei Phasengliederungen statt. Zwischen dem Einlaufen und der Spielform, welche identisch zum zweiphasigen Aufwärmen durchgeführt wurden, standen an einem Termin dynamische Dehnungsübungen auf dem Programm, an einem anderen Termin statische Dehnung.

Statische und dynamische Dehnung, Ergebnisse

Während zwischen der Laufzeit ohne Dehnung und mit dynamischen Dehnübungen kaum Differenzen eruiert werden konnten (0,2%), so sprechen die Ergebnisse zwischen Laufzeit ohne und Laufzeit mit statischer Dehnung eine klare Sprache (-1,1%). Die Athleten, welche also keine Dehnung vor der Belastung absolvierten, waren um etwa 1,1% schneller als die statisch dehnenden Fußballer. Außerdem wurde eine 13,2%-höhere Laktat-Akkumulation nach der Belastung festgestellt.

Verletzungsprophylaxe wichtiger

Die vorliegende Untersuchung zeigt die Tendenz hin zu einem dehnungsvermeidenden Aufwärmen vor dem Spiel. Da die vermeintliche Verbesserung im schnellkräftigen Gebiet jedoch lediglich im einstelligen Prozentbereich liegt, scheint eine zwanghafte Umsetzung dessen kaum sinnvoll.

Schon aus Gründen der Verletzungsprophylaxe möchten viele Aktive auch vor der Partie Dehnungseffekte spüren – ob dies jedoch wirklich verletzungsvorbeugend wirkt hat die Wissenschaft jedoch noch nicht in allen Umständen hinreichend nachgewiesen.

Wie dem auch sei, so sollte das psychisch-physische Wohlbefinden vor der Partie die größte Rolle spielen. Ob dies nun über statische, dynamische oder komplett ohne Dehnung am effektivsten erreicht wird, bleibt jedem Athleten selbst überlassen.

Nach der Belastung hingegen, also nach dem Training oder dem Spiel, können die ursprünglichsten Ziele der Dehnung – nämlich eine Erhöhung der Beweglichkeit und Flexibilität – am sinnvollsten realisiert werden!

von Dominik Langenegger

SC Training nach der Europa League

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Am Morgen nach dem dürftigen Europa League Auftritt gegen den portugiesischen Erstligisten Estoril bekamen die eingesetzten Spieler trainingsfrei. Die zwölf Spieler aus dem erweiterten Kader und die beiden Ersatzkeeper durften allerdings um 10 Uhr den Trainingsplatz hinter dem MAGE SOLAR Stadion betreten.

Die Torhüter wurden von Torwarttrainer Andreas Kronenberg die erste Stunde der Einheit bis zur Erschöpfung bearbeitet und durften sich anschließend noch die Bälle von der Mannschaft um die Ohren schießen lassen.

Kurze, selbstständige Erwärmung

Die 75-minütige Einheit begann wie üblich mit einer kurzen Erwärmung, die die Spieler selber vornahmen. Daraufhin schickte Christian Streich die Mannschaft in Begleitung seines Co-Trainer Iraklis Metaxas in ein quadratisches Feld.
An jeder Seite wurde ein Minitor postiert und die Spieler traten im 6-gegen-6 gegeneinander an. Nach Torerzielung blieb die erfolgreiche Mannschaft in Ballbesitz und durfte sofort auf die drei anderen Minitore angreifen.

Die ersten fünf Minuten gefielen dem Trainergespann gar nicht, nach einer ausführlichen, lauten Ansprache war dies aber vergessen und die Spieler gingen beherzter zur Sache. Die beiden Routiniers Pavel Krmas und Mike Hanke gaben immer wieder laute Kommandos um vor allem die jungen Spieler aufzumuntern und anzuspornen.

Spieleröffnung im Hauptteil

Die Spieleröffnung war Thema des Hauptteils. Dazu wurde Ersatzkeeper Daniel Batz zur Mannschaft beordert um die angreifende Mannschaft zu unterstützen, ebenso wie Assistenztrainer Patrick Baier auf der anderen Seite. Aus einer Viererkette mit zwei Sechsern wurde das Spiel eröffnet und das Ziel war es, in den Raum hinter einer mit Stangen dargestellten Viererkette zu gelangen.

Die Taktik stand bei dieser Spielform besonders im Vordergrund, weshalb Christian Streich kaum drei, vier Minuten verstreichen ließ, ohne das Spiel zu unterbrechen und lautstarke Kommandos und Hinweise zu geben.

Die abwehrende Mannschaft um Mike Hanke und Sebastian Freis hatte das Pressing und ballorientierte Verschieben bei gegnerischem Ballbesitz als Hauptaufgabe und konnte die breitstehende Innenverteidigung immer wieder zu Abspielfehlern zwingen.

Torschuss als Abschluss

Das Training wurde mit einer Torschussform abgeschlossen. Der Ball wurde aus der Tiefe auf den entgegenkommenden Stürmer gespielt, der sich anschließend mit dem Ball am Fuß drehen und einen Doppelpass mit seinem Stürmerkollegen spielen sollte. Nach dem Torabschluss brachten die Außenverteidiger um Oliver Sorg den zweiten Ball per Flanke in den Strafraum, welcher ebenfalls verwertet werden sollte.

Autor: Lars Petersson

Ballorientiertes Ausdauertraining

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In der aktuelleren sportwissenschaftlichen Literatur wird vertieft dazu übergegangen, Ausdauertraining im Fußball mit Hinzunahme des Balles zu trainieren. In der Tat haben etliche Studien die Effekte intervallartigen Belastungseinheiten mit Ball auf die Ausdauerleistungsfähigkeit untersucht, wovon hier exemplarisch zwei dieser Untersuchungen kurz umrissen werden sollen.

Einfluss von Kleinfeldspielformen auf die Ausdauer

Hill-Haas, Coutts, Rowsell und Dawson führten 2009 an der University of Western Australia, Perth, in Australien eine siebenwöchige Untersuchung durch („ Generic versus small-sided game training in soccer“) und untersuchten dabei spezifisch den Einfluss von „small-sided-games“ auf die Ausdauer bei Fußballern. Unter „small-sided-games“ versteht die US-amerikanische Literatur Kleinfeldspielformen, also Fußballspiele mit wenigen Spielern auf kleinen Feldern und daraus resultierend mehr und längeren Ballkontaktzeiten.

25 leistungsorientierte Jugendspieler wurden demnach zufällig entweder in eine Kleinfeld-Trainingsgruppe gesteckt oder „traditionell“ über je sieben Wochen ausdauertrainiert. Verschiedene Testformen (ähnlich der Untersuchung in Wien) belegten anschließend deutliche ausdauerbezogene Fortschritte in beiden Gruppen. Die Autoren stellten fest, dass beide Gruppen ihre Ausdauer verbesserten und keine signifikanten Unterschiede in den beiden Trainingsmethoden zustande kamen.

Im deutschsprachigen Raum haben beispielsweise Hinterkörner und Oesen 2010 an der Universität Wien die Auswirkungen eines einwöchigen fußballspezifischen Intervalltrainings auf die Leistungsfähigkeit von Amateur-Fußballspielern untersucht.

Insgesamt wurden hierbei 16 männliche Fußballspieler aus dem Amateurbereich in eine je achtköpfige Kontroll- und Trainingsgruppe eingeteilt. Elf Trainingseinheiten in sechs Tagen standen für die Trainingsgruppe auf dem Programm, während die Kontrollgruppe kein Training erhielt. Jeweils vor und nach der Woche unterzogen sich die Probanden einer Leistungsdiagnostik, die eine Spiroergometrie, einen Yo-Yo Intermittent Recovery Test, einen Running Anaerobic Sprint Test und einen 20-Meter-Sprint umfasste, ähnlich der Testbatterie aus der australischen Untersuchung – ebenso wie der ähnliche Aufbau in Kleinfeldspielformen.

Es wurde hier ein Intervalltraining mit vierminütiger Belastung bei 95 Prozent der maximalen Herzfrequenz durchgeführt mit zwischenzeitlichen dreiminütigen Pausen bei 70 Prozent der maximalen Herzfrequenz.

Belastung in Kleinfeldspielformen positiv für die Ausdauerleistungsfähigkeit

Es wurde auch bei Hinterkörner und Oesen belegt, dass intervallartige Belastung in Kleinfeldspielformen positiv auf die Ausdauerleistungsfähigkeit wirkt. Obwohl keine signifikanten Differenzen bei der maximalen Sauerstoffaufnahme erkannt wurden – womöglich auch aufgrund der geringen Untersuchungsdauer – bestanden doch signifikante Verbesserungen der Trainingsgruppe bei der Geschwindigkeit an der anaeroben Schwelle, der Laufleistung beim Yo-Yo Intermittent Recovery Test und bei den Running Anaerobix Sprint Tests.

Bei der Sprintzeit gab es keine signifikanten Unterschiede, auch hier womöglich dem kurzen Zeitrahmen geschuldet. Die Kontrollgruppe hingegen konnte hingegen – wie erwartet – bei keinem der Testverfahren signifikante Unterschiede zwischen den Testzeitpunkten vor und nach der Belastung nachweisen.

Fazit: Ballorientierte Ausdauereinheiten bringen schnelle Erfolge

Durch das Training mit Ball, wie hier im Rahmen der Kleinfeldspielformen untersucht, wird das Herzkreislaufsystem sowie der Stoffwechsel offenbar ebenso gefordert wie durch Intervalltraining ohne Ball. Die Ausdauer in Kleinfeldspielformen zu trainieren ist demnach definitiv möglich. Letztlich ist die Intensität bei den diversen Spielformen mit Ball abhängig von der Zielstellung, Anzahl der Spieler, Spielfeldgröße und Motivation der Spieler. Gerade die motivationalen Gesichtspunkte sprechen jedoch klar für die Durchführung von Ausdauertraining in Spielformen!

Derartige ballorientierte Ausdauereinheiten können also verwertet werden, um (in kurzer Zeitspanne) die fußballspezifische Leistungsfähigkeit anzuheben und können insbesondere im Amateurbereich angewandt werden, da zeitlimitierende Faktoren schlichtweg für die Zusammenlegung von Ausdauertraining mit technisch- und taktischen Aspekten sprechen.

Eine Steuerung der Belastungsintensität mittels Herzfrequenz kann hierbei durchaus hilfreich sein, ist aber aufgrund der beachtlichen Anschaffungskosten diskussionswürdig. Aufgrund sehr positiver eigener Erfahrungen mit solchen Team-Herzfrequenzmessgurten kann der Autor diese jedoch sehr empfehlen.

Von Dominik Langenegger