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23. September 2010

Wie im Abschnitt Knöchelbruch beschrieben, erfolgen die meisten Verletzungen an der Syndesmose im Fall einer Fraktur des Außenknöchels. Zweck der Syndesmose – sie ist ein so genanntes „unechtes Gelenk“ – ist es, das Schienbein mit dem Wadenbein zu verbinden und so das gesamte Sprunggelenk zu stabilisieren. Ist das Band gezerrt oder gar gerissen, verliert der komplette Fuß seine Stabilität. Die Folge ist, dass Schien- und Wadenbein unter Belastung auseinander driften; geschieht dies über einen längeren Zeitraum, so wird sehr wahrscheinlich der Gelenkknorpel beschädigt.

Ist die Syndesmose gedehnt, so sollte eine mehrwöchige Pause eingelegt und das betroffene Gelenk möglichst nicht belastet werden. Wenn das Band gar gerissen ist, dann ist eine Operation unumgänglich. Dabei werden Schien- und Wadenbein mit zwei Stellschrauben versehen, was die Gabel im Sprunggelenk stabiler macht. Gleichzeitig jedoch darf das Bein über sechs Wochen hinweg nicht belastet werden, anschließend werden die Schrauben wieder entfernt. Im Normalfall ist der Riss dann komplett verheilt.