Breitensport vs Leistungssport im Vergleich

Breitensport vs Leistungssport – Was macht hinsichtlich Fußball mehr Sinn? Spaß und Freude am Fußball und der große Zusammenhalt im Verein sind wichtig, jedoch sollte auch ein gewisser Ehrgeiz dahinter stecken. Denn immerhin geht es im Fußball wie auch anderen Sportarten darum, zu gewinnen, auch wenn der Spaß nicht zu kurztreten darf. Aufgrund der folgenden Vor- und Nachteile erscheint eine Zwischenlösung in mitten der beiden Richtungen Breitensport und Leistungssport im Fußball die beste Option darzustellen.

Breitensport vs Leistungssport

Breitensport – Was ist das?

Im Breitensport geht es primär um sportliche Aktivitäten, mit denen die Sportler Spaß an der Bewegung und dem körperlichen Auspowern verbinden. Zudem wird Breitensport fast ausschließlich in der Freizeit betrieben, also zusätzlich zu anderen Aktivitäten. Darüber hinaus werden Sportarten wie der Fußball häufig auch von verschiedenen Geschlechtern und unterschiedlichsten Altersstufen ausgeübt. In vielen Fußball-Mannschaften kleiner Dorfvereine gibt es neben Jugendmannschaften von der G- bis zur A-Jugend auch Seniorenmannschaften, die ebenfalls dem Breitensport angehören, sofern sie nicht in höherklassigen Ligen unterwegs sind.

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Leistungssport – Was ist das?

Im Gegensatz zum Breitensport geht es beim Leistungssport darum, eine bestimmte Sportart intensiv auszuüben und sich im Wettkampf daraufhin zu beweisen. Dadurch kann eine hohe Leistungsfähigkeit erreicht werden. Daher wird sich im Leistungssport viel intensiver mit dem Sport auseinandergesetzt und daher auch eine verbesserte Leistung zu erreichen. Der Leistungssport im Fußball ist vor allen Dingen im Profibereich angesiedelt, aber auch in anderen Sportarten gibt es eine Profi-Sportkultur. Hier gibt es unterschiedlichste Einordnungen bei den Sportarten, beispielsweise der Formel1, dem Boxen, und vielen mehr. Zudem lebt der Leistungssport von Charakteristika wie der gesunden Ernährung, der intensiven Trainingseinheiten und auch regelmäßigen Trainingskontrollen.

Die Ziele im Breitensport

Im Breitensport (oder auch Freizeitsport) geht es darum, dem ausübenden Sportler Spaß, Freude, Vergnügen und Geselligkeit zu vermitteln. Damit soll der Sportler einerseits vom oft harten Alltagsstress abschalten und sich vergnügen, sich andererseits aber auch in einem anderen Umfeld bewegen und wohlfühlen können. Dadurch werden leistungsunabhängige Gruppierungen gefördert und die Kommunikation mit Gleichaltrigen gefördert. Im Fußball-Training bei Amateur- und Jugendmannschaften wird daher der Fokus auf Spaß, Freude an der Bewegung und dem Umgang miteinander gelegt. Viele Kinder spielen in ihrer Freizeit neben der Schulbildung Fußball bei ihren Dorf- und Stadtvereinen und nutzen dieses Breitensportangebot dazu, um sich neben dem Alltag ein Hobby zu suchen und gleichzeitig auch mit Freunden eine gemeinsame Aktivität zu betreiben.

Die Ziele im Leistungssport

Im Gegensatz dazu wird im Spitzen- oder Leistungssport darauf Wert gelegt, dass die Sportler ihre bestmögliche Leistung erbringen und dadurch auf das Maximum ihrer Leistungsfähigkeit getrieben werden. In Folge dessen wird auch nach öffentlicher Anerkennung und ferner dann auch nach einem Geldverdienst gestrebt. In Form der Talentsuche und der Förderung dieser soll der Grundstein für die Zukunft des Leistungssports gelegt werden. Dabei basiert der Leistungssport auch darauf, dass Talente und Jugendspieler aus dem Breitensport gesichtet werden und dazu eingeladen werden, einer Förderung durch einen Spitzenverein beizutreten. Denn fast jeder deutsche Profi-Verein besitzt mittlerweile eine eigene Nachwuchsschule, mit dem der Nachwuchs gefördert wird.

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Breitensport-Vorteile

Generell ist es wohl der größte Vorteil von Breitensport, dass damit der Spaß und die Freue am Sport gefördert wird. Durch das gemeinsame Betreiben mit Freunden, möglicherweise auch Geschwistern, einer Sportart wie dem Fußball, wird das gemeinsame Erlebnis gefördert und auch abseits des Fußballplatzes mit dem Verein eine gewisse Freundschaft geprägt. Zudem ist im Breitensport das Verhältnis innerhalb des Teams oft ausgeprägter und kollegialer als beispielsweise in Profivereinen, auch wenn möglicherweise weniger Zeit miteinander verbracht wird. Jedoch steht Spaß und Freude am Sport im Mittelpunkt und weniger der Druck, gewinnen zu müssen. Denn letztendlich ist der Breitensport ein Hobby, wie jedes andere auch. Zudem zählt vor allen Dingen die Vielseitigkeit des Breitensports in seinen Inhalten als Vorteil zu Buche. Neben einer großen Zahl an Übungen, mit welchen etwa im Fußball und im Training hantiert wird, basieren diese auch in ihrem Hintergedanken auf Spiel- und Spaßformen. Dies führt dazu, dass den Spielern im Verein eine Bandbreite an unterhaltsamen Übungen geboten wird, mit welchen die Sportler vom Alltagsleben abschalten können.

Durch den Teamgedanken, das Ausüben eines gemeinsamen Hobbies und das „Jeder für Jeden“ im Verein, lernen Sportler und vor allem im Jugendbereich auch Kinder, wie sozial miteinander umgegangen werden muss. Dadurch erhält das Verhalten von Kindern im Vergleich zum heimischen Verhaltensmuster neue Sphären, da hier solidarisch und partnerschaftlich agiert werden muss. Durch das gemeinsame Erfreuen an der sportlichen Leidenschaft im Verein wird daher auch die Kommunikation gefördert. Ein weiterer Vorteil am Breitensport im Verein ist es, dass das Angebot und die Zielsetzung für alle Altersstufen gelten. Somit können zum einen Kinder in jungen Jahren durch die Auslegung des Sports gefördert werden, andererseits wird in vielen Amateur-und Freizeitmannschaften auch im Seniorenbereich der Spaß und der Spielgedanke als wertvoller erachtet, als der sportliche Erfolg. Im Breitensport geht es darüber hinaus darum, dass sich der einzelne Spieler im Verein als Individuum innerhalb eines Kollektivs weiterentwickelt. Dies geschieht in Form der bereits erwähnten Kriterien, beispielsweise dem Spaßfaktor, den gemeinsamen Erlebnissen und der Unterordnung in der Mannschaft. Zudem hat jeder Spieler im Verein einen wichtigen Stellenwert und hat das Recht, bei demokratischen Entscheidungen mitzuwirken und somit ein Bestandteil des Kollektivs zu werden. Auch dadurch kann die Individualität der Spieler im Breitensport vorangetrieben werden.

Breitensport-Nachteile

Ein Nachteil der Zielsetzung von Breitensportarten kann allerdings auch sein, dass der fehlende Fokus auf die sportlichen Erfolge dazu führt, dass die Moral der Spieler im Verein verloren geht. Wird beispielsweise im Training (beispielsweise im Fußball) ausschließlich auf den Spaßfaktor Wert gelegt, gehen mit der Zeit sportliche und leistungsorientierte Zielsetzungen verloren. Resultate folgen dementsprechend und ein verlorenes Spiel folgt dem nächsten. Mit der Zeit kann dies dazu führen, dass die Trainingsmotivation im Verein den Bach runtergeht und die Trainingsbeteiligung verringert wird. Im Leistungssport ist das anders.
Ein weiteres Problem könnte sein, dass innerhalb des Teams einzelne Spieler negativ auffallen und sich nicht in das Spaß- und Spielfreudeprinzip untergliedern.

Leistungssport-Vorteile

Durch den Leistungssport werden sportliche Höchstleistungen einzelner Spieler gefördert. Durch Nachwuchsleistungszentren, vor allen Dingen im Fußball bei Kindern, wird in den Trainingseinheiten der Fokus auf maximale Leistungen der Spieler gelegt. Im Training wird die Grundlage für Leistungsvergleiche gelegt, mit dem ein planmäßiges und zielmäßiges Resultat angestrebt wird. Dadurch werden die Leistungen der Spieler bereits in jungen Jahren gefördert, um sie später in Spitzensportler zu verwandeln. Zudem ist es für den Sportler im Verein ebenfalls wichtig, Bewegungsabläufe zu automatisieren und diese regelmäßig und routinemäßig zu wiederholen. Dadurch und auch aufgrund technischer Möglichkeiten ist es mittlerweile möglich, die Leistungen der Spitzensportler zu überprüfen und dadurch auf möglicherweise noch fehlende Qualitäten zu legen. Darüber hinaus kann als ein positiver Faktor von Leistungssport angesehen werden, dass mit der Professionalisierung eines Hobbies der Lebensunterhalt einiger Spieler, die einmal klein angefangen haben, finanziert wird. Ein Philipp Lahm oder ein Bastian Schweinsteiger haben allesamt einmal in kleinen Vereinen angefangen, ehe sie dem Leistungssport und dem Spitzensport beigetreten sind. Beide konnten somit ihr Hobby zum Beruf machen.

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Leistungssport-Nachteile

Gegenteilig kann beim Leistungssport bemängelt werden, dass die Ausstiegsquote bei vielen Jugendlichen im Nachwuchsbereich relativ hoch ist. Zahlreiche Jugendliche schaffen es also nicht, den Sprung vom Junioren- in den Erwachsenbereich beim Fußball zu bewerkstelligen. Andere Spieler haben dagegen schon in jungen Jahren großen Erfolg, etwa im Fußball, sind jedoch dann bereits früh gesättigt von diesen Siegen und daher nicht mehr so erfolgshungrig.

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