Saisonendspurt – Tipps & Übungen für dein Training

Der Saisonendspurt wird im Fußball als wichtigste Phase der kompletten Saison angesehen. Denn dann stehen die letzten und entscheidenden Spiele an und es fallen alle wichtigen Entscheidungen. Unter anderem stellt sich im Saisonendspurt die Frage, wer aufsteigt, wer Meister wird und vor allem auch, wer aufsteigt. Im Profibereich geht es zudem auch um die internationalen Plätze. Aber auch in den tieferen Ligen ist diese Phase sehr wichtig. Um die Spieler ideal auf diese vorzubereiten, sollte der Trainer seine Übungseinheiten anpassen.

Im Saisonendspurt lässt bei vielen Spielern die Kraft nach. Daher sollte die Intensität etwas gedrosselt werden. Hier zeigt sich zudem, wie die Akteure in der Vorbereitung gearbeitet haben. Denn in dieser wird die Grundlage für die späte Phase in der Saison gelegt. Zwar kann der Trainer auch noch in den einzelnen Einheiten die Ausdauer der Akteure steigern, dennoch sollten diese mit ihren Kräften ideal haushalten.

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Saisonendspurt Die Regeneration steht im Mittelpunkt

Da die Sportler im Saisonendspurt bereits den ein oder anderen Spieltag in den Beinen haben, sollten sie nach jeder Einheit ausreichend Regenerieren. Dazu gehört auch, dass der Trainer die Einheiten nach einem Wettkampf passend gestalten. Denn Regeneration kann auch aktiv erfolgen, zum Beispiel mit leichten gemeinsamen Läufen oder motivierenden Spielformen, die nicht zu viel von den Sportlern abverlangen.

Unten werden hierfür einige praktische Übungen vorgestellt. Genauso wichtig ist hierbei, dass die Spieler sich zwischen den Einheiten ausruhen und nicht noch zusätzlich belasten. Sicherlich ist das im Amateurbereich nicht ganz so einfach, da die meisten Hobbykicker zusätzlich noch einen Job haben. Dennoch sollten sie zumindest darauf achten, dass sie alle Verletzungen vernünftig auskurieren. Das gilt gerade für den Fall, dass die eigene Mannschaft um den Auf- oder Abstieg spielt. Dann dann wird jeder Spieler gebraucht.

Sollte die Trainingsintensität im Saisonendspurt verringert werden?

Die Trainingsintensität sollte nicht unbedingt verringert, dafür aber anders gestaltet werden. Denn im Saisonendspurt kommt es auf andere Dinge an als zum Beispiel in der Sommervorbereitung. Dennoch sollten die Einheiten keinesfalls zu lasch ausfallen. Auch am Ende der Saison muss die Konzentration stets hochgehalten werden. Nur dann ist es möglich, alle gesetzten Ziele zu erreichen. Einigen Spielern fällt es am Ende der Saison schwer, sich passende zu motivieren und zu fokussieren. Um dem entgegenzuwirken, sollte der Coach immer Mal wieder auch einige lustige und damit auch motivationsfördernde Übungen in sein Training einbauen.

Denn diese machen Spaß und sind zumeist auch nicht besonders anstrengend. Dennoch erleben die Spieler gemeinsam etwas und der Wettkampfgedanke bleibt erhalten. Das ist im Saisonendspurt auch sehr wichtig. Anders als am Anfang der Spielzeit sollten die Einheiten auch etwas kürzer sein. Dadurch sind die Sportler am Spieltag nicht so müde und können mehr Leistung bringen.

Zu komplexe Übungen vermeiden

Nicht nur der Körper, sondern auch der Kopf sollte im Saisonendspurt eine anders gefordert werden. Denn jede Spielzeit ist sehr lang und zerrt an den Kräften und die Aufnahmefähigkeit lässt deutlich nach. So können neue und sehr anspruchsvolle Trainingsinhalte unter Umständen ihren Effekt erzielen, wenn die Spieler sie nicht verstehen. Besser ist es, bekannte Spielformen in die Einheiten aufzunehmen. Natürlich müssen diese nicht jedes Mal auf dieselbe Weise erfolgen und dürfen stattdessen auch immer Mal wieder etwas variiert werden.

Erfolgserlebnisse halten die Motivation hoch

Selbstvertrauen ist im Fußball ein sehr wichtiger Punkt. Daher sollte der Trainer dafür sorgen, dass seine Schützlinge immer wieder einige Erfolgserlebnisse erhalten. Denn so werden sie an ihre Stärken erinnert und sind im Anschluss auch wieder motivierter. Das kann ein entscheidender Punkt sein, der über Sieg oder Niederlage entscheiden kann. Wichtig ist auch, dass die Spieler für gelungene Aktionen gelobt werden. Auch dadurch steigt das Selbstvertrauen und die Leistung wird gesteigert.

Welche Bedeutung hat Teambuilding im modernen Fußball?

Gerade im Saisonendspurt ist es wichtig, dass die Mannschaft eine homogene Einheit agiert. Denn Fußball ist ein Mannschaftssport, indem Einzelkämpfer keinen Platz haben. Sicherlich gibt es immer Mal wieder den ein oder anderen Mitspieler, mit dem einfach keine Sympathie aufkommen will. Dennoch sollten alle Beteiligten am Erfolg des Teams interessiert sein und eventuelle persönliche Probleme hinten anstellen. Wie gut die Mannschaft funktioniert, zeigt sich sehr häufig im Saisonendspurt. Denn dann ist Teamgeist gefragt. Bei vielen Spielern lassen langsam die Kräfte nach und es wird immer wichtiger, dass sie sich gegenseitig unterstützen.

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Auch aus diesem Grund muss der Coach die Trainingseinheiten so gestalten, dass alle Teilnehmer bei guter Laune bleiben und mit Spaß bei der Sache sind. Hierfür kann er unterschiedliche Wettkämpfe veranstalten. Denn diese machen zum einen Spaß und schaffen Erfolgserlebnisse. Das ist auf jeden Fall besser, als kurz vor Saisonende anstrengende Ausdauereinheiten durchzuführen. Denn es darf auch nicht vergessen werden, dass die meisten Amateure keine Bezahlung für Fußball bekommen und es lediglich als Hobby spielen. Zudem ist es sehr wichtig, am Ende einer Saison Verletzungen zu vermeiden. Denn diese können sehr schnell entstehen, wenn die Kraft nachlässt. Gerade dann, wenn die Mannschaft um den Aufstieg oder um den Abstieg mitspielt, wird jeder Spieler gebraucht. Wie auch in der restlichen Saison sind Verletzungen da nur störend und können über Sieg und Niederlage beziehungsweise über Aufstieg und Abstieg entscheiden.

Taktische Feinheiten im Saisonendspurt forcieren

Das Ende der Saison eignet sich auch sehr gut dafür, um die Taktik zu festigen und kleinere Feinheiten vorzunehmen. Hierbei sollte der Trainer beachten, welche Gegner noch warten. Je nachdem, welche Spielweise diese haben, werden die passenden taktischen Übungen durchgeführt. So gibt es Mannschaften, die sehr tief stehen. In diesem Fall muss Geduld aufgebracht werden, um endlich eine Lücke im Defensivverbund zu entdecken. Andere Mannschaften spielen dagegen sehr offensiv und überraschen ihre Gegner überfallartig. Auch hier kann der Trainer die passenden Maßnahmen trainieren lassen. In diesem Fall macht es Sinn, selber etwas tiefer zu stehen und abzuwarten. Eine sicher stehende Abwehr ist sehr wichtig und sollte daher auch immer wieder trainiert werden.

Mit Motivationsspielen die Stimmung hochhalten04

Motivationsspiele können zu jeder Phase einer Saison für Spaß sorgen und zudem auch die Motivation der Teilnehmer verbessern und hochhalten. Hierbei lassen auch unter anderem auch einige technische Schwerpunkte in einfachen Spielformen verpacken. Das ist sehr sinnvoll. Denn viele Spieler führen die diversen Übungen lieber durch, wenn sie mit Ball stattfinden. Beim Aufwärmen können zum Beispiel einige unterschiedliche Fang- und Laufspiele ein langweiliges und eintöniges Warmlaufen ersetzen. Zudem können auch einige Ausflüge in diverse andere Sportarten ideal für das Warm-up. Im Training selber können diverse Stationsprogramme und Torschussübungen sehr viel Spaß bringen und dennoch auch einen bestimmten Effekt erzeugen.

Am Ende einer jeden Einheit darf natürlich nicht das Abschlussspiel nicht fehlen. Dieses kann entweder frei oder mit bestimmten Vorgaben stattfinden. Zum Beispiel dürfen die Spieler den Ball nur drei Mal führen und müssen dann abspielen. Oder alle Mitglieder der angreifenden Mannschaft müssen bei jedem Angriff die Mittellinie überqueren, bevor ein Tor erzielt werden kann. Dadurch verbessern sie ihre Ausdauer und üben das gezielte Nachrücken. Das kann ein taktisch sehr wichtiges Element sein. Sehr viel Spaß versprechen zudem auch die unterschiedlichen Bolzplatzspiele, wie zum Beispiel das Lattenschießen. Hierbei müssen die Spieler abwechselnd versuchen, die Latte und nicht ins Tor zu treffen.

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Einige praktische Übungen für den Saisonabschluss

1. Übung: Fußballtennis

Zunächst werden zwei Felder von 20 x 10 Metern mit Hütchen abgesteckt. In der Mitte spannt der Coach ein Gummiband, das als Netz fungiert. In jedes der beiden Felder begeben sich vier Spieler und verteilen sich auf der vorhandenen Fläche. Dann treten die beiden Mannschaften im sogenannten Fußballtennis an. Der Ball darf hierbei maximal im eigenen Feld aufkommen, bevor er wieder über das Netz oder volley oder zu einem Mitspieler gespielt wird. Der Aufschlag beziehungsweise die Angabe kann mit dem Fuß oder aus der Hand per Dropkick erfolgen. Ansonsten wird nach den normalen Tischtennis-Regeln gespielt. Anstatt des Gummibandes können auch einige umgedrehte Minitore als Netz fungieren.

Auch ein Elfmeter-Wettbewerb bringt Spaß und hat dabei auch noch einen positiven Effekt auf die Schusstechnik der Teilnehmer. Denn es treten zwei Mannschaften gegeneinander an, die so viele Treffer wie möglich erzielen müssen. Jedes Team stellt natürlich auch einen eigenen Torwart, der sich nach jedem Schuss mit seinem Kontrahenten abwechselt. Noch interessanter wird es, wenn die Verlierer irgendetwas tun müssen, wie zum Beispiel jeweils 20 Liegestütze, drei Runden um den Platz laufen oder den Platz nach dem Training aufräumen.

Bildmaterial: https://www.dfb.de/trainer/c-juniorin/artikel/motivationsspiele-so-macht-das-training-ganz-besonderen-spass-990/

3. Übung: Beckenbauer-Turn

Der sogenannte Beckenbauer-Turn ist ein sehr effektiver Trick, den jeder Spieler beherrschen sollte. Hierbei wird der Ball in einer bestimmten Bewegung, mit dem Außenrist um den Gegner gespielt.

4. Übung: Augenmaß

Es wird ein Hütchentor einige Meter vom Tor aufgestellt. Zudem positioniert sich an Ersterem ein Ballverteiler. Er wird von einem Mitspieler angespielt, dreht sich und passt dann in den Lauf eines weiteren Mannschaftskollegen. Hierbei ist der passende Moment der Laufwege wie auch der Pässe sehr wichtig. Der durchgestartete Ballempfänger verarbeitet das Spielgerät und versucht dann ein Tor zu erzielen.

5. Übung: Schnelle Schritte

Auch der Torwart sollte im Training des Saisonendpspurts nicht zu kurz kommen. Denn auch er hat viel Kraft gelassen und sollte dementsprechend ebenfalls anders trainieren. Eine sehr gute und zugleich auch effektive Übung sind die schnellen Schritte auf der Torlinie. Denn mit ihr kann er sowohl seine Ausdauer wie auch seine Koordination und Reaktion verbessern. Hierfür werden vor dem Tor vier Markierungen aufgebaut. Der Keeper durchläuft diese und macht dabei möglichst schnelle und kleine Schritte vorwärts oder auch rückwärts. Immer Mal wieder wirft oder schießt der Coach einen Ball in Richtung Tor, den der Torwart abwehren und sich dabei dennoch weiterbewegen muss. Er fängt das Spielgerät und rollt es dann zum Trainer zurückwirft.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass im Saisonendspurt anders aber keineswegs lascher trainiert werden sollte. Da die Spieler schon sehr viele Spiele in den Knochen haben, sollten die Übungen eine andere Intensität haben. Wichtig ist, dass sie nach jeder Einheit ausreichend Zeit zum Regenerieren nutzen. Zudem können Motivationsspiele dabei helfen, die Stimmung hochzuhalten und eventuell sogar noch weiter zu verbessern. Das ist gerade im Amateurbereich sehr wichtig, da es keine Bezahlung gibt. Hierfür wurden einige praktische und einfache Übungen vorgestellt. Wenn diese dann noch als Wettkampf durchgeführt werden, sind alle Spieler mit Spaß dabei. Denn schließlich wollen sie als Gewinner vom Platz gehen.

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