Wann setzt der Trainingseffekt beim Fußball ein? (Teil 1)

Grundprinzip der sportlichen Ausdauerfähigkeit

Eines der Grundprinzipien in der Trainingslehre ist die Homöostase. Die Homöostase besagt, dass ein Gleichgewichtszustand in einem dynamischen System stets erhalten bleibt. Speziell in der Trainingslehre heißt das, dass zwischen der vom Sportler geforderten Leistung und der Leistungsfähigkeit eines Sportlers ein dynamisches Gleichgewicht besteht.
Dieses kann man selbst als Sportler beeinflussen indem man seinen Körper gezielt aus dem Gleichgewicht bringt, also fordert und fördert. Je stärker die Anforderungen sind, desto stärker sind auch die Anpassungen, die der Körper vornimmt, damit das dynamische Gleichgewicht des Systems wieder hergestellt wird. Hierbei gilt es jedoch darauf zu achten, dass das System nicht überlastet wird. Setzt man also Belastungen in der entsprechenden Intensität, so wird eine Anpassungsreaktion des Körpers provoziert. Diese Anpassung ist eine Leistungssteigerung des Sportlers.

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Ausdauertraining im Fußball

Die körperliche Ausdauer ist im Fußball ein elementarer Faktor für den Erfolg einer Mannschaft. Denn wenn die Mannschaft körperlich fit ist, so hat sie auch bezüglich Technik und Taktik mehr Konzentrationsvermögen. Wenn die Spieler jedoch damit schon bezüglich der Ausdauer total erschöpft sind, bleibt mental nicht mehr genügend Kapazität um sich auf Technik und Taktik zu konzentrieren. Dementsprechend leidet jeder Torabschluss, jede Ballannahme und die Qualität jedes Passes darunter, wenn die Mannschaft nicht topfit ist.
Bälle Trainingsplatz
Deshalb ist es in der Vorbereitung extrem wichtig die Ausdauer zu trainieren. Hierbei gilt es, die Sportler an ihre persönlichen Grenzen zu bekommen. Denn damit eine Anpassungsreaktion, also eine Leistungssteigerung bewirkt wird, muss wie oben beschrieben das dynamische Gleichgewicht durchbrochen werden. In diesem Fall heißt das, es muss eine gewisse Reizschwelle überschritten werden. Wird diese in einer Trainingseinheit überschritten, so braucht der Körper ca. einen Tag um sich von der Anstrengung zu regenerieren und am zweiten Tag setzt die sogenannte Superkompensation ein. In dieser Superkompensationsphase, die ca. zwei Tage anhält, hat der Körper eine erhöhte Leistungsfähigkeit. Setzt man genau zu diesem Zeitpunkt den nächsten Reiz, so stellt sich eine langfristige Leistungsverbesserung ein. Verpasst man diesen Zeitpunkt, so stagniert das Leistungsniveau langfristig. Setzt man an zwei aufeinanderfolgenden Tagen einen Reiz, zum Beispiel durch ein Training nach dem Spieltag, so kann man bewirken, dass die Superkompensation höher ausfällt. Wichtig ist jedoch zu wissen, dass die Superkompensation IMMER in der Trainingspause stattfindet. Dementsprechend ist es für jeden Spieler auch wichtig in einer Trainingswoche entsprechende Regenerationsphasen zu haben. Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass durch ein Ausdauertraining, das eine gewisse Reizschwelle erreicht, eine Superkompensation eintritt. Setzt man zu diesem Zeitpunkt den nächsten Reiz, so ist der Sportler langfristig bezüglich der Ausdauer leistungsfähiger als zuvor. Wichtig ist es jedoch auch, dass der Reiz nicht zu exzessiv ist, denn ansonsten besteht die Gefahr, dass sich die Sportler verletzen.

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