Wann setzt der Trainingseffekt beim Fußball ein? (Teil 3)

Taktiktraining im Fußball

Für die Taktik gilt das Gleiche wie für die Technik. Es ist wichtig, dass bei der Auswahl der Übungen genau der richtige Schwierigkeitsgrad gefunden wird. Denn ist es für den Trainierenden zu anspruchsvoll, dann steigt er geistig aus und verliert den Spaß am Spiel und an der Übung.
Ist die Übung jedoch zu leicht, so stellt sich kein Trainingseffekt ein und auch wenn ein Sportler unterfordert ist, macht ihm die Übung keinen Spaß und er ist nicht mit voller Konzentration bei der Sache. Um eine Taktik zu erklären, also beispielsweise das „Offensivpressing“ einzuführen, bedarf es der geeigneten Übungen. Diese Übungen müssen so oft wiederholt werden, dass die Abläufe, insbesondere die Laufwege und das Stellungsspiel, bei den Spielern zu Automatismen werden. Damit sich bei einem Sportler ein Automatismus einstellt kann man davon ausgehen, dass der Bewegungsablauf mindestens – je nach Talent und Auffassungsgabe des Spielers – 3000 Mal wiederholt werden muss. Auch hier kann man sich in der Praxis ein Beispiel an den Proficlubs nehmen und die Trainingswoche so gestalten, dass in der Trainingspause bezüglich des Ausdauertrainings eine Taktikschulung eingebaut werden kann.

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Eine beispielhafte Trainingswoche kann folgendermaßen aussehen:

  • Montag: Erholungstag
  • Dienstag: Ausdauer und Techniktraining
  • Mittwoch: Trainingspause
  • Donnerstag: Taktik und Ausdauertraining
  • Freitag: Abschlusstraining und taktische Vorbereitung spezifisch auf den Gegner
  • Samstag: Trainingspause
  • Sonntag: Spiel

Zusammenfassung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich das Trainingsgesetz der Homöostase auf alle Teilbereiche des Fußballtrainings anwenden lässt: Um eine Leistungssteigerung zu erlangen, muss das dynamische Gleichgewicht durchbrochen werden. Dies geschieht mit einem gHütchen3ezielt ausgesuchten Trainingsreiz, der das Leistungsniveau des Spielers angemessen fordert, aber nicht überlastet. Ist das dynamische Gleichgewicht durchbrochen, so stellt sich in der Trainingspause eine Superkompensation ein. Setzt man dann den nächsten Reiz so wird langfristig das Leistungsniveau des Spielers steigen. Wartet man zu lange mit dem nächsten Trainingsreiz, so stagniert das Leitungsniveau. Folgt der nächste Trainingsreiz zu schnell, so besteht die Gefahr der Überlastung und auch so stagniert das Leistungsniveau oder es sinkt sogar. Es ist also beim Fußballtraining enorm wichtig einen angemessenen Mix aus Belastung und Trainingspause zu finden.

Teil 1 findet Ihr hier
Teil 2 findet Ihr hier

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Bildquelle: Ververidis Vasilis / Shutterstock.com