Was man im Saisonendspurt trainieren sollte

Als die wichtigste Phase der Saison bezeichnen viele Spieler und Trainer die Vorbereitung, in der die physischen Grundlagen für eine lange Spielzeit gelegt werden. Wer in der Vorbereitung gut arbeitet, hat gute Aussichten auf eine erfolgreiche Spielzeit. Viele Trainer stehen vor der Frage, wie dann innerhalb der Saison und gegen Ende des Spieljahres das Training gestaltet werden soll. Prinzipiell gilt, dass die Belastung der Spieler gegen Ende geringer wird, weil die Grundlagen im körperlichen Bereich ausreichend trainiert sind. Es geht lediglich darum, die Fitness zu erhalten, was meist schon durch die Spiele und Trainingseinheiten durchschnittlicher bis geringer Belastung erreicht wird. In den Mittelpunkt gehört in dieser Phase folglich mehr die Regeneration. Besonders im Profibereich wird in den letzten Wochen der Saison größter Wert auf ausreichend Pausen und aktive Erholung im Training gelegt. Mannschaften, die international spielen, haben gerade in dieser Phase meist zwei Spiele pro Woche, was ohnehin kaum die Gelegenheit zu intensivem Training bietet. Im Amateurbereich ist das anders, jedoch sind die Beine der Spieler nach einer langen Saison ebenfalls müde, so dass zu viel Training lediglich eine hohe Verletzungsgefahr und keinen sportlichen Nutzen mit sich bringt. Es geht in dieser Phase darum, die Form der Mannschaft zu erhalten oder aufzubauen, nicht die Athletik.

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Geringere oder gleichbleibende Trainingsintensität?

Das bedeutet nicht, dass die Einheiten lascher und ohne Druck erfolgen sollen. Im Gegenteil, intensive Einheiten sind – neben vermehrten rein regenerativen – unbedingt durchzuführen. Dazu gehören kleine Spielformen auf engem Raum genauso wie 11 gegen 11 auf etwa einem Dreiviertel des Spielfeldes. Viele Zweikämpfe, Passspiel unter Druck und Raumnot – alles Dinge, die in dieser entscheidenden Phase der Saison passen müssen und unter allen Umständen in die Trainingswoche gehören. Anders als zu Beginn der Saison oder gar in der Vorbereitung sollten die Spielzeiten nun aber deutlich kürzer sein, um keine Müdigkeit am Spieltag zu forcieren. Prinzipiell gilt: Zu Saisonbeginn werden große Umfänge trainiert, die manchmal zulasten der Konzentration in Spielformen führen und damit eine höhTraining Chelsea 1ere Fehlerquote generieren, zu Saisonende hin werden die Umfänge geringer, die Trainingsspiele „kurz und knackig“. Die Intensität soll möglichst hoch sein, die Fehlerquote gering.

Teambuilding wichtig

Gerade in der Schlussphase der Spielzeit ist es wichtig, ein Team zu sein. Fußball ist ein Mannschaftssport, eine alte Fußballweisheit besagt, dass man in einer langen Saison jeden Spieler braucht, um erfolgreich sein zu können. Das bewahrheitet sich meist gegen Ende des Fußballjahres. Während in der frühen Phase oftmals eine Mannschaft mehr oder weniger durchspielt und wenig rotiert wird, rücken aufgrund von Verletzungen und Sperren, die sich gegen Ende häufen, die Spieler in den Vordergrund, die während der Saison öfter auf der Bank Platz nehmen mussten.

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Nun ist es wichtig, dass diese voll integriert sind und mit Selbstvertrauen und Mut in die entstandenen Lücken treten. Es ist entsprechend sinnvoll, die Trainingseinheiten spaßbetont zu gestalten. Alle Fußballer lieben Wettkämpfe in jeglicher Form, schnelle, enge Spielformen sind bei allen Spielern sehr beliebt. Doch auch die regenerativen Einheiten können und sollten über das stumpfe Auslaufen hinausgehen. Zwar ist auch das gerade im Endspurt wichtig, um Verletzungen zu vermeiden, aber der große Spielraum für Regeneration lässt beispielsweise auch Fußballtennis zu. Damit bringt man als Trainer Spaß ins Training, betreibt gleichzeitig Teambuilding und fördert die Siegermentalität – alles Dinge, die im Saisonendspurt von besonderer Bedeutung sind. Hütchen4

Taktische Feinheiten

Darüber hinaus bleibt auch mehr Zeit für Taktik. Das ist besonders im Amateurbereich erwähnenswert. Profis trainieren oft genug, um auch während des Spieljahres genug Zeit für taktische Dinge zu haben. Amateure trainieren oft nur dreimal pro Woche oder noch seltener und haben damit weniger Zeit, um alles unterzubringen. Oft stehen dann Fitness und grundlegende spielerische Dinge im Vordergrund. Im Fußball spielt jedoch auch die Taktik eine besonders wichtige Rolle. Es bleibt in dieser Phase mehr Zeit für Erklärungen an der Taktiktafel, Verschiebe-Übungen oder das Einstudieren offensiver Laufwege. Darüber hinaus gehören auch Standardsituationen vermehrt auf den Trainingsplan. Die Laufwege bei Eckbällen oder Halbfeldfreistößen wird oftmals nur kurz angerissen und kaum trainiert, weil gar keine Zeit dafür bleibt. Das ist in der Schlussphase anders. Nun ist ausreichend Zeit zur Verfügung, um an Details zu arbeiten und so auf den letzten Metern vielleicht noch den einen oder anderen Gegner zu überraschen und wichtige Spiele zu gewinnen. Darüber hinaus können neue Varianten natürlich in die nächste Saison übernommen werden.

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Zusammenfassend gilt also, die Intensität und Qualität des Trainings soll hoch sein, allerdings werden die Umfänge geringer und die Inhalte der geringeren Belastung angepasst, um Dinge zu trainieren, die während der Saison vernachlässigt werden.

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