Champions-League Afrika: Yanga FC (Tansania) – Township Rollers FC (Botswana)

Das Spiel fand im Rahmen der CAF (Afrikanischer Fußball Verband) Champions League Qualifikation statt. Das National Stadion in Dar es Salaam war der Austragungsort. Yanga FC ist der Rekordmeister (27x) aus Tansania und neben Simba SC (ebenfalls Dar es Salaam) der prägende Verein aus dem Ostafrikanischen Land. Wir haben für Euch etwas genauer die taktischen Grundausrichtungen und Spielanlagen beider afrikanischer Top-Mannschaften in Augenschein genommen.

Grundordnung Yanga FC

Mit Ball

Yanga beginnt mit dem Ball in einem 4-1-4-1, wobei bei der Spielauslösung ein 3-5-2 aufgebaut wird. Über einen abkippenden 6er meist #14 und breit IV entsteht die 3er Kette über hochgeschobene AVs die 5 Mittelfeldspieler.

Der 6er verteilte die Bälle meist auf Außen, welche oft überlagert wurden. Die AVs überliefen häufig und brachten viele Eingabe, woraus auch 2 Elfmeter entstanden, wovon einer zum 1:1 genutzt wurde. Plan B war meist ein longline gespielter Ball der IVs.

Gegen Ball

Spielte das Team aus Tansania ein 4-1-4-1 sowie phasenweise ein 4-4-2, Gegenpressing o.ä. wurde nicht praktiziert meist wurde im Mittelfeld versucht den Ball zu erobern. Die Abstimmung zwischen den AVs und IVs war nicht so gut, viele diagonal gespielte Bälle waren erfolgreich, da die AVs zu weit eingerückt sind.

Grundordnung Township Rollers

Mit Ball

Die Rollers starteten das Spiel ebenfalls in einem 4-4-2 System. Im Spielaufbau arbeitete die Mannschaft aus Botswana viel mit langen Bällen – d.h. die Spielauslösung erfolgte häufig über die breit stehenden IVs und einen langen Ball. Damit ähnelte das System einem 2-4-2-2. Der Plan war dann den 2. Ball zu erobern und kreativ nach vorn zu kommen, ohne feste Struktur.

Gegen den Ball

Der botswanische Gegner von Yanga verteidigte in einem 4-4-2, meist aus einer tiefen Position. Ein Anlaufen des Gegners fand absolut nicht statt, maximal wurde ab und an im Mittelfeld Druck aufgebaut. Die Abstimmung auf der Halben Position war nicht gut, daher entstanden viele Chancen für Yanga.

Fazit

Das 1:1 am Ende war durchaus gerecht, die Rollers hatten die effektivere Spielanlage – jedoch investierte Yanga viel und kam durch einen von zwei Elfmetern kurz vor Schluss zum umjubelten Ausgleich. Beide afrikanischen Teams waren physisch und mental stark, hatten aber oft in der v.a. Gruppentaktik (Abstimmung zwischen Positionen) große Probleme. Anzumerken ist, dass beide Teams noch in der Vorbereitung auf die neue Saison stecken. Definitiv eine sehr spannende und interessante Partie.

von urban-coaching.eu

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