Spanisches Training – deutsches Training

Die zurückliegende Weltmeisterschaft hat erstmals seit langer Zeit eine Mannschaft gezeigt, die wesentlich agiler auf dem Platz aufgetreten ist als zuvor. Schnelle Pässe, rapide Reaktionen – und der Erfolg lag auf der Hand, immerhin schaffte es die deutsche Elf bis weit nach oben. Schließlich fehlte nicht mehr viel zum Titel. Woher kam der Erfolg?

Vorgemacht haben es die Spanier – und das nicht erst während dieser WM. Die Unterschiede zwischen der Bundesliga und der spanischen Primera Division sind deutlich sichtbar, und auch die vergangenen Transfers wie WM-Star Mesut Özil, der sich trotz seines Glanz-Debüts in den ersten Monaten bei den Königlichen sichtbar etwas schwerer tat als erwartet.
Das Tempo ist ein komplett anderes. Das südländische Temperament bestimmt die Liga, und trotz Höchstleistungen scheinen die spanischen Clubs das Tempo wesentlich effizienter durchzuhalten – auch in der zweiten Halbzeit.

Das Training dürfte den Unterschied machen. In Spanien gibt es in der Regel nur ein Training pro Tag – dann aber richtig und spielnahe. Training ohne Ball und ähnliches ist der Primera Division fremd, es wird straffes Praxistraining veranschlagt: drei gegen drei mit zwei bis drei variablen Spielern, Torschusstraining im Team mit reichlich Bällen, so wird in Spanien trainiert. Ein Ansatz, den auch Jogi Löw teilweise übernommen hat und der sich in der WM mit der sehr jungen Mannschaft mit präzisen Pässen und überraschend agilen Spielern geäußert hat. Geht doch!

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