Die Aufgaben der verschiedenen Fußballpositionen erklärt

Im Fußball spielen bekanntermaßen zwei Mannschaften mit jeweils elf Spielern gegeneinander. Im Laufe der Jahre ergaben sich immer wieder neue Aufstellungen und Positionen, die Grundpositionen sind allerdings immer noch dieselben. Diese werden nun genauer vorgestellt und erklärt.

Die unterschiedlichen Positionen im Fußball

Jede der 6 Positionen im Fussball bringt ihre Vor- und Nachteile mit sich. Als guter Fussballtrainer im Amateurbereich solltest du dich unbedingt mit jedem einzelnen Spieler deiner Mannschaft beschäftigen und die geeignete Position für ihn finden. Hat ein Spieler mehrere Stärken, kannst du ihn natürlich auf unterschiedlichen Positionen trainieren und einsetzen.

Torwart

Der Torwart/der Torhüter

Der Torwart ist einer der wichtigsten Spieler einer Fußballmannschaft. Er nimmt die defensivste Position alle Sportler ein und hat auch andere Regeln zu befolgen. So darf er zum Beispiel den Ball innerhalb des Strafraums mit den Händen oder Armen berühren und ihn aufnehmen. Die Hauptaufgabe des Torwarts ist es, zu verhindern, dass das Spielgerät in das Tor des eigenen Teams gelangt. Dafür darf er den Ball mit allen Körperteilen spielen. Er hat also einige Sonderrechte, die die anderen Spieler nicht haben. Auch optisch unterscheidet er sich zumeist deutlich von seinen Mannschaftskollegen.

So ist es in seinem Fünfmeterraum geschützt und darf nicht von den gegnerischen Spielern angegangen werden, wie zum Beispiel bei einer Flanke. Doch der Torwart muss heutzutage weitaus mehr im Fußball machen, als nur Tore zu verhindern. Stattdessen nimmt er bereits als erster Spieler am Spielaufbau teil. Daher ist es wichtig, dass er saubere Pässe spielt und stets konzentriert und ruhig bleibt. Darüber hinaus muss er auch mitspielen. Das bedeutet, dass er eine Anspielstation für seine Kollegen darstellt und bei Angriffen der eigenen Mannschaft daher wie ein Libero agiert.

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Die Innenverteidiger

Die meisten Mannschaften spielen in der heutigen Zeit mit einer sogenannten Viererkette, die aus jeweils zwei Außenverteidigern und auch zwei Innenverteidigern besteht. Letztere haben in erster Linie die Aufgabe, gegnerische Treffer durch die Mitte zu verhindern. Um auch bei Flanken klären zu können, sind sie in der Regel recht groß gewachsen. Das hilft ihnen zudem auch bei eigenen Ecken oder Flugbällen. Denn bei solchen Aktionen gehen die Innenverteidiger oft mit nach vorne und erzielen auch immer wieder Tore mit dem Kopf. Ein sehr gutes Beispiel hierfür ist der Niederländer Virgil van Dijk. Er ist nicht nur der Abwehrchef beim FC Liverpool, sondern ist auch vorne immer wieder brandgefährlich.

Darüber hinaus sind die Innenverteidiger auch am Spielaufbau entscheidend beteiligt. Denn sie leiten die Angriffe ein und spielen daher eine sehr wichtige Rolle. Die Zeit, in der sie nur verteidigen mussten und häufig auch technisch sehr schlecht ausgebildet waren, ist längst vorbei. Ein Innenverteidiger, der neben sehr gut ausgeprägten Defensiv-Fähigkeiten auch den Spielaufbau perfekt beherrscht ist Mats Hummels von Borussia Dortmund. Seine Spezialität sind lange Diagonal-Pässe auf seine Mannschaftskollegen. Kaum ein anderer Innenverteidiger kann diese so genau spielen wie er.

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Die Außenverteidiger

Die anderen Spieler in der Viererkette sind die beiden Außenverteidiger. Sie müssen zwar auch mit verteidigen, haben aber dennoch ganz andere Aufgaben als ihre Kollegen in der Mitte. Ihre Position ist sehr laufintensiv. Denn die Außenverteidiger gehen, anders als die Innenverteidiger, bei fast jedem Angriff mit nach vorne. Sie flanken in die Mitte, ziehen in die Mitte oder hinterlaufen ihre Kollegen. In der eigenen Hälfte müssen gegnerische Angriff über außen verhindern.

Dafür brauchen Sie eine gute Ausdauer und auch eine gewisse Grundgeschwindigkeit verfügen. Sie müssen sich immer auch bei Kontern vorne mit einschalten und Druck über außen machen. In den meisten Fällen spielt rechts ein Spieler mit einem starken rechten Fuß und auf der linken Seite ein Spieler mit einem guten linken Fuß.

Die Mittelfeldspieler

Bei Mittelfeldspielern wird zwischen zentralen und Außen-Mittelfeldspielern unterschieden.

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Die zentralen Mittelfeldspieler: Sechser/Achter/Zehner

Sogenannte Sechser wie auch Achter sind zentrale Mittelfeldspieler. Erstere sind eher defensiv orientiert und unterstützen die Abwehrspieler bei der Verteidigung. Dennoch schalten sie sich auch immer wieder in die eigenen Angriffe ein. Etwas offensiver agieren dagegen die sogenannten Achter. Sie sind bei den meisten Angriffen vorne zu finden und leiten diese auch ein. Dennoch müssen auch sie mit verteidigen. Dabei werden sie von den defensiven Mittelfeldspielern unterstützt.

Der Zehner, der früher auch als Spielmacher bezeichnet wurde, hat dagegen in erster Linie offensive Aufgaben. Gemeinsam mit den anderen zentralen Spielern verteilt er die Bälle, kommt aber auch deutlich häufiger selber zum Torabschluss als zum Beispiel ein Sechser. Er kann sich überall auf dem Platz anbieten und sich die Bälle abholen. Auch alle zentralen Mittelfeldspieler sollten über eine sehr gute Grundkondition verfügen.

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Die Außen-Mittelfeldspieler

Die Außen-Mittelfeldspieler unterstützen die Außenverteidiger bei der Verteidigung wie auch bei allen Offensivaktionen. Sie hinterlaufen sich gegenseitig und sorgen so für Unruhe bei den gegnerischen Spielern. Die Außen-Mittelfeldspieler lassen sich noch in zwei unterschiedliche Typen einteilen. So gibt es den klassischen Außenstürmer, der in den meisten Fällen in Richtung Grundlinie geht und von dieser Position aus hohe Flanken in die Mitte bringt oder flache Pässen in den Rückraum spielt. Hierbei muss er im vollen Lauf immer seine Mitspieler und auch die Gegenspieler im Auge haben.Laufwege Stürmer

Der zweite Typ ist der sogenannte inverse Flügelstürmer. Er läuft eher selten außen auf die Grundlinie, sondern zieht in die Mitte. Dort kann er zum Beispiel einen schnellen Doppelpass mit einem Teamkollegen durchführen oder auch direkt selber zum Torabschluss kommen. Ein Spieler, der diese Bewegung in seiner besten zeit perfekt beherrschte, war der Holländer Arjen Robben (ehemals FC Bayern München). Er konnte wie kein Zweiter fast schon parallel zum Strafraum mit dem Ball am Fuß entlang laufen und von dieser Position aus auf das lange Eck zielen.

Auf diese Weise erzielte er unzählige Tore. Auch wenn eigentlich mit der Zeit alle Gegenspieler seine spezielle Fähigkeit kennengelernt haben müssten, konnten die meisten von ihnen sie nicht verhindern.

Ideal ist es, wenn ein Außen-Mittelfeldspieler oder Außenstürmer beide Varianten beherrscht. Denn wenn er sowohl mit Geschwindigkeit nach außen auf die Grundlinie ziehen und gefährliche Flanken in die Mitte bringen kann und auch in der Lage ist, in die Mitte zu ziehen und selber zum Abschluss zu kommen.

Die Stürmer

Die Stürmer haben die Hauptaufgabe Tore zu erzielen und auch Treffer zu bereiten. Wenn sie sehr kopfballstark sind, sollten sie zudem auch bei Ecken und Freistößen des Gegners im eigenen Strafraum aushelfen. Mit der Zeit entstanden immer mehr verschiedene Abwandlungen des Stürmers. So wird in der heutigen Zeit anstatt auf einen richtigen und groß gewachsenen Mittelstürmer auf eine sogenannte falsche Neun oder eine hängende Spitze gesetzt. Solche Spieler sind etwas kleiner, dafür aber auch beweglicher. Sie können diverse Zuspiele besser verarbeiten und auch selber gefährliche Pässe spielen. Zudem müssen sie, wie auch die Mittelstürmer torgefährlich sein. Letztere haben dagegen den Vorteil, dass sie auch hoch angespielt werden können.

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Sie verarbeiten solche Pässe und können sie solange halten, bis einige Mannschaftskollegen nachgerückt sind. Zudem sind sie zumeist auch aufgrund ihrer Größe auch kopfballstark. Idealerweise befinden sich in einer Fußballmannschaft beide Arten von Stürmern. Denn so kann der Coach flexibel auf alle Spielsituationen reagieren und hat unterschiedliche Möglichkeiten. So ist das eigene Team nicht so leicht auszurechnen. Übrigens gibt es auch sogenannte Konterstürmer. Diese kommen in erster Linie bei eher defensiven Taktiken zum Einsatz. Sie lauern kurz hinter der Mittellinie und warten darauf, dass die eigene Mannschaft den Ball gewinnt und dann blitzschnell selber einen schnellen Angriff startet.

Wie werden die einzelnen Positionen bestimmt?

In den ersten Jugendjahren laufen die Kicker noch ohne wirklich erkennbare Ordnung hinter dem Ball her. Spätestens ab der E-Jugend wird aber mit mehr oder weniger festen Positionen gespielt. Der Coach hat dabei die Aufgabe zu schauen, wie sich die Nachwuchskicker dabei anstellen. So kommt es in dieser Zeit nicht selten vor, dass ein eigentlich als aufgestellter Stürmer doch besser im Tor aufgehoben ist. Wenn im Seniorenbereich ein neuer Trainer eine Mannschaft übernimmt, lässt dieser häufig am Anfang der Saison-Vorbereitung von allen Spielern auf einen Zettel drei Positionen schreiben, auf denen diese sich am wohlsten fühlen. Diese Angaben dienen allerdings nur einer groben Orientierung. Die letzte Entscheidung trifft immer noch der Coach.Anspieler Wandspieler Doppelpass

Anhand welcher Faktoren zeigt sich, auf welcher Position ein Fußballer am besten spielen sollte?

Folgende Faktoren bestimmen, wo ein Fußballer am besten spielen sollte:

  • das fußballerische Können
  • die Körpergröße
  • die Schnelligkeit
  • die Ausdauer
  • die Laufbereitschaft des Spielers
  • die Persönlichkeit

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