1.4. Dribbling im 1-gegen-1

Trainingseinheit vom 9. Mai 2011 von Thomas Voggenreiter (DFV – Der Fussballverlag)

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Die heutige Trainingseinheit verbindet die Inhalte der bisherigen
Montagseinheiten. Das Dribbling und die Richtungswechsel in
verschiedenen taktischen Situationen ermöglichen die individuelle Lösung
einer Drucksituation. In solche Drucksituationen werden die Spieler
heute permanent gebracht, um das Erlernte auf einer erhöhten
Schwierigkeitsstufe auszuprobieren und zu stabilisieren.
Selbstverständlich kann nach drei Einheiten nicht alles perfekt
einstudiert sein – nutzen Sie die zweite und dritte Einheit der Woche,
um die bisherigen Inhalte permanent zu wiederholen und zu festigen! Nur
so entwickeln sich die Spieler nachhaltig weiter!

Damit das Training auch heute wieder Spaß macht, ist das zum Dribbling
themenbezogene Aufwärmen mit Koordinations- und Wettbewerbsaufgaben
gekoppelt. Die auf dem Internationalen Trainerkongress 2009 von Thomas
Krücken gezeigte Übung wurde mit Profinachwuchs, im Dorfverein mit
Herren- und Jugendspielern oft mit Freude nachgespielt und sorgt für
eine hervorragende Einstimmung in die Einheit.

Das Abschlussturnier bietet aufgrund der Raumenge eine besonders hohe
Vielzahl von Torgelegenheiten und Abschlüssen. Hier lässt sich der
Motivationsgrad erhöhen, wenn man statt auf Hütchentore in Minitore
treffen kann. Entsprechende Hinweise erhalten Sie hier Alu-Minitore.

Aufwärmen: Hütchentausch


Organisation und Aufbau vom „Hütchentausch“
Praxisdemonstraion von Thomas Krücken am Internationalen Trainer-Kongrss 2009: Hütchenaustausch im Dribbling.


Organisation und Ablauf

– Mit je einem weißen, roten, blauen und gelben Hütchen ein
Hütchenviereck aufbauen.

– Die restlichen Hütchen der entsprechenden Farben gleichmäßig auf die
Spieler verteilen (z.B. 12 Spieler: je 3 rote, blaue, gelbe und weiße
Hütchen verteilen).

– Die Spieler dribbeln im Feld, jeder von ihnen hat ein Hütchen in der Hand.

– Die Dribbler tauschen ständig die Hütchen aus, dürfen aber nur
andersfarbige Hütchen übergeben (nicht gelb mit gelb).

– Auf Trainerzuruf müssen alle Spieler mit den in diesem Moment gleichen Hütchen:

1) zum gleichfarbigen Feldbegrenzungs­- hütchen

2) zum gegenüberliegenden Hütchen

3) gelb zu rot, blau zu weiß und umgekehrt

4) zum gleichfarbigen minus zwei im Uhr­zeiger­sinn o.ä.

– Die jeweilige Verlierergruppe macht eine Zusatzaufgabe (z. B. 5
Liegestützen).

Hinweise

– Vgl. www.bdfl.de: Internationaler Trainerkon­gress 2009,
Praxisdemonstration von Thomas Krücken (Hertha BSC Berlin, jetzt Arminia
Bielefeld).

– Dribbeln mit: Koordinations-, Wahrneh­mungs- und Reaktionsschulung.

– Der Trainer kann die Spieler sowie die Gruppendynamik sehr gut
beobachten und einschätzen: Welcher Spieler übernimmt in seiner Gruppe
die Kommandos? Welcher Spieler orientiert sich nach Mitspielern, statt
selbst Entscheidungen zu treffen?

– Weitere Vorteile der Aufwärmübung: gegenseitiges Coaching, Spaß.

Variationen

– Unterschiedliche Spieleranzahl: mehr verschiedene Hütchen (z. B.
Größe, Farbe), evtl. Erweiterung auf ein 6- oder 8-Eck.

Hauptteil: 1-gegen-1-Turnier


1-gegen-1 auf 2 Jugendtore. Variation 2-gegen-2 und 3-gegen-3. 

Organisation und Ablauf

– Zwei Jugendtore im Abstand von ca. 20 Metern aufstellen, das Spielfeld
(Breite: ca. 15 Meter) mit Hütchenlinien begrenzen.

– 1-gegen-1 auf Trainerzuspiel zwischen 2 Jugend­toren (Ausball: sofort
neuen Ball einspielen).

– Jeder vs. jeden: Wer wird Zweikampfkönig?

Hinweise

– Wirkung der Zuspiele: Start des Dribblings frontal/seitlich/mit dem
Rücken zum Gegner, in hohes/mittleres/geringes Tempo.

– Dadurch können alle in den vorherigen Trainingseinheiten geübten
Richtungs­wechsel aus dem Dribbling unter Gegner­druck stabilisiert werden.

– Im 1-gegen-1 ist der Schwerpunkt auf der individuellen Lösung, ab dem
2-gegen-2 kommen gruppentaktische Lösungen hinzu. Darauf sind die
Spieler in den bisherigen Ein­heiten aber noch nicht methodisch vorbereitet!

Variationen

– Erweiterung bis 3-gegen-3, allerdings sind nicht geschulte
gruppentaktische Situationen zu lösen. Evtl. als Abschluss­spiel denkbar.

– Mix-Turnier: Die Spieler in 3 Mannschaften einteilen: Ein Team spielt
im 1-gegen-1-Feld (jeder Spieler 5 Durchgänge), die beiden anderen
Mannschaften spielen 2-gegen-2 bis 5-gegen-5 in einem zweiten Spielfeld.


Turnier im Panikraum


Im Panikraum: Enges Feld, hoher Druck, Pflichtkontakte, Lösungen finden! Motivation: Der Ball wird oft im Netz zappeln! 

Organisation und Ablauf

– 4 Teams in 2 sehr kleinen Spielfeldern. Feld 1 mit Jugendtoren, Feld 2
mit 4 Minitoren.

– Turnier jeder gegen jeden, so dass jedes Team in jedem Feld spielt.

– Spiel mit mindestens 3 Pflichtkontakten!

– Der enge Raum und die Pflichtkontakte sorgen für jede Menge Dribblings
unter hohem Gegnerdruck – die situativ richtigen Lösungen und
Richtungswechsel finden! Keine Panik!

 

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