2.1. Anspielpunkte schaffen

Trainingseinheit vom 17. Oktober 2011 von Thomas Voggenreiter (DFV – Der Fussballverlag)

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Je mehr Anspieloptionen ein Ballbesitzer hat, desto variabler kann er einen Spielzug fortsetzen. Dazu fällt es dem Gegner schwer, den Spieler mit vielen Auswegen effektiv unter Druck zu setzen.

In dieser Einheit lernen die Spieler die grundsätzliche Anordnung zum Ballbesitzer. Sie müssen stets nach rechts, nach links und in die Tiefe Anspielpunkte herstellen. Das erfordert Laufbereitschaft! Daneben lernen die Trainingsteilnehmer, wie sie sich grundsätzlich anspielbar machen können. Sie lernen das Lösen aus dem Deckungsschatten in die offene Stellung und wann es sinnvoll oder nicht sinnvoll ist, sich kurz anzubieten.

AUFWÄRMEN: 4-GEGEN-2

Organisation und Ablauf

• 6 Spieler mit einem Ball im Übungsfeld (ca. 8×8 Meter), die beiden in der Mitte jagen den Ball.

• Die äußeren Spieler passen sich den Ball direkt oder mit maximal 2 Kontakten zu.

• Erwischt ein Innenspieler den Ball, darf der Innenspieler, der am längsten in der Mitte war nach außen wechseln.

• Der Außenspieler, der den Ballverlust verursacht hat wechselt nach innen. Der Grund für den Ballverlust liegt häufig nicht bei dem Spieler, der den Ball verliert, sondern beim Partner, der …

– keinen Anspielpunkt schafft (Laufarbeit!)

– einen schlechten Pass zuspielte (z. B. in den Rücken, ohne Druck, zu hart, usw.)

– zu einem gepressten Mitspieler passt, statt das Spiel in einen freien Bereich zu drehen

Hinweise

• Das 4-gegen-2 ist eigentlich ein Spaßspiel, kann aber sehr intensiv gecoacht werden.
Hauptcoachinginhalt hier: Anspielpunkte schaffen.

Variationen

• Bei größeren Gruppen: 5-gegen-2 mit Direktspiel. Gerade für unerfahrene Spieler ist das sehr komplex, weil die im Direktspiel die Bewegungen des Gegners, der Mitspieler und des rollenden Balles gleichzeitig wahrnehmen müssen.

• Intensive Variation: 3-gegen-1. Die Außenspieler müssen relativ lange Laufstrecken aus dem Deckungsschatten zurücklegen, der Mittelspieler muss zwischen drei Gegnern attackieren.

• Je größer das Spielfeld, desto schwieriger die Balleroberung, weil die Mittelspieler einen größeren Raum kontrollieren müssen. Im kleineren Feld stehen dagegen die Außenspieler schnell unter Druck und müssen rasch Lösungen finden.

HAUPT-/SCHLUSSTEIL: 4-GEGEN-4 AUF TORE MIT TORHÜTERN

Organisation und Ablauf

• Spielfeld mit zwei Jugendtoren, zwei Mannschaften bilden. Bei größerer Trainingsgruppe evtl. Turnier oder paralleles Spielfeld mit Minitoren.

• Spiel mit Trainercoaching: Der Ballbesitzer muss jeweils links und rechts sowie auf Lücke eine Anspielstation haben!

• Beide Mannschaften coachen.

Hinweise

• Bei Fortgeschrittenen kann auch das Defensivcoaching berücksichtigt werden, in der grundlegenden Ausbildung ist jedoch die Offensivarbeit wichtiger.

• Die Spieler auf die gleichen Fehler wie beim 4-gegen-2 hinweisen:

– Wer hat keinen Anspielpunkt hergestellt?

– War das Zuspiel gegen die Bewegung?

– War das Zuspiel zu schwach oder zu scharf?

– usw.

• Die letzten 10 Minuten frei spielen lassen.

Variationen

• Je nach Spielerzahl andere Mannschaftsgrößen. Allerdings ist die vorgeschlagene Variante ideal auf das 4-gegen-2 (mitspielender Torhüter: 5-gegen-2) zugeschnitten!

• Toralternativen: Minitore, Hütchentore usw.

 

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