1. FC Köln: Einzeltraining für Marcel Risse

In der ersten Woche der Länderspielpause erlegte FC-Chefcoach Peter Stöger seinen Schützlingen teils zwei Einheiten täglich auf, von denen allerdings manche eher regenerativ und spielerisch daherkamen. Bei herrlichem Wetter gab es im 45-minütigen Mannschaftstraining einen stetigen Wechsel zwischen zwei Übungen. Marcel Risse dagegen schwitzte über eine Stunde mit Rehatrainer Marcel Abanoz, um nach seinem Kreuzbandriss im vergangenen Herbst wieder Fuß zu fassen.

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7 gegen 2 zum Auftakt

Bei strahlendem Sonnenschein begrüßte Stöger in Abwesenheit einiger Nationalspieler 18 Profis, – davon drei Keeper – die bereits in zwei Teams á acht Spielern sowie zwei freie Männer eingeteilt waren. Toptorjäger Anthony Modeste war auch dabei; Frankreichs Auswahltrainer Didier Deschamps hatte zum wiederholten Mal auf den 22-Tore-Mann verzichtet. Zunächst stand nach einer kurzen Ansprache von Stöger an seine Jungs das klassische 7 gegen 2 mit einem Ballkontakt in markierten Feldern an.

Spiel auf Ballbesitz mit zwei freien Männern

Nach etwa zehn Minuten kamen dann die Leibchen zum Tragen: Die beiden Teams spielten gegeneinander drei Durchgänge á zweieinhalb Minuten auf Ballbesitz, die freien Männer – die drei Torhüter übernahmen im Wechsel diesen Job – standen an den beiden Enden des Feldes und konnten von beiden Mannschaften einbezogen werden. Die Spieler im Zentrum durften den Ball abwechselnd unbegrenzt häufig oder zweimal hintereinander berühren, die Akteure außen waren angehalten immer direkt zu passen. Nach Abschluss der drei Durchgänge betrat Risse nahezu unbemerkt den Rasen und nahm seine individuelle Einheit auf. Er begann unter Leitung von Abanoz mit lockeren Läufen, bei denen einfache Übungen eingestreut wurden, und Sprüngen aus tiefer Körperposition.

Kurzes Mannschaftstraining, zweite Einheit nachmittags

Nach erneuten zehn äußerst launigen Minuten beim 7 gegen 2 absolvierten die Profis auch beim Spiel ohne Tore das gleiche Programm wie zuvor. Ehrgeiz und Intensität allerdings nahmen mit der Zeit deutlich zu. Nach insgesamt 45 Minuten beendete der Chefcoach ein Training, das nur lediglich das erste von zweien an diesem Tag war. Am Nachmittag würde sicherlich eine körperlich härtere Einheit folgen.

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Mehrere Parcours für Risse

Den Feierabend schon früh am Tag verdient hatte sich dagegen Marcel Risse: Abanoz scheuchte ihn noch über eine halbe Stunde nach dem Ende des Mannschaftstrainings über den Platz. Phasen, in denen das Ballgefühl wiedererlangt werden sollte, wechselten sich mit Laufparcours ab. Skippings und Richtungswechsel standen beim ersten Aufbau im Vordergrund.

Ballgefühl und Kondition kombiniert

Nach je zwei Durchgängen passten sich Abanoz und Risse locker Bälle hin und her, teilweise durchkurvte Risse auch mit einer Kugel die übrigen herumliegenden Bälle oder hielt einen Ball alleine hoch. Der FC legt offensichtlich Wert darauf, dass Rekonvaleszenten nicht nur konditionell, sondern auch fußballerisch wieder an Einsätze herangeführt werden.

So beinhaltete der zweite Parcours dann eine Kombination aus Übungen mit und ohne rundes Leder. Nach der Überquerung von Hürden und dem Durchlaufen von Stangen musste Risse erst einen Ball zurückpassen und ihn nach einem zweiten Zuspiel auf Ansage in einem von zwei Hütchentoren versenken.

Die letzte Form forderte einmal mehr schnelle und präzise Beinarbeit von Risse, bevor der gleiche Abschluss mit dem Ball wie beim vorigen Aufbau anstand. Zuletzt verknüpfte Abanoz die beiden letzten Parcours und ließ sie Risse noch ein paarmal ausführen.

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Lädiertes Knie stabilisieren

Besonders wichtig nach schwerwiegenden Verletzungen wie einem Kreuzbandriss ist die Stabilisation des geschädigten Bereichs. Daher ließ Abanoz seinen Schützling nicht ohne derartige Übungen für das Knie in die Kabine verschwinden. Letztlich hatte es der Flügelspieler geschafft und durfte nach dem Autogrammeschreiben für die geduldigen Fans unter die Dusche. Einen Einsatz Risses in der laufenden Spielzeit schloss Stöger bereits aus, doch zur kommenden Saison ist wieder mit dem „Torschützen des Jahres 2016“ zu rechnen.

von Tom Trilges

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