1. FC Köln: Schnellkraftübungen und Flankentraining

Das erste Training für die Kicker vom „effzeh“ nach dem Punktgewinn in Dortmund gestaltete Coach Peter Stöger recht locker. Das etwa einstündige Training, das aufgrund der Witterungsbedingungen ins Franz-Kremer-Stadion nebenan gelegt wurde, beinhaltet aber eine interessante Abschlussübung.

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Zunächst übergab Stöger allerdings an seine beiden Athletiktrainer. Die ersten 25 Minuten stehen ganz im Zeichen von Kondition und Warm-Up. Während die drei Torhüter sich bereits im Torwarttraining befinden, absolvieren die Spieler Kräftigungsübungen mit dem Theraband. Anschließend stehen koordinative Punkte, Stretching und Sprünge auf dem Programm, was in zwei Gruppen ausgeführt wird.






Die Sprünge werden vorwärts über kleine Hütchen ausgeführt, oder (wie in der Übung danach) über ein Seil auf Hüfthöhe. Hier ist zu beachten, dass der Bodenkontakt möglichst gering gehalten werden soll. Es geht um schnelle, explosive Bewegungen.



Die zweite Gruppe führt zeitgleich Sprints gegen Widerstände durch. Durch ein Seil, das der Mitspieler hält, wird Widerstand erzeugt. Das Seil löst sich, wenn der Druck zu hoch wird.




Danach gingen die Spieler in einen maximalen Sprint über (etwa 25-30 Meter). Beide Gruppen drehten anschließend locker eine gemeinsame Runde miteinander. Danach wechselten sie die Stationen. Wichtig ist, den Spielern bei maximalen Sprints längere Pausen einzuräumen. Gerade bei Amateursportlern ist es kontraproduktiv, die Spieler zu viel ohne Pausen trainieren zu lassen.

Daumenregel: Pro zehn Meter maximaler Sprintdistanz, etwa eine Minute Pause.

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Pässe in 2er-Paaren und Abschlussübung über Kombinationsspiel

Die Spieler fanden sich nun in 2er-Pärchen mit Ball zusammen. Über verschiedene Distanzen wird der Ball mit unterschiedlichen Techniken gespielt (Druckpass, Chip, Effet…). Der Empfänger nimmt den Ball spielgetreu in die Bewegung mit. Nach etwa zehn Minuten werden die Torhüter mit eingebunden. Während zwei Keeper das Torwarttraining weiterhin absolvieren, wird der jeweils Dritte ins Tor zu den Spielern geschickt. Anschließend wird folgende Kombinations- und Abschlussübung ausgeführt:

Der Ball wird kurz hinter der Mittellinie (gegnerische Hälfte) tief auf einen entgegenkommenden Mittelfeldspieler gespielt, der den Ball wieder auf den Passgeber klatschen lässt. Dieser spielt wiederum einen druckvollen Pass auf einen Stürmer, der sich durch eine Auftaktbewegung (wie auch der Mittelfeldspieler) vom gedachten Verteidiger löst.

Das Trainerteam hat sich in diesem Fall für Passstangen entschieden, denkbar sind natürlich auch Hütchen und viele andere Geräte. Der Stürmer lässt den Ball nun auf den Mittelfeldspieler klatschen – dieser bugsiert das Leder in den Lauf eines Außenspielers, der möglichst zügig zum Flanken kommen soll. Der eben noch “klatschende” Stürmer wird nun zum zweiten Stürmer im Strafraum und kreuzt automatisch mit seinem Partner, indem er auf den zweiten Pfosten läuft.

Flanken: Hoch auf den 1. Pfosten oder in den Rücken der Abwehr

Die Trainer weisen darauf hin, dass auf den Außenbahnen mit maximal drei Kontakten gespielt werden soll. Das hängt natürlich auch davon ab, wie gut der Pass nach außen gespielt wird. Lob ernten die Flankengeber immer dann, wenn der Ball stramm und hoch auf den ersten Pfosten gespielt wird. Wahlweise werden die Bälle auch flach in den Rückraum gespielt (Rücken der Abwehr).




Wichtig ist auch, dass sich die Passempfänger im Mittelfeld über eine Auftaktbewegung deutlich aus dem Deckungsschatten der Verteidiger lösen. Sie fordern den Pass, der auf das gegnerferne Bein gespielt werden sollte, damit der Spieler den Ball gut abschirmen kann. Darüber hinaus sollten die Pässe immer mit Druck gespielt werden, die „klatschenden“ Bälle allerdings druckfrei, d.h. der Spieler muss den Druck wieder raus nehmen, damit sein Mitspieler den Ball vernünftig weiterspielen kann. Die abschließenden Spieler sollten den Ball möglichst schnell auf das Tor bringen. Zu empfehlen ist ein Kontakt (bei guter Flanke), allerhöchstens aber drei.

Coaching dieser Übung

– deutliches und dynamisches “Freiwerden” des Empfängers durch Auftaktbewegung
– druckvolles Anspiel auf das gegnerferne Bein
– Druck rausnehmen beim “klatschen lassen”
– druckvolle Flanke
– schneller Abschluss

Cool-Down und Spaß im Kreis

Der unüberhörbare Pfiff des Co-Trainers signalisiert das Ende der Übung. Die Spieler teilen sich nach „Interessen“ selbstständig auf. Etwa die Hälfte der Spieler spielt weitere Flanken über außen auf zwei Stürmer. Der andere Teil begibt sich in ein Kreisspiel (8 gegen 2). Milos Jojic und Neven Subotic spielen zu zweit lange Bälle.

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Zusammenfassung:

● 25 Minuten Athletik, Koordination, Schnelligkeit
● 35 Minuten Torschuss- und Kombinationsübung

von Jannis Fabian Kruck

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