Kölner mit Spikeball und 3-Zonen-Spiel zu höherer Intensität

Noch bevor Cheftrainer Markus Anfang mit seinen Feldspielern den Trainingsplatz am Geißbockheim betreten hatte, war Andreas Menger mit den Torhütern schon in vollem Gange.

Die vier Schlussmänner des FC spielten in zwei Teams gegeneinander Spikeball – eine Trendsportart, die ein entfernter Verwandter des Beachvolleyballs ist und sich in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit erfreuen konnte.

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Dass Spikeball seinen Weg bis in den professionellen Fußball gefunden hat, verwundert nicht. Neben der Reaktionsfähigkeit schult es vor allem auch die Antizipation, die Präzision sowie im Falle der Torhüter auch Reflexe, Sprünge und die Absprache mit dem Mitspieler. Wer beim Spikeball nicht kommuniziert, hat schlechte Karten.

Als die Torhüter schon längst warm waren begannen die Feldspieler mit Ballgewöhnungsmaßnahmen ihr Training. Auf entspanntes Hochhalten folgten Stabilsierungsübungen und eine kurze Einheit mit Terrabändern, um die Muskulatur für die Kerneinheit des Trainings zu aktivieren.

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Passgenauigkeit im Zonenspiel

Anfang setzte in dieser Einheit den Schwerpunkt auf spielerische Trainingsformen. Für die erste Variante teilte er das Spielfeld in drei verschiedene Zonen ein. Bei dieser Übung spielt Mannschaft 1 von links nach rechts, Mannschaft 2 umgekehrt. Die Zonen dürfen zu jeder Zeit betreten und bespielt werden.

Punkte kann eine Mannschaft jedoch nur erzielen, wenn sie sich Schritt für Schritt in die Endzone (Zone 3) spielt. Mannschaft 1 beginnt zum Beispiel in Zone 1 und hat die Aufgabe, dort fünf erfolgreiche Pässe in Folge in den eigenen Reihen zu spielen. Ist dies gelungen, werden die erfolgreichen Pässe in Zone 2 gezählt.

Schafft es eine Mannschaft nun auch in ihrer Endzone fünf erfolgreiche Pässe zu spielen, erzielt sie einen Punkt. Erobert die andere Mannschaft den Ball, wird in der noch nicht erfolgreich bespielten Zone wieder angefangen zu zählen. Um die Zweikampfdichte nochmal zu erhöhen, kann die Regel hinzugefügt werden, dass eine Zone überhaupt erst dann verlassen werden darf, wenn die fünf Pässe erfolgreich gespielt worden sind.

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Ein freier Mitspieler bietet sich ebenfalls an, um das Überzahlspiel zu trainieren. Natürlich kann die Anzahl der erfolgreichen Pässe, die gespielt werden müssen, diese Übung wesentlich verändern.

Torabschlüsse, Zweikämpfe und Umschaltspiel

Im Anschluss veränderte Markus Anfang die Übung ein wenig. Bei dieser Variante kommen nun zwei Torhüter hinzu und das Spielfeld wird etwas verkleinert. Die Zoneneinteilung bleibt bestehen, jedoch werden jetzt die Punkte durch Tore erzielt. In den beiden Randzonen nahe der Tore sind nur zwei Ballkontakte erlaubt.

In der mittleren Zone herrscht freies Spiel. Neben der hohen Zweikampfdichte und -intensität kommen bei dieser Version ebenfalls sehr viele Torabschlussmöglichkeiten auf. Außerdem ist es nach Balleroberung erlaubt, direkt umzuschalten und auf das Tor zu spielen. Anfang ließ diese Übung in vier Durchgängen ablaufen, die jeweils um die fünf Minuten dauerten. Im letzten Durchgang hob er die Ballkontaktbeschränkungen auf, wodurch sich das Spiel in den gefährlichen Zonen etwas verlangsamte.

von Julian Meusel

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