Hertha trainiert Aufbauspiel im 4-2-3-1-System

Dieses Training der Hertha lässt sich in zwei Abschnitte teilen. Zunächst stand für die Akteure der Spaß im Vordergrund, anschließend ging es im zweiten Teil der Einheit hauptsächlich um einen sauberen Spielaufbau.

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Zu Beginn des Trainings versammelten Coach Pal Dardai und sein „Co“ Rainer Widmayer das Team zur obligatorischen Ansprache.

Intensives Torwarttraining

Während die angeschlagenen Spielern auf einem gesonderten Bereich des Trainingsgeländes spezielle Übungen mit dem Athletiktrainer machten (s. Foto), schnappte sich Torwarttrainer Zsolt Petry den einzigen fitten Torwart, U23-Mann Leon Schaffran, zum Torhütertraining. Es ging mit einer lockeren Rückpassübung los. Schaffran musste die von Petry aus sehr kurzer Entfernung zugespielten Bälle präzise zurückpassen. Anschließend wurden dem Nachwuchskeeper die Bälle zugerollt und er musste zwischen den Rückpassen schnelle Bewegungen machen. Auf dem Platz hatte Petry zuvor Stangen ausgelegt, die Schaffran mit schnellen Schritten umlaufen sollte.

Darauf folgte eine Lockerungsübung: Schaffran legte sich dafür mit dem Bauch auf den Rasen und musste den Oberkörper vom Rasen wegdrücken („Schwanenhals“).

Danach kam der Ball wieder zum Einsatz. Bei dieser Übung schoss Petry die Bälle aus den Händen heraus auf Kopfhöhe des Schlussmannes. Dessen Aufgabe war es, die Schüsse ohne nachfassen zu parieren.
Anschließend musste der Torwart mit Tippelschritten seinem Übungsleiter entgegenlaufen, dann tippelnd zurück und bekam dann den Ball in den Fuß gespielt, musste diesen direkt zurückpassen und anschließend einen Flachschuss von Petry parieren.

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Auch unter Druck souverän

Dann folgt eine ähnliche Übung, bei der Petry zunächst einen strammen Schuss aus den Händen heraus in Richtung Tor feuerte. Nach der Parade musste Schaffran, noch bevor er sich wieder aufrichten konnte, den Ball zu Petry zurück werfen und dann ein paar Tippelschritte zurück machen. Der Nachwuchskeeper bekam den Ball dann zugepasst, drehte sich einmal zur anderen Seite und schoss den Ball von sich weg. Diese Übung zielte darauf ab, die fußballerischen Fähigkeiten des Torwarts unter Druck zu verbessern.

Im Hintergrund hatten während dieser ausführlichen Torwartschicht die Feldspieler ein ungewöhnliches Trainingsspiel absolviert: In zwei Mannschaften aufgeteilt, wurde Handball gespielt. Es ging jedoch nicht darum, Tore zu erzielen, sondern den Ball in schnellen Abfolgen hin- und her zu passen. Sobald das gegnerische Team an den Ball kam, war ein Durchgang vorbei usw…

Im Blickpunkt: Sauberes Aufbauspiel

Danach stand dann auch für die Feldspieler „richtiger“ Fußball auf dem Programm. Das Trainerteam hatte auf dem Feld Spielerattrappen aufgestellt. Die Akteure wurden in 2 Teams á 11 Spieler aufgeteilt und wechselten abwechselnd von Defensive zu Offensive.

Die Spieler in der Defensive mussten sich jeweils an einer der Attrappen positionieren. Die Spieler in der Offensive hatten die Aufgabe, geordnet aus der Viererkette heraus nach vorne zu spielen. Das Team war im 4-2-3-1 postiert. In dieser Spielform achtete das Trainerteam besonders darauf, dass die Akteure saubere, klare Pässe spielen. War die letzte Linie der Spielerattrappen überspielt, mussten die Offensivakteure auf die Abseitslinie achten, ansonsten war der Weg zum Tor von Leon Schaffran frei. Das zweite Team absolvierte die gleiche Übung in einer leicht veränderten taktischen Grundordnung: Statt 4-2-3-1 im 3-4-3-System.

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von Kevin Schulte

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