Nach Kaiserslautern ist vor Madrid

15 Grad und hellblauer Himmel, noch dazu sind Osterferien und der FC Bayern hat am Vorabend seine Pflichtaufgabe im DFB-Pokal gegen 1 FC Kaiserslautern mehr oder weniger souverän gemeistert. Die perfekten Voraussetzungen also für ein gemütliches Auslaufen/Training vor den Spielen gegen Braunschweig und natürlich Madrid. Vor den Augen der ca. 1000 anwesenden Fans betraten die Spieler den Trainingsplatz etwas verspätet und wurden zuerst einmal zu einer kleinen Ansprache von Trainer Pep Guardiola gebeten.

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Die Mannschaft kommt zusammen

Zu Beginn der Trainingseinheit fiel auf, dass Jerome Boateng, sowie David Alaba krankheitsbedingt fehlten. Manuel Neuer absolvierte mit Fitnesscoach Thomas Wilhelmi eine lockere Laufeinheit unter den gespannten Blicken der Zuschauer, ob er denn auch rechtzeitig fit sein würde für das Champions League Hinspiel im Bernabéu in Madrid.

Die restlichen Spieler verteilten sich auf 2 Gruppen und begannen mit lockeren Sprints und Dehnübungen. Während alle ihre Übungen durchzogen, nahm Guardiola Mario Götze auf die Seite und redete gestenreich minutenlang auf ihn ein.

Spieler absolvieren Dehn- & Sprintübungen

Nach dem Dehnen fanden sich jeweils 8 Spieler zum 6 gegen 2 im Kreis zusammen. Der Sinn der Übung ist es, mit einem Ballkontakt den Ball zum Mitspieler zu passen, ohne, dass die beiden Spieler in der Mitte den Ball erwischen.

Diese Übung ist eine gute Vorbereitung auf Spiele, denn wenn zum Beispiel eine Mannschaft wie Dortmund, die es vor ein paar Tagen gegen die Bayern gezeigt hat, die Verteidiger extrem anpresst, ist schnelles und genaues Passspiel auf engem Raum gefragt, um sich aus solchen Situationen zu befreien.

Pep Guardiola beobachtet das Spielchen seiner Spieler und unterbrach hier und dann um etwas anzumerken. Die Spieler, die am Vortag gegen Kaiserslautern in der Startelf standen, absolvierten gesondert ein lockeres Auslaufen und verschwanden nach 45 Minuten wieder in der Kabine.

6 gegen 2 – Spiel im Kreis unter Beobachtung von Guardiola

In der Zwischenzeit hatten die Assistenten von Guardiola eine Übung aufgebaut (siehe Grafik), in der sowohl Schnelligkeit, Präzision und Torabschluss gefordert waren. Zuerst mussten die Spieler zwei kleine Hindernisse überspringen, dann einen kleinen Schlangenslalom laufen, gefolgt von einem Kopfball und danach einem Doppelpass und schlussendlich dem Torabschluss.

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Pep Guardiola beobachtete das Ganze und feuerte die Spieler, insbesondere Mitchell Weiser und Javi Martinez (auf spanisch) an, noch schneller und konzentrierter die Übung durchzuziehen, mit dem Ergebnis, dass die Spieler mitunter schwer am schnaufen waren.


Pass-, Schnelligkeits- und Torschussübung

Zum Abschluss des Trainings gab es dann noch ein lockeres Spiel 4 gegen 4 auf zwei Tore, mit der Besonderheit, dass Mario Götze ein neutraler Spieler war, d. h., dass er von der jeweils ballbesitzenden Mannschaft angespielt werden konnte. Guardiola ließ das Spiel ca. 10 Minuten laufen, unterbrach ab und zu und korrigierte und beendete dann das Training.

Mario Götze als neutraler Spieler im 4 gegen 4

Mit Blick auf die kommenden entscheidenden Wochen wird Pep Guardiola der Mannschaft sicherlich mehr einheizen als heute, allerdings war dieser Umstand auch dem Spiel gegen Kaiserslautern am Vortag geschuldet.

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Man hat aber auch heute sehen können, auf was der Spanier Wert legt, nämlich schnelle und gute Lösungen in brenzligen Situationen zu finden und immer hoch konzentriert zu sein. Beherzigen die Spieler dies, stehen dem FC Bayern erfolgreiche Wochen bevor.

Autor: Michael Klein

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