Passreiche und intensive Einheit des SC Freiburg

Die bei nasskalten Bedingungen 90-minütige Einheit mit 25 Spielern gestaltete sich vor allem über Passübungen und einem intensiven Spiel auf Ballhalten. Drei der Spieler, u.a. Lienhart und Gulde, absolvierten ein gesondertes Training, das sich über Koordinations- und Passübungen zu einer Torabschluss-Übung aufbaute.

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Laufintensive Passübungen

Bevor die Übungsreihe begann, liefen sich die Spieler eigenständig warm und mobilisierten sich. Anschließend verteilten sich die Spieler an die von den Co-Trainern zuvor platzierten Hütchen und bekamen erste Instruktionen.

Die Passübungen liefen darauf hinaus, zwei in der Mitte stehende 6er mit einzubeziehen, die zunächst frei wählen konnten, wohin sie den Ball verteilten. Der erste Ball wurde quer zwischen den Außenspielern gespielt. Der zweite Pass ging zu einem der 6er, der wiederum in den Lauf des sich an der Seitenlinie anbietenden Außenspielers passte. Dieser ließ den Ball nochmals in die Mitte auf den zweiten 6er klatschen, der nun den anderen mitlaufenden Außenspieler bediente, woraufhin dieser den Ball zur Startposition spielte.

Zunächst wurde die Übung ohne direkte Vorgaben absolviert, um erstmal (so der Trainer) „zum Laufen zu kommen“. Die Spieler konnten sich aussuchen, welchen Mitspieler sie bedienten. Das Zuspiel erfolge möglichst direkt und nach vorherigem Schulterblick. Auch wenn bei dieser Übung keine Gegner beteiligt sind, ist letzterer auch im Training wichtig, um sich diesen „anzugewöhnen“ und um einen Überblick über den Bewegungsraum und Passoptionen zu bekommen.

Im zweiten Schritt bekam die Übung einen festen Ablauf. Der Ball wurde von einer Ecke des Feldes (z.B. rechts) zu einem der sich in der Mitte anbietenden 6er gespielt (1), welcher den Ball in den Lauf des nun kreuzenden Spielers (bspw. kommend von der linken Startposition) nach außen legte (2).

Der Anspieler kreuzte zeitgleich auf die andere Außenseite, wo er nach einem Doppelpass (3) der beiden anderen den Ball quer in den Fuß gespielt bekam (4) und zur nächsten Startposition gerade weiterleitete (5).

Das Augenmerk der Trainer lag hier auf der Auftaktbewegung, die mit dem richtigen Timing des Loslaufens verbunden ist. Hier ist bei direktem Passspiel Konzentration gefragt, um den Spielfluss aufrecht zu erhalten.

Der dritte und letzte Schritt der Passübung bestand darin, die Feldspitzen zu besetzen und die Übung von dort aus mit einem Pass in die Mitte zu starten (1). Die 6er-Position ließ den Ball wieder auf eine der Außenbahnen klatschen (2), wo er von einem kreuzenden Außenspieler angenommen und diagonal zu einem tiefer stehenden 6er weitergeleitet wurde (3).

Dieser hatte nun die Option, den Ball entweder auf die linke oder rechte Außenbahn klatschen zu lassen (4). Der letzte Ball wurde dann diagonal zur Startposition in die Tiefe gespielt (5).

Intensives Spiel auf Ballhalten

Der zweite Teil des Trainings bestand aus einem, schon öfter im Training gesehenen, laufintensiven Spiel mit dem Ziel, innerhalb des Teams möglichst viele Kontakte zu erzielen. Dazu wurde die Mannschaft in zwei Teams à 9 Spieler aufgeteilt. An den beiden kurzen Außenseiten befand sich jeweils ein neutraler Spieler. In der Spielfeldmitte positionierten sich nochmals 2 neutrale Spieler, die immer die ballbesitzende Mannschaft unterstützten, wodurch eine Überzahl entstand.

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Nun bestand die Möglichkeit einen Punkt zu erzielen entweder darin, 10 Ballkontakte zu erreichen, von der einen Spielhälfte über einen Pass in die Mitte der selben Hälfte den Wechsel in die andere Spielhälfte zu gestalten oder darin, einen Pass von der einen (bspw. linken) Spielhälfte zu einem in der Mitte stehenden Spieler in der rechte Hälfte zu passen und den Ball über diese Station wieder nach außen zu tragen.

Insgesamt wurden 5 Durchgänge gespielt (Wechsel der neutralen Spieler), bevor das Training beendet wurde.

Funktionell geprägte „Sondereinheit“

Die drei Spieler, die nicht am allgemeinen Mannschaftstraining beteiligt waren (u.a. Lienhart, der zuvor verletzt war und Gulde, der sich noch im Aufbautraining befindet) absolvierten ein gesondertes Training, das aus einer Kombination aus funktionellen Pass- und Koordinationsübungen bestand und mit einem Torschusstraining abgeschlossen wurde.

Eine der Übungen bestand darin, Skatingsprünge in Reifen mit anschließendem schnellen Antritt auszuführen.

Die Spieler sprangen mit einem Fuß in einen links positionierten Ring und von dort aus (vom Landebein) ab in den rechts positionierten Ring, in dem sie mit dem rechten Bein landeten usw. Nachdem sie einige Sprünge ausgeführt hatten, folgte ein schneller Antritt über ca. 10-15 Meter, in den sie einen Pass vom Co-Trainer gespielt bekamen. Dieser musste sauber angenommen und der Ball noch ein Stück mitgetragen werden.

Eine weitere Übung bestand darin, über einen gewissen Abstand gerade Pässe zu spielen. Der Abstand kann dabei variieren, sodass das Gefühl für die Passstärke und die erfolgreiche Annahme geschult wird. Beispielsweise können sich die Spieler während des Passens aufeinander zu und voneinander weg bewegen.

Dabei sollte der Ball mit nur einem Kontakt hin und her gepasst werden. Anschließend wurde der Ball zu zweit hochgehalten. Die Kontaktzahl beschränkte sich auf 2 bzw. maximal 3 Kontakte.

Es folgte eine laufintensivere Passübung. Die Spieler machten Sidesteps (möglichst kleine Steps mit hoher Frequenz) um Hütchen und bekamen einen Pass zugespielt (1), der klatschen gelassen wurde (2). Daraufhin kam ein schneller Antritt (3), in dessen Lauf wiederum ein Pass gespielt wurde (4), der angenommen und noch ein Stück mit sich getragen werden musste.

Die letzte Übung des „Sondertrainings“ bestand aus einer Torschussübung. Hierzu bekamen die Spieler einen Pass vom Trainer, der neben dem Tor stand, zugespielt (1). Mit dem Ball wurde anschließend um Hütchen gedribbelt und am Ende der Hütchenreihe wieder zum Trainer gespielt (2).

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Dieser ließ den Ball in den Lauf des Spielers klatschen (3), der den sofortigen Abschluss (oder nach max. einer richtungsweisenden Annahme) ins Tor suchte (4). Im Tor standen zwei Freistoßdummies, sodass der Abschluss platziert erfolgen musste. Die Übung wurde zunächst von links, dann von rechts ausgeführt, sodass mit beiden Füßen geschossen wurde.

Die Übungen erfordern einen hohen Grad an Konzentration, da innerhalb dieser die Aufgaben variieren. Weiterhin schulen sie das Ballgefühl und damit die Präzision. Diese ist wichtig, damit der Spielfluss in der Übung aufrechterhalten wird. Die Übungen können als funktionell bezeichnet werden, da sie dem Spielgeschehen mit schnellen Antritten, Richtungswechseln und dennoch präzisen Annahme- und Abspielsituationen nahe kommen.

Insgesamt gestaltete sich das Training laufintensiv, was bei den Wetterbedingungen angemessen war. Die Spieler waren zu jedem Zeitpunkt viel in Bewegung, sodass sie nicht auskühlen konnten.

von Irina Schepp

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