Mit kleinen Bällen Ballgefühl und Technik verbessern

Früher war es üblich, dass Kinder und Jugendliche mit kleinen Bällen auf der Straße und auf dem Schulhof Fußball spielten. Wer mit einem kleinen Ball spielt, muss sehr viel aufmerksamer und exakter spielen, um den Ball in die gewünschte Richtung zu befördern. Deswegen sind kleine Bälle sehr gut dazu geeignet, die Technik und das Ballgefühl zu verbessern. Im Idealfall wäre es so, dass auch heute noch alle jungen Fußballer täglich mit vermeintlich viel zu kleinen Bällen das Fußballspiel trainieren würden. Aber auch wenn dies heute nicht mehr der Fall ist, heißt das nicht, dass kleine Bälle nicht doch sehr nützlich im Training sein können.

Kleine Bälle sind in allen Altersklassen einsetzbar

Grundsätzlich spielt es keine Rolle, welche Altersklasse Sie trainieren. Immer wenn es darum geht, Ballgefühl und Technik zu verbessern, können kleine Bälle von großem Nutzen sein. Das gilt ebenso für Bambinis wie für ambitionierte Seniorenteams. Zudem bringen die kleinen Bälle einen neuen Trainingsreiz. Auch das ist ein wichtiger Faktor, gerade bei Mannschaften, die sehr viel trainieren und deswegen immer wieder neue Herausforderungen brauchen. Zudem gibt es viele interessante Möglichkeiten, das Spiel mit dem kleinen Ball in Form von Wettkämpfen im Training einzubauen. Auch das fördert die Wirkung dieser Trainingsvariante.

Wie groß sollte der kleine Ball sein?

Grundsätzlich können Sie alle Bälle von der Größe eines Tennisballs bis hin zum regulären Fußball verwenden. In einer Senioren-Mannschaft können Sie zum Beispiel Jugendbälle, die etwas kleiner sind, einsetzen, um den Schwierigkeitsgrad etwas zu erhöhen. Der Effekt ist nicht riesig, aber spürbar. Zudem sind die kleineren Jugendbälle auch leichter, so dass die Spieler ihre eingeübten Techniken und Bewegungen anpassen müssen, um eine optimale Schusswirkung zu erzielen. Genau darum geht es aber, denn Ballgefühl und Technik haben sehr viel damit zu tun, dass der Spieler sich sehr schnell an die Bewegung und die Beschaffenheit des Balles anpassen kann.

Es muss nicht unbedingt ein Fußball sein

Für das Techniktraining mit kleinen Bällen sind auch Tennisbälle, Volleybälle und alle anderen Bälle, die gefahrlos als Fußbälle eingesetzt werden können, geeignet. Die Bälle dürfen vor allem nicht zu hart sein, damit keine Verletzungsgefahr besteht. Zudem hängt auch viel vom Untergrund ab. Auf einem Aschenplatz oder in der Halle sind die Möglichkeiten deutlich umfangreicher als auf einem schlechten gemähten Rasenplatz. Zu Beginn sollten Sie erst einmal einfache Übungen mit den neuen Bällen ansetzen, damit die Spieler erste Erfahrungen mit dem Spielgerät beim Training machen können. Vor allem vermeiden Sie dadurch, dass die Spieler durch die neue Trainingsvariante direkt überfordert werden.

Mit einfachen Übungen anfangen

Wenn Sie zum ersten Mal mit kleinen Bällen trainieren, sollten Sie keine komplizierten Übungen ansetzen. Grundsätzlich können Sie aber alle Technikübungen, die Sie mit großen Bällen umsetzen, auch mit kleinen Bällen durchführen. Das ist sogar sinnvoll, denn wenn Ihrer Spieler die Übungen schon kennen und die Übungen mit dem Standardball beherrschen, ist der Lerneffekt mit den kleineren Bällen umso größer. Insbesondere sollten Sie nicht gleich ein Trainingsspiel mit einem kleinen Ball einsetzen. Das ist eine Übung für Fortgeschrittene, die sich bereits in diversen Trainingsübungen an einen bestimmten kleinen Ball gewöhnt haben.

Das Training mit kleinen Bällen nicht übertreiben

Zwar ist es grundsätzlich ratsam, immer wieder einmal kleine Bälle für spezielles Techniktraining zu verwenden, aber es wäre ein Fehler, das gesamte Techniktraining mit kleinen Bällen zu absolvieren. Spätestens wenn Ihre Spieler sich am Wochenende erst an den normalen Fußball wiedergewinnen müssen, wissen Sie, dass Sie das Training mit den kleinen Bällen übertrieben haben. Wenn Sie hingegen ganz gezielt mit kleinen Bällen das Ballgefühl und die Technik Ihrer Spieler verbessern, können Sie mittelfristig die Qualität Ihrer Spieler verbessern. Dazu ist allerdings wichtig, dass Sie das Training mit den kleinen Bällen nicht nur als einmalige Episode sehen, sondern kontinuierlich in den Trainingsablauf einbauen.