Deeskalation auf dem Rasen: Alle gegen Badstuber

Die Bundesliga hat ihren Auftakt noch gar nicht genommen, da beginnen bereits im Liga total!-Cup die ersten Auseinandersetzungen auf dem Grün. Stein des Anstoßes bei der Partie zwischen dem HSV und den Bayern in der Allianz-Arena war ein böses Foul von Badstuber an Son in der 54. Spielminute: Son befindet sich im Ballbesitz und setzt zu einem Pass an, da grätscht Badstuber mit ausgestrecktem Bein dazwischen, verfehlt aber den Ball und trifft stattdessen Son, der schmerzverzerrt zu Boden geht. Danach gingen die Emotionen außergewöhnlich hoch.

Ob Badstubers Blutgrätsche beabsichtigt war, ist zweifelhaft – unsportlich war sie in jedem Fall und wurde vom Schiri zu seinem Glück nur mit Gelb geahndet. Die HSV-Spieler hatten jedoch weniger Nachsicht, und umgehend kam es um den Schiri herum zur Rudelbildung, Kacar will handgreiflich werden, wurde jedoch von Bayern-Kapitän Lahm zurückgehalten. Die anschließende Deeskalation fiel dem Unparteiischen sichtlich schwer, und anschließend trat der HSV in seinem Twitter-Account nochmals nach und wertete das Foul wutentbrannt als „Mordanschlag“. Das freilich ist deutlich übertrieben, doch zeigt es, wie hoch die Emotionen nach dieser Aktion gingen – Michael Oenning zeigte sich in seinen Äußerungen etwas differenzierter: das Badstuber-Foul war „völlig unnötig“ – eine nachvollziehbare Wertung. In offiziellen Kanälen sollten sich die Verantwortlichen allerdings im Sinne der Deeskalation ein wenig zurückhalten und nicht noch zusätzlich Öl ins Feuer gießen, wenn sie keinen Wert auf anschließende mögliche Ausschreitungen unter Fans legen…

One thought on “Deeskalation auf dem Rasen: Alle gegen Badstuber”

  1. uns Uwe says:

    Der Bayern-Trainer hätte gut daran getan, zwecks Deeskalation seinen völlig unbeherrschten und dazu noch uneinsichtigen Spieler Badstuber nach dem Frustfoul am zweifachen Torschützen selbst vom Feld zu holen. Badstuber hat eine schwere Verletzung des Gegenspielers billigend in Kauf genommen; das war nun wahrlich glatt Rot, allerdings nicht bei diesem auch ansonsten sehr bayernfreundlichen Schiedsrichter. Badstuber war nicht einmal in der Lage, sich zu entschuldigen. Wahrlich, ein feiner Sportsmann, der selbst in Testspielen seine Nerven nicht im Griff hat. Aber bei einer Vereinsführung, die verbal einen solchen Erfolgsdruck auf die Mannschaft ausübt, muss man sich bei solchen Ausschreitungen von Spielern nicht wundern! Vielleicht hätten die Herren R. und H. sich hier einmal entschuldigend einschalten können; sie sind ja auch sonst mit ihrem z.T. überheblichen Mundwerk nicht ängstlich.

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