Herzstillstand beim Training: Naoki Matsuda in Lebensgefahr

Immer wieder kommt es vor, dass trotz engmaschiger ärztlicher Kontrollen und Training nach aktuellen physiologischen Erkenntnissen Fußball-Profis wie Amateure plötzlich beim Training oder im Spiel kollabieren und einen Kreislaufstillstand erleiden. Jüngstes Opfer ist der japanische WM-Teilnehmer Naoki Matsuda vom J-League-Club Matsumoto: am Dienstag brach er nach nur 15 Minuten Aufwärmtraining mit einem Kreislaufstillstand auf dem Rasen zusammen. Zwar konnte er reanimiert werden, schwebt aber derzeit in Lebensgefahr.

Von Wissenschaftlern wird solch ein Ereignis meist als plötzlicher Herztod eingeordnet: ohne erkennbaren Grund versagt das Organ. Erst 2009 starb der Barca-Kapitän Dani Jarque mitten in der Saisonvorbereitung. 2007 wurde Antonio Puerta vom FC Sevilla während der Begegnung mit dem FC Getafe reanimiert – nach drei Tagen im Koma verstarb er. Zehn Jahre zuvor im August 1997 brach Emmanuel Nwanegbo während eines Spiels gegen den SC Weismain auf dem Platz zusammen. Reanimationsversuche vor Ort vor dem fassungslosen Publikum und Spielern blieben erfolglos. Die Frage nach dem Warum kann oftmals nicht beantwortet werden.
Die Häufung solcher Zwischenfälle untermauert, wie wichtig ständige ärztliche Kontrollen gerade bei Leistungssportlern, aber auch bei Amateuren sind. Zwar lassen sich nicht sämtliche Risiken ausschließen, aber immerhin verringern.
Es bleibt zu hoffen, dass Naoki Matsuda diese traurige Reihe von Spielern, die viel zu früh aus dem Leben scheiden mussten, nicht fortsetzen wird.

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