Kritischer Blick nach 5:1 Sieg

Die Saison ist nun ein paar wenige Wochen alt, die ersten normalen
Trainingseinheiten sind absolviert und auch der erste Spieletreff ist
bereits hinter uns. Aber eins nach dem Anderen.

Das Training läuft ganz gut, die 10 Jungs sind fast immer vollständig da
und machen auch alles mit. Am Anfang haben wir immer 10-15 Minuten
Aufwärmen. Eigentlich ist das nicht unbedingt notwendig, da die schon
immer sehr schnell warm sind und durch die Gegend flitzen. Aber wenn sie
sich bei mir direkt dran gewöhnen, fällt es ihnen hinterher nicht mehr
so schwer, wenn es ans Aufwärmen geht. So gewinnt das einfach an
Normalität. Davon abgesehen, tut es mir auch ganz gut, denn die Übungen
mache ich immer mit.
Bisher haben wir in den Trainingseinheiten auf Passen, Schiessen und das
Teamwork Wert gelegt, das war eigentlich ganz gut. Dazu haben wir
Einwurf- und Eckballvarianten geübt, die konnten auch in den ersten
beiden Spielen schon umgesetzt werden. Super, wenn man sieht, dass sowas
Früchte trägt.
Das erste Spiel haben wir leider 0:4 verloren, aber letztes Jahr gab es
noch zwei doppelt so hohe Klatschen, von daher bin ich nicht ganz
unzufrieden. Das zweite Spiel haben wir dann mit 5:1 nach Hause geholt.
Die Jungs waren stolz, alles gut.

Aber ein guter Trainer sieht natürlich sofort, was es demnächst in den
nächsten Trainingseinheiten zu verbessern gilt. Zum einen sollte das
Abgeben geübt werden, das Stoppen des Balls, und dann müssen die Kids
einfach lernen, dass manche Positionen gehalten werden müssen. Unser
Stürmer hilft einfach zu viel hinten und dann fehlt er natürlich vorne.
Und genau andersrum die beiden Abwehrspieler. Aber gut, das Problem
werden wir dann demnächst einmal angehen.

Ich will aber auch nicht verheimlichen, dass ich natürlich auch so das
ein oder andere Problem zu bewältigen habe, aber davon beim nächsten Mal
mehr.

Gruß
Andreas

One thought on “Kritischer Blick nach 5:1 Sieg”

  1. Soccerpapst says:

    Hallo
    Du hast natürlich Recht wenn du dem Aufwärmen bei den kleinen weniger Beachtung schenkst.Die Kinder haben einen natürlichen Bewegungstrieb in sich und eine Muskulatur /Sehnen-Bandapparat der von sich aus schon oder noch sehr elastisch ist.
    Vergleichbar mit dem Welpenschutz ..Kinder sind evolutionsbiologisch auf Flucht getrimmt.

    Zum Training als solches…Als langjähriger Trainer (22 Jahre nun schon) im Senioren wie Jugendbereich ist mir eine Erkenntnis für das Jugendtraining ins Hirn eingebrannt.
    Auf Austauschseminaren in Dänemark und Holland habe ich eines mitgenommen.
    „Niemals ohne Ball“ ..Das Alter 5-12 Jahre brauch das Spielgerät von der ersten Minute an des Trainings am Fuß.
    Niemals die Kinder stumpf im Kreis rennen lassen ohne das der Ball ,um den es ja geht ,nicht dabei ist.
    Sie sollen auch von mir aus ihren Lieblingsball von zu Hause mitnehmen.
    Auch Gut deine Wettbewerbe in den Übungen.Alleine die Motivation einen solchen Wettbewerb zu gewinnen kitzelt einiges mehr raus.Achte aber auf die „Bescheisser“..Wer die Übung nicht sauber ausführt um sich Vorteile zu verschaffen muss auch direkt korrigiert werden.
    Korrektur..Das Stichwort überhaupt.Zeitnah eingreifen um durch vormachen oder unter Mitwirkung der anderen zum einen den Fehler als solches Richtigstellen und auch Hilfestellung geben wie es sich vermeiden lässt.

    Hier ist ein Punkt den ich besonders gerne Aufgreife..Ich beobachte viele Jugendtrainer oftmals bei ihrem Training.Eklatant sind zu Häufig deren eigenen Fußballerischen Unzulänglichkeiten.
    Man sollte schon selbst jede Übung oder Beabsichtigtes Verhalten Fehlerfrei vormachen können.
    Zum einen stärkt es den Respekt der Jungs vor dem Trainer und gerade in diesem Alter kommt ein OOHHH-Effekt bei den Kleinen gut an..“So Gut möchte ich das auch mal können“…
    Auch kann man sich auch Gut mal zum Kasper machen um den kleinen den Druck vor dem Versagen zu nehmen..Ein Trainer darf auch gerne Fehlbar sein.

    Die ein oder andere Belohnung ausloben ist natürlich auch nicht Falsch.Diese sollten aber nicht immer in Sachleistungen ausgegeben werden.
    Eine besonders Gute Trainingsleistung kann man auch mit der Aussicht auf das Kapitänsamt fürs nächste Spiel ausloben (Bei mir gibt es bis zur B-Jugend keinen festen Kapitän..die wechseln wöchentlich)
    ..Den nächsten Elfer schießen lassen…In der Startformation stehen….vom Kabinendienst befreit…
    Es gibt da viele Möglichkeiten die Kinder zu besonderen Leistungen anzuregen.
    In einer U8 ist es besonders wichtig die Basis -und Elementar Fertigkeiten in Technik und Ballbeherrschung zu legen.Taktische Scharmützel nehmen sie eh kaum auf weil ihnen bis ca.12 fast jegliches räumliches Erfassen abgeht und Objektorientiert sind.
    Daher auch das Verhalten deines Stürmers—Es geht um den Ball und nichts anderes.
    Fixiere deine Jungs nicht zu Früh auf bestimmte Positionen.Stichwort Rotation…Beispiel:..Bei der F-Jug. des FC Bayern München beobachtete ich eine völlig mir bis dahin unbekannte Variante.
    Wolfgang Dremmler und Kurt Niedermeyer wechselten wie im Volleyball ihre Spieler ein und aus.
    Auf der Position des rechten Abwehrspielers wurde gewechselt und die gesamte Mannschaft rotierte im Uhrzeigersinn um eine Position weiter.Im Verlauf des Spiels hatte jeder min.2 Mal vorne wie auch hinten gespielt.
    Ich fand diese Variante sehr interessant und fragte Herrn Dremmler nach dem Grund für diese Variante…“ Es ist in diesem Alter schon sehr wichtig das die Jungs die Aufgaben aller Mannschaftsteile kennen.Zum einen werden Erfolgserlebnisse (Tore-gewonnene Zweikämpfe) auf viele verteilt und stärkt das Selbstbewusstsein.Wiederum eher dominante Spieler werden auch auf diese Art vor Augen geführt das Dribblings in der eigenen Hälfte mehr schaden als nutzen.“
    Einleuchtend und effektiv zugleich.
    Viel wichtiger war der Satz von Kurt Niedermeyer..“ Der erfolg der Mannschaft darf dabei nie im Vordergrund stehen,weil es Ausbildung ist und kein Leistungsorientierter Bereich des Fußballs.

    Ich denke Du bist auf dem richtigen Weg und wirst deine eigenen Erfahrungen machen.
    mit sportlichen Gruß
    Wolfgang aus S-H

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