Steve McClaren über Unterschiede zwischen den Ligen

In einem Interview mit dem Deutschen Fußball-Bund hat sich Steve McClaren, Trainer des VfL Wolfsburg, den Fragen des Chefredakteurs von dfb.de gestellt und insbesondere die Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Ligen erklärt. McClaren ist nicht nur der erste englische Trainer in der deutschen Bundesliga, sondern hat zuvor auch zwei Jahre Erfahrungen mit der holländischen Liga als Trainer des FC Twente Enschede gesammelt, den er zum überraschenden Sieg in der niederländischen Meisterschaft führte.

Nachdem sich im Vorjahr kein englsicher Club für das Halbfinale der Champions League qualifizieren konnte, warf der Chefredakteur die Frage nach einem neuen Trend auf – diese verneinte McClaren allerdings. Die Premier League und die spanische Primera Division seien für ihn nach wie vor die europäischen Spitzenligen, doch räumte er ein: die Bundesliga holt auf. Insbesondere die deutschen Stadien haben es dem Wolfsburger Trainer angetan, und auch die Atmosphäre sagt ihm sehr zu – die Bindung zwischen Fans und Mannschaft empfindet er als noch intensiver als in England. Die deutsche Presse hingegen unterscheidet sich hingegen seiner Meinung nach kaum von der britischen: Niederlagen werden teilweise sehr zynisch kommentiert, Siege hingegen frenetisch gefeiert.

Große Unterschiede sieht er jedoch in der Vermarktung der Ligen: in England habe man früher mit der großflächigen Vermarktung der Premier League begonnen, zudem fehle es der Bundesliga an international zugfähigen Vereinen wie Real Madrid oder dem FC Barcelona.

Insgesamt zieht der Engländer ein positives Fazit zur deutschen Bundesliga – auch, wenn er mit dem VfL Wolfsburg nach wie vor mit solchen Startschwierigkeiten zu kämpfen hat, dass er im fussballtraining.de Forum bereits als nächster Abtrittskandidat gehandelt wird.
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