Ausnahmezustand in Wolfsburg: McClaren vor dem Aus?

Dass sich der VfL Wolfsburg in einer nicht wegzuleugnenden Krise befindet, dürfte sich inzwischen auch im Bewusstsein von Optimisten eingebrannt haben. Nachdem der Meister von 2009 nun aber auch noch aus dem DFB-Achtel geflogen ist, nachdem er zuhause 1:3 gegen Zweitligisten Energie Cottbus unterlag, herrscht bei den Niedersachsen Entsetzen. Während sich Bayern in Stuttgart mit einem neuen Sieg im Aufwärtstrend befindet, ist in Wolfsburg nun klar: es wird Zeit zu handeln.

Und so hat sich der Vorstand unter Manager Dieter Hoeneß heute Morgen zurückgezogen, um zu beraten, wie es mit dem Club weitergehen soll – so wie bisher kann es nicht weitergehen, ohne die Daseinsberechtigung in der Bundesliga zu gefährden. In jedem Fall sind Titelverteidigung und Europapokal nun praktisch unerreichbar – derzeit dürften den Verantwortlichen die ersten düsteren Gedanken um den Klassenerhalt das Weihnachtsfest vermiesen. Coach McClaren, der bis zu seinem Wechsel vom niederländischen Meister Twente Enschede nach Wolfsburg durchaus respektable Ergebnisse erzielen konnte, fordert nun auch selbst Konsequenzen: „Ich denke, es braucht ein paar Veränderungen in diesem Club. Die können auch drastisch sein. Was das für Veränderungen sind, kann ich nicht sagen, das muss diskutiert werden. Ich habe es nicht in der Hand.“ Er erbat sich eine schnelle Entscheidung – wie auch immer sie ausfallen möge, wohlwissend, dass auch sein eigener Stuhl wackelt. Es wird sich also zeigen, ob McClaren zu Weihnachten noch einen Job hat.

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