BKA verhindert möglichen Anschlag auf Dortmunder Stadion

Großveranstaltungen wie Bundesliga-Topspiele unterliegen immer einem gewissen Risiko – dessen sind sich die Einsatzleitungen von Polizei und Sicherheitsdiensten durchaus bewusst. Nun wurde bekannt, dass das BKA schon am 29. März in Köln einen 25jährigen festgenommen hat, der im Verdacht steht, Sprengstoffanschläge unter anderem auf das Dortmunder Stadion geplant zu haben. Er informierte die Behörden per Mail über mögliche Anschläge, und in seiner Wohnung und nahe des Stadions wurden anschließend offenbar Sprengsätze sichergestellt.

Offenbar hatte der Mann bereits im Februar Kontakt mit der deutschen Botschaft in Islamabad aufgenommen und Informationen über zwei mögliche Anschläge angeboten, erst später kristallisierte sich heraus, dass es sich dabei wohl um einen Erpressungsversuch gehandelt hatte. Weitere Details über das Motiv sind völlig unklar.

Der Fall zeigt, dass sich auch Verantwortliche im Massensport immer wieder möglicher Sicherheitsrisiken bewusst sein müssen. Wo Menschenansammlungen sind, besteht immer eine geringe Gefahr. Trainer und Vereinsmanager sollten sich dieses Risiko klar machen, nicht aber in Hysterie ausbrechen: jede größere Ansammlung von Menschen birgt nicht nur die Gefahr von Anschlägen, sondern auch von Massenpaniken bei unerwarteten Ereignissen, wie die vergangenen Jahre immer wieder bewiesen haben. Grundsätzlich müssen natürlich baurechtliche Bestimmungen und insbesondere Brandschutzverordnungen beachtet werden. Bei größeren Veranstaltungen sollte immer eine Lagebesprechung mit Einsatzkräften vor Ort erfolgen.

Das geplante Spiel des BVB gegen Hannover 96 wird am Samstag wie angesetzt stattfinden – die Kontrollen am Einlass werden allerdings im Hinblick auf die jüngsten Ereignisse deutlich verschärft.

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