Daums hartes Training und Eintrachts Profit

Das Einstandsspiel von Christoph Daum bei der Eintracht Frankfurt, die vergangene Woche überraschend Michael Skibbe angesichts desolater Vereinsleitungen hinauskomplimentiert und Daum dafür engagiert hat, ist vorbei – Zeit für eine erste Bilanz, um die harten Trainingsmaßnahmen des neuen Coaches zu bewerten.

Im Vorfeld brachen harte Zeiten für die Mannschaft an: Lauftraining um Hütchen und Slalomstangen, Stretching, Abschusstraining, Bodenübungen und vieles mehr packte Daum in umfangreiche Trainingseinheiten – weitaus mehr, als unter seinem Vorgänger trainiert wurde. Dennoch machte sich der neue Trainer keine Illusionen: ein Klassespiel hatte er schon im Vorfeld vor der Partie in Wolfsburg am vergangenen Sonntag nicht erwartet. Immerhin ersparte er sich so eine Enttäuschung – denn auch wenn die Eintracht am Wochenende um einen Platz nach oben auf Rang 13 rutschte, so war es nicht der eigene Verdienst, sondern vielmehr das Abrutschen von St. Pauli und Kaiserslautern, das dem Club nach einem Unentschieden-Punkt den Aufstieg in der Tabelle bescherte.

Dabei gingen die beiden Teams mit ähnlichen Voraussetzungen in die Partie: Wolfsburg kann zuhause auf eine einigermaßen ausgeglichene Torbilanz verweisen, ebenso sieht es in Frankfurt bei Auswärtsspielen aus, und beide Vereine glänzten in dieser Saison nicht mit herausragenden Leistungen. Doch was war zu erwarten? Dass die Eintracht nach einigen härteren Trainingseinheiten auf einen Schlag Wunder vollbringen würde? Sicherlich nicht. Die Partie zeigte aber, dass sich insbesondere das Konditionstraining von Daum mittelfristig auszahlen könnte. Der Klassenerhalt, der ohnehin die einzig verbleibende Maxime dieser Saison sein kann, scheint relativ sicher.

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