Der Super-Motivations-Ansatz des Lernens im Fußball

Ein Beitrag von Thomas Mangold

Motivation ist das um und auf im Fußball. Sind meine Spieler motiviert, so muss ich als Trainer nur noch führen und lenken. Ich brauche keine Ressourcen darauf verschwenden, die Mannschaft oder einzelne Spieler ständig motivieren und antreiben zu müssen.

Die so frei werdenden Ressourcen können in das Coaching von Fehlern, bzw. in das taktische Arbeiten fließen. Der Super-Motivations-Ansatz des Lernens gibt uns eine Grundlage was wir zu tun haben um die Basis für Motivation zu schaffen, sie zu erzeugen, sie zu verbessern oder sie einfach auf hohem Level zu halten.

Aktion:
Die Aktion muss aktiv am Lernen beteiligt sein. Immer wieder sehe ich Trainer die mit einer Gruppe arbeiten und die andere sieht zu. Zusehen ist gut und schön, aber keine Beteiligung. Nur wer in Aktion ist wird auch Lernen und somit motiviert sein.

Spaß:
Bring doch einfach auch Humor und lustige Elemente in dein Training ein. Es ist allerdings wichtig, dass dieser Humor nicht gekünstelt oder herablassend den Spielern gegenüber ist, sonst kann dieser Schuss schnell in die falsche Richtung losgehen.

Abwechslung:
Ich bin schon einigen Trainern begegnet, die immer nur dasselbe trainiert haben. Meist lief das so ab: Einlaufen, Schusstraining, Match. Das mag zwar eine Zeit lang für die Spieler lustig sein, verliert aber auch schnell seinen Reiz. Schaut drauf, dass ihr viel Abwechslung reinbringt. Abwechslung in Form von verschiedenen Trainingsschwerpunkten, Trainingsgeräten (z.B. Ballgrößen), eventuell auch Trainingsorten (Spielfeld, Halle, Bolzplatz, ..). Je mehr Abwechslung, desto mehr Spannung bei den Spielern, desto größer der Reiz.

Auswahl:
Warum nicht einfach den Spieler auswählen lassen was er trainieren will. Die Möglichkeit besteht z.B. wenn man einen Stationen-Tag einführt. Einfach ein paar Jahrgänge zusammenlegen, jeder Trainer bietet eine Station mit einem Schwerpunkt an und die Spieler können sich aussuchen bei welcher Station sie trainieren möchten. Hier wäre es natürlich ideal wenn die Spieler auch die Möglichkeit hätten die Position zu wechseln.

Soziale Interaktion:
Gruppen- und Partnerarbeit fördern die Kommunikation zwischen den Spielern, bzw. auch zwischen den Mannschaftsteilen.

Fehlertoleranz:
Wer lernt darf Fehler machen. Nicht umsonst heißt es: „Aus Fehlern lernt man“. Schaffen sie einfach immer wieder Trainingssituationen, in denen keine demoralisierende Bestrafung zu erwarten ist.

Erfolgsmessung:
Wer schafft die meisten Treffer beim Schusstraining? Wer gewinnt das Abschlussmatch? Wer kann am öftesten jonglieren? Erfolgsmessung ist ein wichtiger Faktor für Motivation. Die muss aber nicht unbedingt gegeneinander laufen. So kann ein Spieler z.B. öfter jonglieren als beim letzten Training, für ihn ebenso ein Erfolg.

Feedback:
Geben sie dem Spieler Vorschläge wie er sich verbessern kann. Am besten via Sandwich-Feedback.

Anerkennung:
Anerkennung durch den Trainer ist ein wichtiger Faktor für den Spieler. Schenke deinen Spielern Anerkennung und du wirst sie vielfach zurückbekommen.

Herausforderung:
Stelle deine Spieler immer wieder vor neue Herausforderungen. Unterforderung wird die Spieler fadisieren, Überforderung frustrieren, aber Herausforderung wird sie motivieren.

Wenn du diese Punkte in deinem Training umsetzt, wirst du vermutlich keine Motivationsprobleme mit deinen Spielern haben.

Viel Erfolg dabei!

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