Die SpoWi-Ecke, Wie stark nimmt Schnelligkeit im Laufe einer Spielperiode ab?

Test:
Getestet wurde, wie sich die konditionellen Fähigkeiten im Laufe einer Hinrunde verändern können. Testzeitpunkte waren zu Beginn der Vorbereitungsphase, zum Ende der Vorbereitungsphase und zum Ende der Hinrunde. Getestet wurde die Leistungsfähigkeit der einzelnen Spieler in Bezug auf ihre konditionellen Fähigkeiten Antrittsschnelligkeit, Aktionsschnelligkeit, Sprungkraft und Ausdauer.

Testreihen:
• 10 Meter Sprint
• 30 Meter Sprint
• Vertikalsprungtest
• Ausdauertest in Bezug auf die maximale VO2-Aufnahmekapazität

Ziel:
War es, Herauszufinden, wie stark die einzelnen konditionellen Fähigkeiten von Fußballspielern im Laufe einer Zeitperiode abbauen beziehungsweise wie groß das Konservierungsniveau der jeweiligen Fähigkeit ist.

Kontrollgruppen:
2 Jugendmannschaften im oberen Amateurbereich.

Ergebnis:
Die Ausdauerfähigkeit nahm bei beiden Kontrollgruppen im Lauf der Hinrunde nicht ab. Logischerweise konnte die Ausdauerleistung zum Ende der Vorbereitungsphase deutlich verbessert werden – in der 2. Phase, im Laufe der Hinrunde, konnte das Leistungsniveau auf einem konstanten Wert gehalten werden.

Bei den schnellkräftigen Fähigkeiten wie der Antrittsschnelligkeit, Aktionsschnelligkeit zeigte sich in der 2. Phase ein signifikanter Leistungsabfall zum Ende der Hinrunde. Trotz Trainings der Schnelligkeit und auch der Sprungkraft konnte das jeweilige Leistungsniveau nicht gehalten werden. Die Konservierungsraten (Ende Hinrunde) lagen bei 62 % (Antrittsschnelligkeit und 30-Meter-Sprint) und 68 % (Sprungkraft) zum Zwischentest, der zum Anfang der Hinrunde stattfand.

Rückschlüsse für das Fußballtraining:

Die Ergebnisse zeigen, wie unglaublich wichtig es ist, die Schnelligkeit wöchentlich zu trainieren beziehungsweise immer wieder durch gezielte Trainingsreize zu stimulieren, um das Ausgangsniveau zu Beginn der Spielperiode aufrechtzuerhalten und damit „konservieren“ über eine gesamte Spielzeit zu können.

Während die Ausdauer durch das Spielen in der Wettkampfperiode selbst gehalten werden kann, reicht bei den konditionellen Fähigkeiten der Schnelligkeit und der Sprungkraft die bloße Spielpraxis nicht aus, um den erreichten Leistungsstand nach Beendigung der Vorbereitungsphase aufrecht zu erhalten.

Wie man das Schnelligkeitstraining als Trainer angeht, hängt von verschiedenen Faktoren wie Alter, Leistungsstand und ab. Dabei ist es wichtig, spezifische Schnelligkeitsformen zu trainieren, die für Fußballer relevant sind. So taugen Geradeausläufe nur bedingt für eine fußballspezifische Schnelligkeitsschulung.

Der trainingsmethodische Fokus sollte auf Antritts-, und Reaktionsschnelligkeit liegen und insbesondere das Thema Handlungsschnelligkeit aufrufen. So ist im Fußball zum Beispiel auch eine reaktive Schnelligkeit von großer Bedeutung, die definiert, wie schnell eine Bewegung abgebremst werden kann, Wende- oder Pendelläufe sind dafür gut geeignet.

Übungen zur Schnelligkeit

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