Ermittlungen gegen Steve McClaren

Nachdem nun fast täglich neue Nachrichten über hochwogende Emotionen bei Bundesliga-Trainern zu vernehmen sind, hat auch der kühle Brite Steve McClaren die Contenance verloren und muss sich aller Voraussicht nach vor dem DFB-Sportgericht verantworten. Dort wird er zusammen mit Dieter Hoeneß sitzen, gegen den ebenfalls ermittelt wird. Dritter im Bunde ist Wolfsburgs Co-Trainer Pierre Littbarski – was war geschehen?
Am Samstag ging Wolfsburg mit einem 2:2 Unentschieden aus der Partie gegen Schalke. Das kam nach Ansicht des Dreigestirns zustande, als Klaas-Jan Huntelaar in der 75. Spielminute bei einem 2:1 für den VfL Wolfsburg das Ausgleichstor für Schalke schießt. Der Referee, Schiedsrichter Wolfgang Stark, wertete das Tor – und hatte dabei vollkommen übersehen, dass Huntelaar eindeutig den Ball mit dem linken Arm mitgenommen hat, was in mehreren Aufnahmen klar zu erkennen war. Littbarski war darüber so entzürnt, dass ihn der Offizielle auf die Tribüne verbannte.

Nach dem Spiel stürmten Hoeneß und McClaren wutentbrannt mit Stark in den Kabinengang und attackierten ihn lautstark verbal – wobei auch die eine oder andere Beleidigung gefallen sein soll. Felix Magath hingegen erklärt, es habe sich für ihn erkennbar um kein absichtliches Handspiel und somit um ein reguläres Tor gehandelt. Der DFB Schiri-Beobachter Lutz-Michael Fröhlich erklärte, dass Stark in einer etwas unglücklichen Position sei und dieser sich nicht äußern wolle – zu den Vorfällen im Anschluss werde es aber einen Sonderbericht geben.
Hoeneß droht nun eine Geldstrafe, Littbarski und McClaren müssten schlimmstenfalls am Sonntag das Spiel gegen St. Pauli im Hamburger Millerntorstadion von der Tribüne aus beobachten.

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