FC Bayern – 1. FSV Mainz 05, Spielvorbereitung

Selbst an einem verregneten Mittwochnachmittag stürmen die Bayernfans das Trainingsgelände. Hunderte Anhänger begrüßten die Nationalspieler bei regenverhangenem Wetter wieder zurück an der Säbener Straße. Entwarnung konnte der FCB auch bezüglich Arjen Robben vermelden, dessen Leistenverletzung nicht so schlimm wie befürchtet ausfällt. Außer Claudio Pizarro, der sich noch auf der Rückreise aus Peru befand, konnte Jupp Heynckes so auf einen fast vollständigen Kader zurückgreifen.

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Die Nationalspieler allerdings, die am Vorabend noch spielten, standen lediglich regenerative Elemente auf dem Programm. Nach einigen Runden im aeroben Bereich um den Trainingsplatz ging es für diese Trainingsgruppe zurück ins Leistungszentrum.

Für die restlichen Akteure, die mit einigen Nachwuchsspielern ergänzt wurden, ging es in den regulären Trainingsbetrieb, aus dem heute schwerpunktmäßig das Aufwärmverhalten gezeigt werden soll. Die standardisierte Laufschule der Feldspieler lief nach folgendem Schema ab. Über eine Distanz von 20 Metern sollten die Spieler immer eine gewisse Aufgabe aus dem Lauf-ABC ausführen, um anschließend zum Startpunkt zurück zu traben.

Erste Runde normaler Lauf, dann seitliche Hopserläufe, mit Armkreisen vorwärts, Armkreisen rückwärts, kleine Schritte, Skippings seitlich, Überkreuzläufe, Einbeinsprünge vorwärts und seitlich mit einer gehaltenen Position bei der Landung, rückwärts und vorwärts versetzte Läufe, am Boden liegende Hütchen berühren, Ausfallschritt vorwärts und seitlich, Hopserlauf mit Übergang zum Sprint und abschließend Sprint im Rückwärtslauf.

Torwarttraining mit Toni Tapalovic

Nach diesem Programm, welches etwa zehn Minuten einnahm, ging es in einen kurzen Dehnkreis, wo mit Elementen der Schwunggymnastik ein aktives, kurzes Dehnverhalten praktiziert wurde. Währenddessen machten sich die beiden Keeper mit Torwarttrainer Toni Tapalovic gesondert warm. Als Grundform waren immer laterale Bewegungen über kleine Hütchen dabei, die anschließend an den Endpunkten um Aufgaben ergänzt wurden. Im ersten Durchgang sollte am Ende der zugeworfene Ball volley zurück gespielt werden, in der zweiten Variante per Dop-Kick und im letzten Durchgang mit Parade




Alle Übungsformen wurden stets auf beide Seiten durchgeführt.

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Pass- und Positionsspiel 1

Nach dem kurzen Dehnen ging es für die Feldspieler weiter zur Ballgewöhnung im Pass- und Positionsspiel. In der ersten Variante


sollten die Akteure folgende diagonal orientierte Kombinationsfolge einhalten (in der Abbildung von unten nach oben). A spielt auf B, der mit der Ballannahme aufdreht und weiterleitet auf C. Der im Bild in grauer Farbe dargestellte C lässt auf den nachrückenden B klatschen, der das Leder wiederum steil auf D weiterleitet. D löst sich mit der Ballannahme nach Außen vom Hütchen und gibt die Kugel mit dem zweiten Kontakt auf E weiter. E löst sich nach Auftaktbewegung ebenfalls, lässt den Ball prallen und wird per Steilpass und Antritt vom nachrückenden D in die Tiefe geschickt.

Hermann legte hierbei insbesondere Wert auf Passschärfe und Präzision und gab als zusätzliche Anweisung mit höchstens zwei schnell aufeinanderfolgenden Kontakten zu agieren. Spieler C agierte stationär und wurde nicht ausgewechselt, alle anderen liefen immer auf die nächstfolgende Position im Passschema nach. Ebenso wurde im gesamten Übungsablauf nach jeder Aktion die initiierende Seite gewechselt, so dass im näcshten Durchgang bei A der andere Spieler begann.

Pass- und Positionsspiel 2

In der zweiten Variante wurde B überspielt mit einem direkten Pass von A in die Tiefe zu C. Anzumerken ist hier, dass Hermann viel Wert darauf legte, dass B den Passweg durch eine offene Seitwärtsbewegung freizog, um danach erneut spritzig in den von C zurückgelegten Ball zu starten. Denn C wurde erneut mit einem Druckpass auf D überspielt, der sich dieses Mal auf die innere Seite des Hütchens lösen sollte, um per Doppelpass mit C erneut auf Außen zu gelangen. Die Auftaktbewegung von E führte nun entgegengesetzt zuerst zum Ball, um nach anschließendem Antritt in die Gasse den Steilpass von D zu erhalten. Spieler C agierte nun nicht mehr stationär, sondern wurde stets vom nachrückenden B wieder aufgefüllt.


Pass- und Positionsspiel 3

In einer dritten Änderung wies Hermann seine Mannen an B erneut aufdrehen zu lassen und dieser sollte C wiederum auf D überspielen. D ließ das Leder auf C prallen, der die Kugel sofort auf Außen (E) weiterleitete. E spielte nun den aus Variante 1 bekannten Doppelpass mit klatschen lassen und steil gehen mit D und kam so wieder zum Anfang A zurück.

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Von Dominik Langenegger

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