FC Bayern Training, ohne Nationalspieler aber mit Uli Hoeneß

Während Länderspielpausen erkennt man das Trainingsgelände des FC Bayern München kaum wieder. Weniger bekannte Spieler, deutlich weniger Fans – für Bayernverhältnisse fast Totenstille.

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Lediglich etwa 100 Anhänger waren am Dienstagvormittagstraining der Profis an der Säbener Straße anwesend – trotz bezauberndem Oktoberwetter in München. Die Fans bekamen jedoch viele interessante Dinge zu sehen, auch Präsident Uli Hoeneß, der sich die Einheit nicht entgehen ließ.

Der 12-köpfige Kader für die Einheit setzte sich aus den etablierten Kräften, die nicht in Nationalteam beheimatet sind, und diversen Nachwuchsspielern zusammen.

Neue Aufwärmmethode der Bayern

Nach einer kurzen Laufschule bot das Trainergespann den Spielern eine neue Aufwärmmethode dar, die engagiert wahrgenommen wurde. Man spürte förmlich den Ehrgeiz der nachrückenden Spieler, die sich zeigen wollten. Hierbei wurden vier Stationen eingerichtet, die von vier Trainern betreut wurden






Co-Trainer Hermann Gerland beaufsichtigte einen Slalomparcours, an dessen Ende die Profis den zugeworfenen Ball zurückköpften. Fitnesstrainer Marcelo Martins gab Übungen an der Koordinationsleiter vor, und Andreas Kornmayer hatte eine Station zur Stärkung der lateralen Schnelligkeit. Bei Hermann mussten die Profis in diversen Variationen um die Hütchenstangen laufen und die zugespielten Bälle frontal klatschen lassen, bei der nächsten Station Kornmayer gab es die Aufgabe nach drei schnellen Seitschritten im Stangenkorridor diagonal durch eines der Hütchentore zu sprinten.

Gerlands Truppe musste sich in verschiedenen Varianten um aufgestellte Stangen winden um dann einen zugeworfenen Ball zurück zu köpfen. Als Variante mussten die Akteure den Ball zuerst abklatschen, d.h. berühren, dann schnell zurücklaufen und anschließend köpfen. Bei Martins wurden diverse Möglichkeiten der Koordinationsleiter umgesetzt. Nach der Aktion liefen die Profis direkt weiter zur nächsten Aufgabe. Cheftrainer Jupp Heynckes beaufsichtigte das Treiben bei den vier Stationen.

Pass- und Positionsspiel

Anschließend ging es in den bereits bekannten Trainingsbetrieb über. Zuerst standen Pass- und Positionsspiel auf dem Programm, umgesetzt nach der Steil-Einlaufen-Übung







In der ersten Durchführung musste der Innenspieler mit Ballannahme aufdrehen – in der zweiten Möglichkeit sollte er klatschen lassen.

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Anschließend wurden die beiden Keeper mit in die Übung integriert, die sich zuvor mit Torwarttrainer Toni Tapalovic aufwärmten. Im dritten Durchgang schloss, bei gleichen Pass- und Laufwegen, der durchlaufende Spieler auf das frontal postierte Tor direkt ab. In der letzten Variante sollte nach Rückpass die Kugel mitgenommen mit dem zweiten Kontakt abgeschlossen werden.






Mitchell Weiser, der ein herausragendes Training bot und auffallend oft vom Trainerstab Lob erhielt, sorgte hierbei mit ausgezeichneter Konzentration und Schusstechnik für einige Highlights und Raunen bei den Zuschauern – sein Bundesligadebüt für den FC Bayern scheint in dieser Form nicht mehr allzu weit entfernt.

4 gegen 4 plus 2

Die Fortsetzung fand die Einheit beim etablierten „4vs4plus2“, wobei immer vier Spieler den Ball gegen die vier restlichen Akteure behaupten müssen. Unterstützung finden sie hierbei durch zwei freie Mitspieler, die immer die ballbesitzende Mannschaft unterstützen






Die Bayern-Brasilianer „Schnacksln“

Nach Trainingsende offenbarte dann das brasilianische Trio der Münchener um Rafinha, Dante und Luiz Gustavo (zu Beginn war auch noch der Deutsch-Italiener Diego Contento dabei), was an technischer Finesse in ihnen steckt. „Schnacksln“ bedeutet, dass der Ball immer volley mit zwei Kontakten aus der Luft punktgenau auf den nächsten Spieler weitergespielt werden muss.

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Die drei schafften mit zwei Bällen mehrere Runden – derjenige, der dabei einen Fehler produziert erhält von den anderen Mitspieler einen Schnippser am Ohr, wird also „g‘schnackslt“.

Von Dominik Langenegger

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