Felix Magath, Schalke – und nun Rangnick als Nachfolger?

Wirbel um Schalke: gestern wurde Felix Magath nach einem schier endlosen Hin und Her vom Aufsichtsrat vor die Tür befördert – zumindest in seiner Eigenschaft als Vorstand. Der Gefeuerte selbst nahm nicht an der Sitzung teil – und erfuhr erst aus der Presse von seiner beruflichen Veränderung. Daraufhin reagierte der Manager und Coach auf seine ganz eigene Weise: er kündigte selbst. Nun beginnt eine Schlammschlacht um seine Abfindung – die dem Team vermutlich wenig förderlich sein dürfte.

Felix Magath selbst ist freilich der Ansicht, ihm stünden seine vertraglichen Abfindungen zu, denn der Vertrag sichere ihm ein Sonderkündigungsrecht bis 2013 zu. Der Abfindungsanspruch sei so nach Ansicht seines Rechtsberaters gesichert – ganz anders sieht das hingegen Schalke: der Aufsichtsrat sieht keinen Abfindungsanspruch für den Unterfranken, da seine Kündigung durch den Verein bedingt durch sein Verhalten ausgelöst worden sei. Das Duell zwischen Magath und den Königsblauen ist daher schon jetzt dazu bestimmt, auszuufern und die Fans, Spieler und Medien noch eine ganze Weile zu beschäftigen.

Im Interesse des Vereins kann dies kaum sein: dem Kader stehen wichtige Spiele bevor, wie am Sonntag die Auswärtspartie gegen den Tabellenzweiten Bayer Leverkusen – eine Begegnung, die schon unter Optimalbedingungen nur schwer zu meistern sein wird, konnte Schalke auswärts bislang seit Saisonbeginn gerade einmal 12 Punkte einfahren. Die Hälfte der Auswärtsspiele ging für Schalke als Verlierer aus, nur drei von 12 Spielen konnten die Königsblauen für sich bestreiten.

Als Nachfolger wird nun über Ralf Rangnick gemunkelt: der ehemalige Coach von Hoffenheim ist derzeit auf Jobsuche. Dass es bereits Gespräche zwischen Tönnies und Rangnick gegeben hatte, bestätigte Rangnick gegenüber der Presse.

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