FIFA diskutiert Chips in Bällen

DAm Wochenende wird sich bei der FIFA eine Diskussion anbahnen, die in einem hochtechnisierten Zeitalter auch den Schiedsrichtern endlich technische Hilfsmittel zur Verfügung stellen könnte – in Form der bereits seit Langem diskutierten Chips in den Bällen. Die sollen endlich für Klarheit sorgen, ob das Leder im Kasten war, und Diskussionen über aberkannte Tore der Vergangenheit angehören lassen.

Der Schweizer FIFA-Präsident Joseph Blatter hatte sich bislang gegen die Technisierung solcher Entscheidungen gewehrt, nun aber wohl auch unter öffentlichem Druck nachgegeben und das Thema auf die Tagesordnung des kommenden Treffens setzen lassen. Der derzeitige Leiter der DFB-Schiedsrichterkommission, Herbert Fandel, befürwortet die gechippten Bälle: „Ich finde es gut, dass technische Hilfsmittel weiter diskutiert werden“, ließ er gegenüber der dpa verlautbaren, und erklärte: „Es wäre schön, wenn Schiedsrichter zu 100 Prozent Sicherheit hätten.“

Das impliziert allerdings auch technisch ausgereifte Systeme, die zum Status quo noch nicht öffentlich bekannt sind – mehrere Systeme wurden getestet, über die Ergebnisse wurde bislang allerdings Stillschweigen gewahrt. Die Systeme müssen nicht nur präzise, sondern insbesondere auch extrem schnell und flexibel sein – der Schiedsrichter hat keine Zeit, lange auf Auswertungsergebnisse zu warten, sondern muss das Spiel pfeifen. Brisant: am Wochenende wird noch ein weiterer Tagesordnungspunkt diskutiert werden. Der DFB hat beantragt, die Regel 12 zu ändern, nach der ein Spieler nach einer Notbremse vom Platz gestellt wird. Für den DFB ist diese Doppelbestrafung aus Elfmeter und Platzverweis zu hart.

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