Frankfurt zum Abschlusstraining ins Lager

Bangemachen gilt nicht: das ist der Tenor von Christoph Daums Durchhalteparolen, die seit dem 3:0-Debakel in Mainz dringender nötig sind dennje. Die Folgen waren für die Eintracht verheerend: im Stadion randalierten Fans, das Training am Dienstag stand unter Polizeischutz – aus Angst vor wütenden Fans. Um die Lage wenigstens für die Spieler etwas zu entschärfen, geht es nun vor dem entscheidenden Spiel gegen Köln ins Trainingslager.

Es geht um viel: nach dem Fiasko am Samstag steht die Eintracht auf dem Relegationsplatz, ist von der magischen 40 Punkte-Grenze weit entfernt. Und es stehen nur noch zwei Spiele an, eines in dieser Woche gegen Köln, das realistisch betrachtet die letzte Chance für Frankfurt ist, Punkte zu sammeln. Denn danach geht es nach Dortmund – und selbst Optimisten dürften hier erhebliche Zweifel hegen, dass die Eintracht dort als Sieger vom Platz gehen wird. Im unteren Tabellenfeld wird sich ohnehin kaum noch viel bewegen: sowohl St. Pauli als auch Mönchengladbach sind bereits recht sichere Abstiegskandidaten, einzig ein Abrutschen des VfL Wolfsburg könnte Frankfurt noch vom Relegationsplatz retten.

Daher geht es nun vor dem wohl letzten Kampf ins Trainingslager: von heute bis Freitag trainieren die Frankfurter abgeschirmt von der Öffentlichkeit in Bitburg. Vorstand Bruchhagen indes schließt personelle Konsequenzen für sich selbst aus – obwohl er einräumt, die Personalproblematik im Winter unterschätzt zu haben. Das überraschende Ende von Michael Skibbe vor einigen Wochen und das Einwechseln von Urgestein Christoph Daum konnte in so kurzer Zeit letztlich auch keine Wunder mehr vollbringen.

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