Frontzeck-Nachfolger Favre sucht neuen Kurs für Gladbach

Überraschend spät kam die Entscheidung des Mönchengladbacher Vorstands, Trainer Frontzeck zu entlassen: bis dato hatten die Manager an dem Coach festgehalten, trotz des miserablen Saison-Starts von Borussia Mönchengladbach, der sich während der letzten 22 Spieltage nicht bessern wollte. Nun soll der Schweizer Lucien Favre die Kohlen aus dem Feuer holen.

Die Bilanz für Borussia Mönchengladbach sieht nach dem Rückrundenstart verheerend aus: Platz 18, das klare Absteigerdomizil – mit gerade einmal 16 Punkten nach 22 Spieltagen. 4 Spiele gewonnen, 4 unentschieden, satte 14 Niederlagen kassiert – ein echter Negativrekord. Die vom ständigen Auf- und Abstieg gebeutelten Fohlen, einst in grauer Vorzeit mehrfacher deutscher Meister, belegen nur in der Heimtabelle nicht den letzten Platz, sondern rangieren dort immerhin auf Platz 10 – mit 13 Punkten gleichauf mit dem FC Bayern München. In der Auswärtstabelle konnten die Fohlen bislang aber erst schlappe 3 Punkte für sich gewinnen – entsprechend große Hoffnungen liegen nun auf Favre.

Im Spiel verfolgt er ähnliche Strategien wie Louis van Gaal, setzt auf Ballbesitz und Kontinuität. Denn Aufbau einer Mannschaft erklärte er einmal so: „Du brauchst Salz, Zucker, Mehl, solche Dinge. Wenn du einen Fehler machst, kannst du später alles wegwerfen. Es schmeckt nicht. Weil die Mischung nicht richtig ist. Wie im Fußball. Deshalb musst du die richtige Spielermischung finden.“ Aufstieg und Niedergang sind ihm nicht fremd: in der Schweiz führte er Zürich zweimal zur Meisterschaft und verhalf Genf zum Pokal. Hertha BSC brachte er an die Tabellenspitze – und danach in die Zweite Liga. Ob sein Kuchen gelingt, wird sich schon bald zeigen: ihm bleiben nur noch zwölf Spieltage. Zwölf Tage, die zwischen Aufstieg und Niedergang entscheiden werden.

Kommt Favre zu spät? Was meinen die Leser?

One thought on “Frontzeck-Nachfolger Favre sucht neuen Kurs für Gladbach”

  1. balljunge says:

    Also ich glaub, das macht keinen Sinn. Dann doch lieber endlich absteigen und in Ruhe in der zweiten Liga wieder Kräfte ordnen und neu loslegen, als jetzt krampfhaft auf Klassenerhalt zu spielen. Die Saison ist gelaufen.

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