Fußballtor (Standard)

Trainingshilfen - Fußballtor (Standard)

Tore gehören zum Fußball. Das ist eine schlichte und unbestreitbare Wahrheit. Doch Tor ist nicht gleich Tor. So haben natürlich alle Fußballplätze mindestens 2 Tore, doch in vielen Fällen sind diese fest im Boden verankert. Früher hat man diese Variante fast immer gewählt, damit die Tore sicher standen und nicht gestohlen werden konnten. Doch die fest postierten Fußballtore haben auch Nachteile. So muss das Torschusstraining immer an derselben Stelle durchgeführt werden, so dass die Strafräume meist ziemlich ramponiert sind. Zudem ist es nicht möglich, ein kleines Spielfeld mit 2 großen Toren aufzubauen, wenn beide Tore unverrückbar im Boden stehen. Es ist deswegen empfehlenswert, mindestens ein bewegliches Tor zur Verfügung zu haben.

Ein bewegliches Fußballtor mit Standardmaßen kann sehr leicht überall aufgestellt werden. Bei schlechten Wetterbedingungen kann das Torschusstraining in jeder Trainingseinheit an einem anderen Ort stattfinden. Dadurch wird der Platz geschont und ist auch noch am Spieltag in einem ordentlichen Zustand. Zudem gibt es viele Spielformen, bei denen zwei Standardtore eingesetzt werden. Mit 2 Torhütern kann es z.B. sinnvoll sein, in einem Trainingsspiel möglichst viele Torsituationen zu kreieren, so dass die Torhüter ein gutes Training bekommen. Ein Aluminium-Tor hält lange und kann leicht bewegt werden. Allerdings sollte man dafür sorgen, dass eine Kette samt Schloss vorhanden ist. Schließlich soll das Tor auch noch bei der nächsten Trainingseinheit vorhanden sein. Wenn das Trainingsgelände abgeschlossen werden kann, ist diese Sicherungsmaßnahme nicht unbedingt nötig.

Beispielübung 1: Doppelter Torschuss

Trainingshilfen - Fußballtor (Standard) 1

Etwa 10 Meter vor einem Tor wird ein zweites Tor aufgebaut. In jedem Tor steht ein Torwart. Die Spieler stehen etwa an der 35 Meter vor dem Tor. Sie laufen an und bekommen dann von der rechten oder linken Seite einen Pass zugespielt. Die Spieler werden angewiesen, den Ball hoch in das erste Tor zu schießen. Naturgemäß gelingt dies vielen Spielern nicht und der Ball fliegt über das Tor. Der hintere Torwart hat die Aufgabe, alle Bälle zu halten, die über das vordere Tor fliegen. Da er den Ball oft nicht erst richtig sieht, wenn er über das Tor fliegt, ist das nicht so leicht, wie es im ersten Moment vielleicht scheint. Durch eine schnelle Abfolge wird ein großer Druck auf die Torhüter ausgeübt.

Allerdings sollten die Torhüter die Gelegenheit bekommen, nach jedem Schuss wieder ihre Ausgangsposition einzunehmen. Nach jedem Durchgang wechseln die Torhüter das Tor und die Spieler sammeln die Bälle ein. Diese Übung kann variiert werden, indem 2 Tore seitlich hinter einem Tor aufgestellt werden. Die Spieler werden dann angewiesen, in die Ecken zu schießen, so dass alle vorbei fliegenden Schüsse in den hinteren Toren landen. Wenn 3 Torhüter zur Verfügung stehen, ist das eine sehr interessante Übungsform.

Beispielübung: Torwarttraining mit 2 Toren

Trainingshilfen - Fußballtor (Standard) 2

Bei dieser Übung werden 2 Tore im Abstand von 15-20 Metern aufgestellt. Jeder Torwart bekommt mehrere Bälle. Dann werfen die Torhüter sich gegenseitig den Ball auf das Tor. Bei dieser Übung wird sowohl der Abwurf als auch das Halten von Bällen trainiert. Wenn das Tempo hoch ist, kann diese Übung sehr anstrengend sein, so dass regelmäßige Pausen sinnvoll sind. Verschärft wird die Übung, indem zwischen den Würfen nicht gewartet wird, bis der Gegner wieder auf seinem Platz ist. Dann ist es z.B. auch möglich, den Ball über den anderen Torwart ins Tor zu werfen.
Die Torhüter dürfen beim Abwurf nur wenige Meter aus dem Tor gehen. Notfalls muss eine Abwurfmarke mit einer Pylone markiert werden. Mit einem Wettkampf lässt sich die Motivation steigern. Dazu ist es aber wichtig, dass jeder Spieler gleich viele Würfe machen darf. Bei wurfkräftigen Torhütern ist es auch möglich, einen größeren Abstand zwischen den Toren zu wählen. Zusätzlich kann dann auch noch beim Abwurf ein Sprint bis an die Strafraumgrenze eingebaut werden, um eine weitere typische Spielsituation zu trainieren.

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