Fußballtraining mit Behinderung – kein Problem

Integration wird auch und gerade im Sport zu einem immer offener diskutierten Fall. Gerade Fußball als Teamsport ist ideal, um körperlich benachteiligte Menschen in die Gesellschaft zu integrieren – und dass eine Behinderung einer sportlichen Karriere nicht im Wege stehen, zeigen schon seit langem die Paralympics. Auch die Lebenshilfe bemüht sich um sportliche Betätigung – so beispielsweise die Lebenshilfe-Werkstätten aus Wesel, Rees-Groin und Alpen-Veen, die ein Trainingscamp mit echten Fußball-Profis organisiert haben.

Paul Dickerboom vom Paderborner SV, Torben Sowinski, Mathias Winkels und das Team vom SV Rees erhielten professionelle Unterstützung durch Werner Kik, der mit Rot Weiß Essen auf dem Parkett der Bundesliga auflaufen durfte. Sein Engagement erklärt der frühere Profi als Selbstverständlichkeit und soziale Verpflichtung: „Wer das Glück gehabt hat, auf der Sonnenseite des Lebens zu stehen, für den sollte eine solche Sache eine Herzensangelegenheit sein.“
Insgesamt tummelten sich so 32 Menschen mit körperlichen Benachteiligungen aus den genannten Werkstätten der Lebenshilfe für gleich drei Tage auf dem Grün. Das Trainingscamp lief vom vergangenen Montag bis zum Mittwoch und wurde bereits mehrfach von der Lebenshilfe organisiert.
Und neben der sportlichen Betätigung und der Teamarbeit mit Behinderten zeigt es noch etwas anderes deutlich, was bereits zahlreiche Projekte untermauern: Integration beim Fußball geht – und zwar problemlos. Ein vorbildhaftes Modell für zahlreiche andere Vereine.

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