Fußball – Trendsportart mit Nachwuchssorgen? (Teil 3)

Besonders schwer wiegt jedoch auch die demografische Entwicklung. Vor allem in ländlichen Gebieten gibt es heute deutlich weniger Kinder als noch vor 20 Jahren. Fast alle Vereine klagen heute über einen Nachwuchsmangel, ob nun Oberaudorf, der Verein, für den Bastian Schweinsteiger als Schüler seine Stiefel schnürte oder der TSV Pähl, bei dem Thomas Müller als Youngster seine ersten Tore schoss – fast alle verzeichnen einen deutlichen Mitgliederschwund.
Etwas besser sieht es in den großen Städten aus: Hier sorgen vor allem Jugendliche mit Migrationshintergrund dafür, dass der Fußball noch hoch im Kurs steht. Auffallend an der Entwicklung ist auch, dass nicht alle Altersstufen gleichmäßig vom Einbruch betroffen sind. In der Regel bereitet es den Vereinen keine Schwierigkeit, am Wochenende Mannschaften der E-, D- und C-Jugend vollständig zusammenzubekommen. Dazu sagt der bayrische Fußballverband: „Erst ab der B-Jugend und besonders in der A-Jugend steigen viele Spieler aus“.

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Den Rückgang an Jugendmannschaften kann man auch anhand des statistischen Materials des DFB verdeutlichen:

Juniorenmannschaften (15-18 Jahre):
2000: 18.718
2005: 18.779
2010: 18.326
2014: 16.016

Juniorenmannschaften bis 14 Jahre:
2000: 81.317
2005: 81.554
2010: 82.599
2014: 76.466

Mädchenmannschaften bis 16 Jahre:
2000: 3.450
2005: 4.113
2010: 8.665
2014: 7.064Kinder Hochhalten

Um diesem Trend entgegenzuwirken, hat man von Verbandsseite die Zusammenführung verschiedener Dorfvereine zu Spielgemeinschaften bereits deutlich erleichtert. Der Mitgliederrückgang bei den älteren Jugendlichen liegt vermutlich auch daran, dass sie auf den Abschluss der Schule, die Ausbildungsplatzsuche, die Berufswahl oder den Studienbeginn fokussiert sind. Außerdem nimmt mit dem Erreichen der Pubertät das Interesse am anderen Geschlecht einen hohen Stellenwert ein.

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Fazit: Der Fußball steht in einem deutlichem Konkurrenzverhältnis zu weiteren Trendsportarten und anderen Möglichkeiten, die Freizeit zu gestalten. Vor allem ältere Jugendliche hängen die Schuhe an den Nagel. Das liegt vor allem daran, dass sie lebenszeitlich mit dem Erreichen des Schulabschluss, dem Berufsanfang oder der Berufsausbildung, dem Studienbeginn, usw. ausgelastet sind. Außerdem kommt auch noch das Interesse an Partnerschaften hinzu. Erwähnt werden muss auch der oben dargestellte demografische Wandel – mit einer sich stetig verringernden Geburtenrate in Deutschland, nimmt die Anzahl der Vereinsmitglieder beim DFB ebenfalls deutlich ab. Von daher sind die Verluste bei den Mitgliederzahlen als gering aufzufassen und die Gesamtentwicklung ist trotz allem durchaus positiv zu bewerten.

Teil 1 findet Ihr hier
Teil 2 findet Ihr hier

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