Gladbach suspendiert Idrissou

Für den 30jährigen Kameruner läuft im Jahr 2010 wirklich nichts, wie es soll: noch im Sommer hatte er mit wehenden Fahnen den abstiegsbedrohten SC Freiburg verlassen, um ablösefrei nach Mönchengladbach zu wechseln. Dabei soll er Mitspielern mitgeteilt haben, er habe „sowieso keine Lust mehr, mit den Absteigern zu spielen“ und fügte an: „Nächstes Jahr spiele ich Champions League.“ Bei der Partie in der vergangenen Woche gegen Freiburg wurde er entsprechend hämisch von den Breisgauer Fans begrüßt: „Idrissou spielt Champions League auf PS3 – die ganze Nacht, von 12 bis 8“ schallte ihm aus der Fankurve entgegen. Kein Wunder: während die Saison für Freiburg brillant verlief, steht Gladbach vor dem Aus und geht mit der roten Laterne in die Winterpause.

Nun hat sich seine Wut am Gladbacher Management entladen. Gegenüber der Bild-Zeitung schimpfte er auf seinen Club: „Ich weiß nicht, warum ich nicht spiele. Das habe ich satt. Bis zum Ende geht das so nicht“, teilte er mit und setzte nach: „Ich bin nicht gewechselt, um Letzter zu sein, sondern um oben mitzuspielen.“ Auch Gladbach-Coach Michael Frontzeck kamen diese Worte nur allzu bekannt vor und handelte: er strich Idrissou aus dem Kader für das Achtelfinale gegen Hoffenheim, belegte den widerspenstigen Stürmer mit einer Geldstrafe und händigte ihm eine Abmahnung aus. Seine harte Linie begründet der sonst so umgängliche Gladbach-Trainer so: „Sobald hier jemand meint, er müsste sein Ego über die Mannschaft stellen, hat der hier keine Chance mehr.“

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