Hürden

Trainingshilfen - Hürden

Der Hürdenlauf ist in der Leichtathletik einer der anspruchsvollsten Disziplinen. Im Fußball geht es zum Glück nicht darum, eine lange Hürdenstrecke im Höchsttempo zu durchlaufen. Vielmehr werden Hürden im Fußball vor allem eingesetzt, um die Sprungkraft und die Koordination zu trainieren. Dazu gibt es spezielle Trainingshürden, deren Höhe flexibel eingestellt werden kann. Die Querstange wird dazu mit stabilen Clips an den senkrechten Stangen angebracht. Die senkrechten Stangen sind mit breiten Füßen versehen, so dass sie auf jedem Untergrund eingesetzt werden können. Ganz wichtig ist zudem, dass der Kunststoff, aus dem die Hürden hergestellt werden, sehr robust ist. Schließlich kann es jederzeit passieren, dass ein Spieler in die Hürde tritt.

Schon mit einer einzelnen Hürde ist es möglich, ein effektives Sprungkrafttraining zu machen. Allerdings ist es besser, mehrere Hürden zu einem Parcours zu kombinieren. Dann ist es auch einfacher, die Sprünge aus der Bewegung heraus zu absolvieren. Beim Fußballtraining sind komplexe Bewegungsabläufe sinnvoller als sehr einfache Bewegungsvarianten. Die Spieler stehen im Spiel schließlich auch nicht vor einem Gegenspieler und springen dann 5 Mal hintereinander auf eine vorgegebene Höhe. Vielmehr bewegen sie sich zwischen den Sprüngen auf dem Platz. Es ist deswegen sinnvoll, bei jedem Übungsdesign immer auch die Praxis im Hinterkopf zu behalten. Dann sind die Übungen effektiver, denn die Spieler können die trainierten Bewegungen im Spiel anwenden. Zudem macht das Training mehr Spaß, wenn die Spieler begreifen, welchen Sinn und Nutzen eine bestimmte Übung hat.

Beispielübung 1: Sprintkraft und Sprungkraft mit Hürden trainieren

Trainingshilfen - Hürden 1

Sprint- und Sprungkraft können zusammen trainiert werden. Dazu werden 3 verschiedene Hürdenparcours aufgebaut. Der Anspruch nimmt von Parcours zu Parcours ab. Nach den Hürden folgt ein Spurt zur Pylone. Danach trabt der Spieler langsam zum nächsten Parcours. Nachdem der Spie  ler alle 3 Strecken absolviert hat, legt er eine kurze Pause ein, bevor der nächste Durchgang folgt. Regeneration ist entscheidend für die Wirksamkeit der Übung. Deswegen sollte die Übung beendet werden, wenn die Leistung sichtbar abfällt.

Die Hürden können mit unterschiedlichen Sprungtechniken überwunden werden:

–          Mit Anlauf einen klassischen Hürdenlauf machen.

–          Mit beiden Beinen über die Hürden springen.

–          Mit dem rechten/linken Bein über die Hürden springen.

–          Rückwärts mit beiden Beinen über die Hürden springen.

–          Seitlich mit beiden Beinen über die Hürden springen.

–          Abwechselnd mit dem linken und rechten Bein über die Hürden springen.

–          etc.

Um die Motivation zu steigern, kann auch ein Wettkampf durchgeführt werden. Bei jedem Spieler wird dazu die Zeit gemessen. Alternativ können die Parcours auch doppelt aufgebaut werden, um einen Staffel-Wettkampf durchzuführen.

Beispielübung 2: Koordination und Ballkontrolle

Trainingshilfen - Hürden 2

Im Spiel hat ein Spieler nicht immer Zeit, sich in aller Ruhe auf einen Pass vorzubereiten. Deswegen ist es sinnvoll, das Passspiel unter erschwerten Bedingungen zu trainieren. Dazu werden mit einem Abstand von 5-10 Metern Hürden aufgebaut. Der Spieler muss über die Hürden springen. Nach jedem Sprung bekommt er von Trainer in der Mitte einen Pass zugespielt, den er vor der nächsten Hürde zurückspielen muss. Damit dies funktioniert, muss der Spieler über eine gute Koordination und Balance im Körper verfügen. Er muss sich nicht nur auf den Pass, sondern immer auch schon auf die nächste Hürde konzentrieren. Für viele Spieler ist diese Aufgabe zu Beginn schwierig.

Der Rückpass kann direkt oder nach einer Ballannahme mit dem ballfernen Fuß erfolgen, wobei die Übung mit Ballannahme tendenziell anspruchsvoller ist. Der Trainer kann auch vorgeben, dass eine bestimmte Hürde nicht übersprungen werden muss. Stattdessen krabbelt der Spieler unter der Stange durch und muss dann schnell wieder auf die Beine kommen. Der Parcours kann auch in umgekehrter Richtung durchlaufen werden, um den Fuß bei der Ballannahme und beim Passen zu wechseln. Der Schwierigkeitsgrad kann zudem durch das Tempo reguliert werden.

 

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