Legendäre Trainer: César Luis Menotti

César Luis Menotti ist einer der erfolgreichsten argentinischen Fußballtrainer aller Zeiten. In seiner Laufbahn als Spieler und Trainer konnte er zahlreiche Titel gewinnen, wobei er sich selbst und seinem einzigartigen Stil stets treu geblieben ist.

Die Spielerlaufbahn von Menotti

Der 1938 geborene Sohn eines Arztes entdeckte schon früh den Fußball als seine Leidenschaft. Als Kind spielte er bereits in einem örtlichen Klub in seiner Heimatstadt Rosario. Dort konnte er derart überzeugen, dass er im Jahr 1960 bereits erstklassig bei Rosario Central spielte. Ganze vier Saisons bestritt er in dem Team, wo er vornehmlich im Mittelfeld oder im Sturm zum Einsatz kam. 1965 wechselte für kurze Zeit zum Racing Club Avellaneda und kurze Zeit später zu den Boca Juniors in der Hauptstadt Buenos Aires. Dort konnte er sich abermals behaupten und sicherte sich einen Platz in der Stammelf des Hauptstadtteams. Schon in seiner ersten Saison konnte Menotti sich über den Gewinn der Meisterschaft freuen.

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Seine Karriere als Spieler lies César Luis in verschiedenen Clubs in den USA und Brasilien ausklingen. Es folgten zwar keine großen Erfolge mehr, doch war Menotti schon damals dafür bekannt, dass Erfolg für ihn nicht alles ist. Im Jahr 1970 beendete er schließlich seine Spielerkarriere und begann direkt danach, als Trainer zu arbeiten.

Auf dem Weg zum Welterfolg

Seine Karriere als Trainer begann César Luis Menotti abermals in seiner Heimatstadt Rosario. Später wechselte er dann zu CA Huracán und führte den Klub im Jahr 1973 zur Meisterschaft. Schon zu dieser Zeit propagierte Menotti seinen Stil des »linken« Fußballs. Nicht nur der

Erfolg stand für Menotti im Vordergrund, sondern auch die Schönheit und die Ästhetik des Spiels. Es war ihm sehr wichtig, dass seine Spieler Freude beim Spielen empfinden. Auchmenotti1 Bernd Schuster ist diese einzigartige Persönlichkeit im Gedächtnis geblieben. Ihm ist vor allem aufgefallen, dass der argentinische Trainer beim Gespräch mit seinen Spielern stets nach dem Wohlbefinden von Frau und Kindern fragte. Das war schon damals alles andere als selbstverständlich.

Durch seine überzeugenden Leistungen im Klubfußball wurde César Luis im Jahr 1974 zum Nationaltrainer von Argentinien auserkoren. Schon früh hatte er aber mit großen Problemen zu kämpfen. Es gelang der Mannschaft nur mit Mühe, die WM-Vorrunde zu überstehen, schließlich schieden die Argentinier gegen die Niederlande sehr deutlich aus (0:4). Auch im Anschluss an das Turnier hörten die Schwierigkeiten nicht auf. Die nächste WM im eigenen Land sollte ein Erfolg werden und vom Trainer wurde nicht weniger erwartet als ein kompletter Neuaufbau der Mannschaft. Dies war jedoch besonders schwierig, da viele große Clubs sich weigerten, ihre Spieler für die Nationalelf abzustellen. Menotti musste sich also nach Alternativen umsehen.

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Da ist das Ding

Aus der Not heraus formte der damalige Trainer der argentinischen Nationalmannschaft eine fast vollkommen neue Truppe mit Spielern aus den Provinzen des Landes. Darunter befanden sich unter anderem Luis Galván, Mario Kempes und Daniel Passarella. Mit diesen damals noch recht unbekannten Talenten ging Argentinien im Jahr 1978 beinahe als Außenseiter ins Turnier im eigenen Land. Doch alle Zweifler sollten schon bald verstummen, da es den kampflustigen Spielern eindrucksvoll gelang, sich über alle anderen Teilnehmer hinwegzusetzen. Dies wurde schließlich mit dem Titelgewinn belohnt, was gleichzeitig der größte Erfolg in der Laufbahn des Trainers war.

Der Entdecker Maradonas

Nach der erfolgreichen Weltmeisterschaft wandte sich César Luis Menotti auf der Suche nach neuen Talenten zunächst der Junioren-Weltmeisterschaft zu, wo ihm vor allem Diego Maradona auffiel. Dieser sollte später das Herzstück der Nationalelf werden und im besten Fall den Titel verteidigen. Dies gelang jedoch nicht, woran auch der Falklandkrieg im eigenen Land beitrug. Die Vorbereitungen waren während dieser Auseinandersetzung nur sehr schwierig möglich. Am Ende musste Argentinien sich gegen Brasilien und den späteren Weltmeister Italien geschlagen geben. Dazu trug auch bei, dass Maradona zum Teil sowohlmenotti2 durch andere Spieler als auch durch Schiedsrichter unfair behandelt wurde. Unter anderem wurde dem damaligen Top-Spieler ein rechtmäßiger Elfmeter verweigert.

Das Ende einer Legende

Nach der WM 1978 in Spanien trat Menotti als Trainer der Nationalmannschaft zurück und widmete sich stattdessen nach einer längeren Pause wieder der Tätigkeit im Klub-Fußball. Von 1983 bis 1991 trainierte er verschiedene Vereine in Europa und Südamerika und konnte erneut große Erfolge feiern. Unter anderem sicherte er dem FC Barcelona die Copa Del Rey, den spanischen Ligapokal und den Superpokal. Später versuchte der Trainer sich nochmals als Nationaltrainer, diesmal mit mäßigem Erfolg für Mexico. Nach einigen weiteren Stationen als Trainer, unter anderem für Club Atlético Peñarol kehrte César Luis im Jahr 2002 zu seinem Heimatverein Rosario Central zurück. Endgültig beendete er seine Laufbahn im Jahr 2008, nachdem er kurzzeitig noch beim mexikanischen Erstligisten UAG Tecos tätig war.

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Erfolg durch Arbeit

Unter dem Strich hat sich Menotti seinen Ruf als Legende des Fußballs redlich verdient. Seine Erfolge verdankt er vor allem harter Arbeit. Er nahm sich für jeden Gegner viel Zeit und entwickelte unterschiedliche Methoden, um auch mit den größten Vereinen der Welt konkurrieren zu können. Gleichzeitig blieb der Trainer trotz riesiger Erfolge stets bodenständig und vergaß nie, woher er kam. Diese Eigenschaft sicherte ihm nicht zuletzt viel Sympathie bei den Fans.

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