Nach der Saison: FC Bayern München ohne Louis van Gaal

Nach dem Debakel am Samstag, als Hannover 96 die Bayern mit einem 3:1 souverän vom Platz gekegelt hatte, dürfte jedem klar gewesen sein: Louis van Gaals Karriere hat nun einen Knick. Erstaunlich war, dass der Vorstand den Holländer nicht sofort geschasst hat – erst jetzt wurden die Konsequenzen der wohl titellosen Saison bekannt gegeben.

Als erster Trainer darf van Gaal noch bleiben – vorläufig. Nach dem Ende der Saison, so ließ man die Presse wissen, sei für den Holländer Schluss – sein ursprünglich bis 2012 datierter Vertrag wird zum Saisonende aufgelöst. Damit reagieren die Bayern oberflächlich sehr human auf das Debakel, das hinter dem FC Bayern München liegt: der DFB-Pokal scheiterte, der europäische Contest ist auch so gut wie ausgeschlossen, und die Meisterschale liegt in weiter Ferne. Bei anderen Trainern, die ähnlich glücklos agierten wie van Gaal, fackelte man im Vorstand nicht lange: Jürgen Klinsmann beispielsweise war einer jener Trainer, die postwendend aus ihrem Amt entfernt wurden.

Warum also darf van Gaal bleiben? Die Gründe dürften schlicht im Mangel an Alternativen liegen: kurzfristig ist weit und breit kein Ersatz in Sicht. Dennoch wird bereits hinter vorgehaltener Hand über Namen diskutiert: Jupp Heynckes (Bayer Leverkusen) ist einer von ihnen, ebenso wie Rafael Bénitez, doch auch hier fällt immer wieder auch der Name Matthias Sammer, der derzeit als Sportdirektor beim DFB agiert. Hier liegen die Chancen allerdings vage: noch im Winter platzte der Wechsel von Sammer zum HSV. Ob Karl-Heinz Rummenigge bessere Argumente hat – man wird sehen…

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