Nur zwei wollen in die Europa League

Gladbach, der HSV, Hannover, Mainz und Wolfsburg können allesamt nicht gewinnen und verzocken so die Chance auf die Europa Lague. Nur noch Hamburg und Mönchengladbach haben eine halbwegs reelle Chance. Wie es anders geht, zeigte Freiburg – und auch wieder einmal Eintracht Frankfurt.

Armin Veh schickte seine Elf im 4-2-3-1 auf den Platz, wobei mit Srjdan Lakic mal wieder ein „echter Neuner“ mitspielen durfte. Düsseldorf hingegen agierte im 4-4-2, doch machten sich bei der Fortuna die sechs Veränderungen in der Startelf gegenüber dem 1:2 gegen Dortmund schnell bemerkbar. Die Eintracht agierte taktisch variabel, Rode holte sich meist tief in der eigenen Hälfte die Bälle – und Düsseldorf fand kein Konzept, das Aufbauspiel der Hausherren zu stoppen.

Das Passspiel der Frankfurter hakte zwar zunächst vor dem Strafraum der Gäste, doch schaffte es die Eintracht, Düsseldorf kaum zur Entfaltung kommen zu lassen. Inui und Aigner, besonders aber Meier fanden die Lücken in der Fortuna-Abwehr, die entstanden, weil diese teilweise zu mannorientiert agierten. Wenn Frankfurt dann direkt spielte, gelang es oft, in die so entstehenden Räume zu kommen. Auf diese Weise gingen die Hausherren dann auch nach 30 Minuten verdient in Führung. Nach der Pause fiel schnell das 2:0, daher mussten die Düsseldorfer taktisch reagieren.

Düsseldorf presst besser

Und das taten sie auch. Augenblicklich war das Pressing höher, Frankfurt dagegen ließ die Gäste kommen und setzte mehr und mehr auf Konter. Die Fortuna konnte das schnelle Umschaltspiel der Gastgeber jedoch ein ums andere Mal unterbinden und selbst immer mehr Nadelstiche setzen, von denen einer zwölf Minuten vor dem Ende zum Erfolg führte. Bezeichnenderweise fiel dieses Anschlusstor nach einem Düsseldorfer Gegenkonter, ein Treffer, wie ihn die Fortuna öfter erzielt. Als die Gäste dann alles auf eine Karte setzten, markierte Meier mit einem herrlichen Treffer in der 87. Minute die Entscheidung.

Frankfurt kratzt mit diesem Sieg noch einmal am Quali-Platz zur Champions League, wobei auch der EL-Platz noch nicht ganz sicher ist. Doch vier Punkte Vorsprung auf den HSV sind ein gutes Polster. Im Abstiegskampf dagegen wird es Woche für Woche enger. Auf dem Relegationsplatz steht weiterhin der FC Augsburg, die Fortuna liegt nur aufgrund der besseren Tordifferenz auf Rang 15, drei Zähler hinter Bremen, die nach elf sieglosen Partien ebenfalls bang nach unten blicken müssen. Hoffenheim auf Platz 17 hat noch die Hoffnung, zumindest auf den Relegationsplatz zu springen. Für Spannung an den letzten beiden Spieltagen ist also gesorgt.

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